Bestellen bei Buecher.de! Preis: 22,95 €
Bestellen bei Amazon.de! Neu ab 19,50 €, gebraucht ab 5,40 €.
Neue Bücher bestellen bei: Buch.de.de, Buch24.de, Bol.de, Libri.de, Thalia.de
Gebrauchte und neue Bücher bestellen bei: AbeBooks.de, Booklooker.de
Die Zahl der Therapien, die Krebspatienten eine sichere Heilung ohne die Nebenwirkungen von Operation, Chemotherapie oder Strahlenbehandlung versprechen, hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Für den Laien ist es unmöglich, die Spreu vom Weizen zu trennen - vor allem unter dem Druck, dass eine Fehlentscheidung womöglich nicht mehr korrigiert werden kann. In diesem Handbuch schildert Prof. Münstedt den aktuellen Stand der Schulmedizin in der Krebstherapie und liefert eine Übersicht aller gängigen unkonventionellen Behandlungsmöglichkeiten. Er beschreibt das Konzept, die Anwendung und die Nebenwirkungen und bewertet die therapeutische Wirksamkeit der jeweiligen Heilmethode nach rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten.
Das Buch ist seinen Preis wert!Prof. Münstedt ist stellvertretender Direktor des Frauenklinikums der Universität Gießen und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit konventionellen und unkonventionellen Behandlungsmethoden von Krebserkrankungen.
Petra Thienel ist Apothekerin. Sie hat viele wissenschaftlichen Studien zu Krebs ausgewertet und für dieses Buch bewertet.
Das Buch gliedert sich in einen Teil 1 (Aktuelle Übersicht) und Teil 2 (Alternative Therapien).
Zum schnelleren Überblick über den Grad der Bewertungen der besprochenen Therapieoptionen haben die Autoren eine Art Ampelkennzeichnung vorgenommen:
GRÜN: Mittel oder Methoden, die bei Krebserkrankungen geprüft wurden und entweder ergänzend (komplementär) oder anstelle (alternativ) einer schulmedizinischen Therapie positive Wirkungen gezeigt haben.
GELB: Mittel oder Methoden, bei deren Anwendung der Patient mit großer Wahrscheinlichkeit keinen größeren Schaden nimmt. Die Wirkung dieser Anwendungen ist noch nicht belegt oder es treten gehäuft unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen) auf.
ROT: Mittel oder Methoden, die von den Autoren als wirkungslos angesehen werden oder mit gefährlichen Nebenwirkungen behaftet sein können. Von der Nutzung dieser Optionen raten die Autoren ab.
Bereits über das Inhaltsverzeichnis kann der Leser einen schnellen Überblick über diese drei Kategorien erhalten. Bezeichnend ist, dass die Verfahren, die mit ROT gekennzeichnet sind, zahlenmäßig am häufigsten vertreten sind.
Mein FAZIT:
Ein gutes und interessantes Buch für alle Betroffenen und an der Thematik Interessierten. Die Auflistung der beurteilten Methoden und Präparate ist aktuell. Der Anschaffungspreis in Höhe von knapp 23 Euro ist nicht zu hoch, zumal der Preis für viele als wirkungslos klassifizierten Methoden oder Mittel weit über diesem Betrag liegen dürfte. (wm/Januar 2009)
Toller Ratgeber!Sehr empfehlenswert!Endlich ein Buch welches ideal für den Laien ist einen umfangreichen kompetenten Überblick zu bekommen über Heilmethoden,Risiken,Theorien,Anwendungsbereiche und Bewertungen über therapeutische Wirksamkeiten.Super:Heilmethoden welche die schulmedizinischen Therapien unterstützen.Ich empfand das Buch als sehr hilfreichen Begleiter welche Antworten auf alle erdenklichen Fragen gibt!Alles in Allem sehr zu empfehlen!!!
Verwirrende BewertungenDas Buch ist als Basisnachschlagewerk gedacht, um interessierte Laien und Betroffene in die Lage zu versetzen, Empfehlungen der alternativen und komplementären Medizin kritisch zu beurteilen (so das Vorwort).
