29. September
Der 29. September ist der 272. Tag des Jahres (der 273. in Schaltjahren), somit bleiben noch 93 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Politik und Weltgeschehen
1364: Schlacht von Auray
- 1364: In der Schlacht von Auray besiegt Herzog Johann V. von Bretagne mit Unterstützung englischer Truppen unter John Chandos seinen Gegner Karl von Blois und die Franzosen entscheidend und beendet damit den Bretonischen Erbfolgekrieg.
- 1399: Englands König Richard II. wird von Henry of Bolingbroke, dem späteren König Heinrich IV., mit parlamentarischer Billigung gefangen genommen und wegen Willkürherrschaft zur Abdankung gezwungen.
- 1568: Der schwedische Herrscher Erik XIV. wird von der Adelsopposition unter Führung seiner Halbbrüder Johann und Karl gestürzt. Sein Halbbruder Johann III. wird als neuer schwedischer König anerkannt.
- 1760: Das Fort Detroit kapituliert als eine der letzten französischen Befestigungen in Nordamerika kampflos vor britischen Truppen unter Major Robert Rogers.
- 1818: Der Aachener Kongreß der Großmächte Russland, Österreich, Preußen, Frankreich und Großbritannien beginnt. Die Herrscher und hochrangigen Vertreter ihrer Staaten beraten über Maßnahmen, um die revolutionär-demokratische Entwicklung in Europa zu bekämpfen.
1829: Robert Peel
- 1829: Das Metropolitan Police Service wird gegründet. Nach ihrem Gründer, dem damaligen britischen Innenminister Robert Peel, heißen die Polizisten von Greater London bis heute „Bobbies“.
- 1860: Risorgimento: In Ancona ergeben sich die letzten Truppen des Kirchenstaats unter dem Kommando des französischen Generals Louis Juchault de Lamoricière den eingerückten sardinischen Streitkräften des Königs Viktor Emanuel II.. Dem Papst verbleibt nur mehr das alte Kerngebiet Latium des Patrimonium Petri als Besitz.
- 1911: Italien erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg, nachdem diese ein Ultimatum zur Übergabe der Stadt Tripolis verstreichen haben lassen.
- 1938: Unterzeichnung des Münchner Abkommens zur Beilegung der Sudetenkrise. Um einen Krieg zu verhindern, stimmen Großbritannien, Frankreich und Italien zu, dass die sudetendeutschen Gebiete der Tschechoslowakei dem so genannten Großdeutschen Reich Hitlers zugeschlagen werden.
- 1941: Beim Massaker von Babi Jar bei Kiew werden mehr als 33.000 Juden von Wehrmacht, Angehörigen des SD, der Polizei, der Geheimen Feldpolizei und der Einsatzgruppe C (unter SS-Brigadeführer Otto Rasch) ermordet. Das Massaker gibt Anlass zu einem Gedicht des russischen Dichters Jewgeni Jewtuschenko, das vom Komponisten Dmitri Schostakowitsch in seiner 13. Sinfonie vertont wird.
- 1944: Die deutsche Wehrmacht und die 16. SS-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS“ beginnen während des Zweiten Weltkriegs das Massaker von Marzabotto an italienischen Zivilisten, das bis zum 1. Oktober andauern wird.
- 1978: In der Resolution 435 ruft der UN-Sicherheitsrat zur Beendigung der illegalen Verwaltung Namibias durch Südafrika auf.
Wirtschaft
1954: blau: Gründerstaaten des CERN
Wissenschaft und Technik
Kultur
Religion
Katastrophen
- 1993: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 in der Region Latur/Killari, Indien, fordert 9.751 Tote.
- 1957: In Kyshtym, Sowjetunion, kommt es in einem Tank mit hochradioaktiven Flüssigabfällen zu einer Explosion. Dabei werden große Mengen an radioaktiven Substanzen freigesetzt. Nach offiziellen Angaben wird ein Gebiet von rund 1000 Quadratkilometern so stark kontaminiert, dass es mit allen seinen 10.000 Einwohnern evakuiert werden muss. Die Anzahl der Toten ist unbekannt.
Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.
Sport
Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden befinden sich unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik; für Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe den Artikel.
Geboren
Pompeius Magnus (* 106 v.Chr.)
