| Železná Ruda | |||
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| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Tschechien | ||
| Region: | Plzeňský kraj | ||
| Bezirk: | Klatovy | ||
| Fläche: | 7979 ha | ||
| Geographische Lage: | 49° 8' N, 13° 13' O | ||
| Höhe: | 820 m n.m. | ||
| Einwohner: | 2118 (2005) | ||
| Postleitzahl: | 340 04 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | P (alt: PM, PN) |
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| Struktur | |||
| Gemeindeart: | Stadt | ||
| Ortsteile: | 6 | ||
| Verwaltung (Stand: 2006) | |||
| Bürgermeister: | Michal Šnebergr | ||
| Adresse: | Klostermannovo nám. 26 340 04 Železná Ruda |
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| Website: | www.sumava.net/muruda | ||
Die Stadt Železná Ruda (deutsch Markt Eisenstein) befindet sich im Biosphärenreservat Šumava und ist eines der sportlichen und touristischen Zentren des Fremdenverkehrs des Böhmerwalds. Sie liegt im engeren Umkreis des nur zweieinhalb Kilometer entfernten Ortes Bayerisch Eisenstein auf der anderen Seite der Grenze.
Inhaltsverzeichnis |
Železná Ruda entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts im Tal des Regens zunächst als Ansiedlung von Bergleuten am durch Přemysl Otakar II. in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichteten Handelsweg, der von der Donau aus über Regen und Zwiesel über den Berg Prenet und Strážov nach Klatovy führte, nachdem man in diesem Bereich, vor allem am Špičák (Spitzberg) Vorkommen von Eisenerz entdeckt hatte. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts waren die Erzlagerstätten derart ausgebeutet, so daß sich der Abbau von Eisenerz nicht mehr lohnte. 1624 erlangte der damalige Inhaber der Herrschaft über Železná Ruda Wolf Heinrich von Nothafft die Erlaubnis Glas zu produzieren. Im Laufe der Zeit entstanden bis ins 19. Jahrhundert hinein in Železná Ruda und Umgebung zahlreiche Glashütten. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke der heutigen Waldbahn von Plattling über Železná Ruda nach Klatovy Ende des 19. Jahrhunderts nahm in Železná Ruda der Tourismus seinen Aufschwung.
Der deutsche Name entstammt einer mittelalterlichen Urkunde der Gemeinde, in der das Marktrecht (deshalb Markt im Name) verzeichnet war. Der andere Name kommt von der Eisenhütte, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts hier entstand. Im 17. Jahrhundert wurde die Eisenhütte in eine Glashütte umgewandelt.
Alžbětín (Elisenthal), Debrník (Deffernik), Hojsova Stráž (Eisenstraß), Pancíř (Panzer), Špičák (Spitzberg) und Železná Ruda (Eisenstein)
Wahrzeichen des Ortes ist die barocke Pfarrkirche Mariä Hilf vom Stern mit Zwiebelkuppel und Zwiebelturm. Sie wurde in den Jahren 1729-33 unter dem Grafen Wolf Heinrich von Nothafft, dem damaligen Besitzer der hiesigen Herrschaft, errichtet. Den Grundriß der Kirche bildet ein Hexagramm. Der Glockenturm wurde erst 1777 erbaut, in seiner Formensprache mit der des ganzen Gebäudes korrespondierend. Im Zentrum des barocken Hochaltars steht eine 1854 gefertigte Kopie des Gnadenbildes Maria Hilf, dessen Original Lucas Cranach der Ältere für das Kapuzinerkloster in Innsbruck geschaffen hat, flankiert von vollplastisch in Lindenholz geschnitzten und gefaßten überlebensgroßen Skulpturen der Nebenpatrone der Pfarrkirche, des heiligen Kaisers Heinrich II. zur einen Seite und dessen Gemahlin Kaiserin Kunigunde zur anderen Seite. Im Auszug des Altares befindet sich ein Bildnis der heiligen Dreifaltigkeit. Das Altarkreuz ist eine seltene Arbeit aus geschliffenem, graviertem Rubinglas aus dem Spätbarock, gefertigt in einer der hier einstmals zahlreichen Glashütten.
Erwähnenswert sind auch einige stattliche Villen. In der Stadt und im Umkreis gibt es noch einige Kapellen, wie z.B. von der hl. Barbara und der hl. Anna, sowie einen Kreuzweg.
Unweit liegen die Seen Černé (Schwarzer See) und Čertovo jezero (Teufelssee). Hier erhebt sich auch der 1202 m hohe Gipfel des Špičák (Spitzberg), unter dem der Spitzbergtunnel, längster Eisenbahntunnel (1747 m) der Tschechischen Republik, hindurchführt.
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