Im ersten Teil erklären die beiden Autoren - ein Professor der Frauenheilkunde an der Universität Gießen und eine Apothekerin - prinzipielle Aspekte der Schulmedizin und der übrigen Verfahren (alternativ, komplementär, Außenseiterverfahren etc.) und bieten eine Richtschnur über den Umgang mit alternativen Angeboten. Dieser Teil erscheint mir ausgewogen. Sie sagen u.a.
"... jede Methode muss beweisen, dass sie wirksam und in der jeweiligen Therapiesituation sinnvoll ist. Solange dieser Beweis nicht erbracht ist, ist eine Methode abzulehnen."
Im zweiten, umfangreicheren Buchabschnitt werden sehr konkret mit Namen genannte Präparate unterschiedlichster Richtungen vorgestellt, sehr napp. Gut finde ich, dass hier ganz konkrete Produkte besprochen werden, mit der durchgehenden Struktur Erklärung - Möglichkeiten und Durchführung - In den Medien genannte Anwendungsbereiche - Gegenanzeigen und Risiken - Bewertung.
Dieser Teil ist untergliedert in Therapien mit positiver / mit nicht gesicherter Wirkung / Therapien ohne Wirkung.
Hier habe ich per Zufallsprinzip einzelne Seiten aufgeschlagen. Die Bewertungen, die ich dort vorfinde, erscheinen mir widersprüchlich und unklar, teils sogar falsch.
Beispiel Seite 174, ein Nahrungsergänzungsmittel bei Krebs der Vorsteherdrüse. U.a. ist ein Sojaextrakt (Isoflavone) enthalten. Risiken: "Keine bekannt." Bewertung, meine Kommentare in Klammern:
Neuere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Isoflavone aus Soja die Wirksamkeit einer Chemotherapie steigern können [günstig]. Die alleinige Gabe von Isoflavonen als Prophylaxe könnte sogar zu einem Wachstum des Prostatakrebses führen. [Definitiv unerwünscht - ein Risiko.] Damit scheint ein Einsatz zumindest grundsätzlich interessant." [Wie das? Ein Inhaltsstoff könnte Krebswachstum bewirken - "interessant"?]. Abschliessend dann die Bewertung "...bisher nicht klinisch geprüft, ...bedingt empfehlenswert".
Nach den eigenen vorher aufgestellten Kriterien müsste hier m.E. stehen: Abzulehnen".
Beispiel Seite 111ff, apothekenpflichtiges Arzneimittel zur Injektion, Anwendung als Zusatztherapie zur Chemotherapie, ... als Schmerzmittel und in der Nachsorge". Bewertung: In Studien konnte der unterstützende Effekt von XY ... bei Harnblaseninnenwandkrebs am Menschen gezeigt werden, so dass in der Gruppe ohne [!!] XY seltener Knochenmarkdepressionen auftraten. Allerdings fanden sich keine Hinweise auf Überlebensvorteile." [Keine Knochenmarkdepression zu bekommen, ist erwünscht. Tatsächlich sagte die entsprechende Studie, dass in der Gruppe mit [!!] XY seltener eine Knochenmarkdepression auftrat - hier ist schlicht die wiedergegebene Information falsch.]
Auch aus dem kürzesten Abschnitt, Therapien mit positiver Wirkung" eine Stichprobe (Seite 49), Bewertung zu Präparat XYZ: In Studien an Mäusen konnte die hemmende Wirkung auf das Tumorwachstum bewiesen werden. .....kann ... empfohlen werden." Laut den Kriterien der Autoren selbst ist die Bewertung nicht gerechtfertigt, solange der Anwender keine Maus ist - seit Jahren steht ein Beleg für die Wirkung dieses Präparates am Menschen aus, das wird im allgemeinen Teil als Indiz für eher nicht seriöse Produkte genannt.
Der Leser soll hier vielleicht zwischen den Zeilen lesen. Insgesamt erscheint mir eine so kondensierte Darstellung nicht dazu geeignet, dass sich Laien eine fundierte Meinung bilden können.