- 106 v. Chr.: Gnaeus Pompeius Magnus, römischer Feldherr und Politiker
- 1402: Ferdinand der Heilige, Prinz (Infant) von Portugal
- 1547: Miguel de Cervantes, spanischer Autor (Don Quijote)
- 1612: Michael Behm, deutscher evangelischer Theologe
- 1678: Adrien-Maurice de Noailles, Marschall von Frankreich
- 1703: François Boucher, französischer Maler
- 1725: Robert Clive, britischer Politiker
- 1743: Antonio Cagnoli, italienischer Astronom
- 1753: Johann Gottfried Schicht, deutscher Komponist, Gewandhauskapellmeister und Thomaskantor
- 1758: Horatio Nelson, britischer Admiral
- 1765: Karl Ludwig Harding, deutscher Astronom
- 1784: Karl Friedrich Nebenius, badischer Staatsmann
- 1789: Peter Joseph Lenné, deutscher Gärtner und Landschaftsarchitekt
- 1797: Fjodor Petrowitsch Lütke, russischer Marineoffizier und Schriftsteller
- 1804: Giovanni Carnovali, italienischer Maler
- 1806: Friedrich Feuerbach, deutscher Philosoph
Sir Hugh Allan (* 1810)
- 1810: Hugh Allan, schottisch-kanadischer Bankier, Reeder und Eisenbahnmagnat
- 1810: Elizabeth Gaskell, britische Schriftstellerin
- 1819: Michael Tompa, ungarischer Dichter
- 1857: Konstantin Ziolkowski, russischer Raumfahrtpionier, Mathematiker und Physiker
- 1860: Michael Haberlandt, österreichischer Volkskundler
- 1861: Carl Duisberg, deutscher Chemiker und Industrieller
- 1863: Hugo Haase, deutscher Jurist, Politiker und Pazifist
- 1866: J.E. Casely Hayford, ghanaischer Politiker und Schriftsteller
- 1867: Walther Rathenau, deutscher Politiker
- 1869: Miguel Lerdo de Tejada, mexikanischer Komponist
- 1869: Gustav Mie, deutscher Physiker
- 1873: František Balej, tschechischer Jurist, Übersetzer und humanistischer Philosoph
1880: Liberato Pinto
- 1880: Liberato Ribeiro Pinto, portugiesischer Militär und Politiker, Ministerpräsident
- 1881: Ludwig von Mises, österreichisch-US-amerikanischer Ökonom
- 1882: Suzuki Miekichi, japanischer Roman- und Kinderbuchautor
- 1884: Wilhelm Bendow, deutscher Schauspieler und Komiker
- 1892: Georg Dewald, deutscher SPD-Politiker, MdB 1953–1961
- 1899: László József Bíró, ungarischer Erfinder des Kugelschreibers
- 1901: Enrico Fermi, italienischer Kernphysiker
- 1904: Egon Eiermann, deutscher Architekt
- 1904: Georg Ferdinand Duckwitz, deutscher Diplomat
- 1907: Gene Autry, US-amerikanischer Musiker
- 1907: Helmut Lemke, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein
- 1908: Thomas Edward Tolan, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1909: Marin Goleminov, bulgarischer Komponist
- 1912: Michelangelo Antonioni, italienischer Filmregisseur
- 1913: Stanley Kramer, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1913: Silvio Piola, italienischer Fußballspieler
- 1916: Trevor Howard, englischer Theater- und Filmschauspieler
- 1916: Minao Shibata, japanischer Komponist
- 1916: Josef Traxel, deutscher Tenor
- 1919: Margot Hielscher, deutsche Sängerin und Filmschauspielerin
- 1920: Peter Dennis Mitchell, britischer Chemiker und Nobelpreisträger
- 1921: Wolfgang Mischnick, deutscher FDP-Politiker, MdB, Bundesvertriebenenminister
- 1922: Karl-Heinz Köpcke, deutscher Nachrichtensprecher
- 1926: Alfred Nann, deutscher SPD-Politiker und MdB
- 1927: Karl Ravens, deutscher SPD-Politiker, Bundesbauminister 1974–1978
- 1928: Gerhard Stoltenberg, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident, Bundesminister
