Ōsaka

Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Ōsaka, der Artikel über die gleichnamige Präfektur befindet sich unter Präfektur Ōsaka.
大阪市
Ōsaka-shi
Position in Japan
Ōsaka auf der Karte von Japan
Ōsaka
Region: Kinki
Präfektur: Ōsaka
Koordinaten: 34° 41′ N, 135° 30′ O
Basisdaten
Fläche: 222,11 km²
Einwohner: 2.636.256
(1. Jan. 2007)
Bevölkerungsdichte: 11.869 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 27100-4
Symbole
Baum: Kirschbaum
Blume: Stiefmütterchen
Rathaus
Adresse: Ōsaka City Hall
1-3-20 Nakanoshima
Kita-ku, Ōsaka-shi
530-8201
Webadresse:
Satellitenphoto der Bucht von Ōsaka
Satellitenphoto der Bucht von Ōsaka
Klimadiagramm von Osaka
Klimadiagramm von Osaka

Ōsaka (jap. 大阪市, -shi) ist mit 2,6 Millionen Einwohnern nach Tokio und Yokohama die drittgrößte Stadt Japans. Sie liegt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshū an der Mündung des Flusses Yodo. Mit den ca. 17.536.627 Mio. Einwohnern in der Ballungsgebiet Kansai (um Ōsaka, Kyōto und Kōbe) bildet Ōsaka eine der größten Städte der Welt und innerhalb Japans den Gegenpol zum Kantō-Gebiet um Tokio.

Die Stadt ist das traditionelle Handelszentrum Japans und heute eines der wichtigsten Industriezentren und einer der bedeutendsten Häfen Japans sowie Verwaltungssitz der Präfektur Ōsaka. Das alte Stadtzentrum von Ōsaka um Shinsaibashi liegt im Süden, das nördliche Zentrum hat mehr Geschäftscharakter.

Die Einwohner Ōsakas sprechen einen japanischen Dialekt, der Ōsaka-ben genannt wird. Ōsaka ist zudem als „Küche Japans“ und für seine komödiantische Unterhaltungskunst (Manzai) bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Stadt Ōsaka hieß ursprünglich Naniwa. Kaiser Shōmu machte diese Region im 7. Jahrhundert zu seiner Hauptstadt und nannte sie Naniwa-no-miya (Hauptstadt von Naniwa). Sie behielt diesen Status bis zum 8. Jahrhundert.

Es bestanden schon immer wichtige Land- und Seeverbindungen zwischen Yamato (heute Präfektur Nara), Korea und China. Die ehemalige Provinz Settsu bildet heute den nördlichen Teil der Präfektur Ōsaka mit einem Teil der heutigen Präfektur Hyōgo.

Die buddhistische Jōdō-Shin-shū-Religionsgemeinschaft gründete 1496 in Ishiyama (heute Teil von Ōsaka) ihr Hauptquartier im stark befestigten Tempel Ishiyama-Honganji. Oda Nobunaga begann 1576 die Belagerung des Tempels, die vier Jahre andauerte. Die Mönche ergaben sich 1580, der Tempel wurde vollkommen zerstört und Toyotomi Hideyoshi baute auf dem Platz seine eigene Burg, die Burg Ōsaka.

Ōsaka wurde vom Mittelalter bis in die vormoderne Zeit Ōzaka (大坂) genannt. Zu Beginn der Meiji-Zeit wurde die Stadt von der Regierung in ihren heutigen Namen Ōsaka umbenannt. Heutzutage ist Ōsaka nach Tokio und Yokohama die drittgrößte japanische Stadt und wirtschaftlich am bedeutendsten, da sich die wichtigsten Märkte für den Warenaustausch dort befinden.

Verkehr

Mit dem Kansai International Airport verfügt Ōsaka seit 1994 über einen modernen internationalen Flughafen auf einer künstlichen Insel vor der Küste der Bucht etwa 60 km südlich der Stadt. Zu seinem Einzugsgebiet zählen auch die Städte Nara, Kōbe und Kyōto. Verbindungen zwischen Stadt und Flughafen bestehen mit Bus und Bahn (Rapīto, Haruka).

Für Inlandsflüge dient hauptsächlich der Osaka International Airport in Itami (nördlich von Ōsaka) und Toyonaka. Aufgrund seiner Lage mitten im Wohngebiet nahe Ōsaka, Kōbe und Kyōto gilt zur Eingrenzung der Lärmbelastung ein Flugverbot von 21 bis 7 Uhr. Ursprünglich sollte Itami mit dem Bau des Kansai-Flughafens geschlossen werden.

Neben der U-Bahn existiert ein Netzwerk von staatlichen (West Japan Railway Company) und privatgeführten Bahnen, die das Stadtzentrum mit seinen Nachbarorten verbinden. Die Linien Keihan und Hankyu verbinden mit Kyōto, die Linien Hanshin und Hankyu mit Kōbe, die Kintetsu Linie mit Nara und Nagoya und die Nankai Linie mit Wakayama.

Wirtschaft

In der Vergangenheit war Ōsaka das Zentrum des japanischen Handels, besonders im Mittelalter und in der vormodernen Zeit. Heutzutage haben die meisten Großunternehmen ihre Hauptbüros in Tokio, die sie am Ende der 1990er Jahre aus Ōsaka verlegt haben. Einige Konzerne haben allerdings den Standort in Ōsaka. Die Wirtschaftsflaute im Anschluss an das Ende der "Seifenblasenwirtschaft" (Bubble Economy) traf Osaka und Kansai mit Insolvenzen, Arbeitslosigkeit und Kapitalabzug besonders hart, der Immobilienmarkt stagnierte, in- und ausländische Investoren zogen sich zurück, bzw. verlagerten nach Kanto.

Im Jahr 1970 fand in Ōsaka die erste Weltausstellung im asiatischem Raum, die Expo '70, statt. Mit dieser Weltausstellung unter dem Motto "Fortschritt und Harmonie für die Menschheit" rückte sich Japan nach den Olympischen Spielen von 1964 in Tokio als Industriemacht ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Am 14. März 1970 eröffnete Kaiser Hirohito vor 7000 geladenen Gästen die Expo. Bis zum 13. September präsentierten sich in Osaka 77 Staaten. Wahrzeichen der Ausstellung wurde der 102 m hohe Turm des sowjetischen Pavillons.

Kultur und Sport

Ōsaka besitzt eine bedeutende Spielstätten für das klassische japanische Theater, wie das Kabuki-Theater Shin Kabuki-za, das Kyōgen-Theater Ōsaka No Kaikan sowie das Nationale Bunraku-Theater. Außerdem ist die Stadt für seine komödiantische Unterhaltungskunst (Manzai) bekannt. Größere Feste sind die Midosuji-Parade und das Tenjin-Matsuri.

Ōsaka beheimatet zwei Mannschaften der japanischen Profi-Fußballliga, nämlich Gamba Osaka und deren Rivalen Cerezo Osaka. Damit ist die Stadt das einzige größere Fußballzentrum außerhalb des Großraums Tokyo.

Sehenswürdigkeiten und Sonstiges

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Osaka hat acht offizielle Partnerstädte:

Weblinks

Commons
Commons: Ōsaka – Bilder, Videos und Audiodateien
Quelle:
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