- 1929: Hans Wyprächtiger, Schweizer Schauspieler
- 1930: Colin Dexter, britischer Autor von Kriminalromanen
- 1931: James Cronin, US-amerikanischer Physiker, Nobelpreis 1980
- 1931: Anita Ekberg, schwedische Schauspielerin
- 1932: Robert Benton, US-amerikanischer Regisseur
- 1935: Jerry Lee Lewis, US-amerikanischer Musiker
- 1935: Ingrid Noll, deutsche Schriftstellerin
- 1936: Silvio Berlusconi, italienischer Politiker
- 1938: Wim Kok, niederländischer Politiker
- 1939: Tommy Boyce, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1941: Werner Pochath, österreichischer Schauspieler
- 1941: Gaston Salvatore, deutschsprachiger chilenischer Schriftsteller
- 1941: Jutta Stöck, deutsche Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1941: Georg-Dieter von Holtzbrinck, deutscher Verleger
- 1942: Felice Gimondi, italienischer Radrennfahrer
- 1942: Jean-Luc Ponty, französischer Musiker
- 1943: Michaela Geiger, CSU-Politikerin, Bundestagsvizepräsidentin
- 1943: Wolfgang Overath, deutscher Fußballer
- 1943: Lech Wałęsa, polnischer Politiker
- 1944: Lerke Osterloh, deutsche Juristin, Richterin am Bundesverfassungsgericht
- 1945: Michael Bella, deutscher Fußballspieler
- 1945: Marianne Mendt, österreichische Sängerin
- 1945: Nadeschda Tschischowa, russische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1948: Theo Jörgensmann, deutscher Jazz-Klarinettist
- 1949: Anton Mang, deutscher Motorradrennfahrer
- 1949: Sverre Erik Jebens, norwegischer Jurist
- 1951: Maureen Caird, australische Leichtathletin und jüngste Olympiasiegerin
- 1951: Jutta Ditfurth, deutsche Sozialwissenschaftlerin, Publizistin und Politikerin
- 1952: Monika Zehrt, deutsche Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1952: Lonzo Westphal, deutscher Musiker
- 1953: Jean-Claude Lauzon, kanadischer Regisseur
- 1956: Sebastian Coe, britischer Leichtathlet und Politiker
- 1957: Harald Schmid, deutscher Leichtathlet
- 1958: Karen Young, US-amerikanische Schauspielerin
- 1960: Chris Bauer, US-amerikanischer Jazz-Mundharmonikaspieler
- 1961: Tom Sizemore, US-amerikanischer Schauspieler
- 1963: Jaroslav Mostecký, tschechischer Autor von Science-Fiction- und Fantasyliteratur
- 1969: Erika Eleniak, US-amerikanische Schauspielerin
- 1969: Ivica Vastic, österreichischer Fußballspieler
- 1970: Emily Lloyd, britische Schauspielerin
- 1976: Andrej Schewtschenko, ukrainischer Fußballspieler
- 1978: Kurt Nilsen, norwegischer Sänger
- 1984: Per Mertesacker, deutscher Fußballspieler
- 1985: Dani Pedrosa, spanischer Motorradrennfahrer
Gestorben
Gustav I. Wasa
- 1560: Gustav I. Wasa, schwedischer König
- 1800: Michael Denis, österreichischer Schriftsteller, Übersetzer und Zoologe
- 1833: Ferdinand VII., König von Spanien
- 1839: Friedrich Mohs, deutscher Mineraloge
- 1847: Anton Gottfried Claessen, Weihbischof in Köln
- 1854: Armand-Jacques-Achille Leroy de Saint-Arnaud, französischer General und Staatsmann, Marschall von Frankreich
- 1887: Bernhard von Langenbeck, deutscher Chirurg
- 1890: Alphonse Karr, französischer Journalist, Schriftsteller und Satiriker
- 1902: Émile Zola, französischer Schriftsteller und Journalist
Émile Zola († 1902)
Rudolf Diesel († 1913)
- 1913: Rudolf Diesel, deutscher Ingenieur und Erfinder
- 1915: Rudi Stephan, deutscher Komponist
- 1923: Anton Cyril Stojan, Erzbischof von Olmütz
- 1925: Léon Victor Bourgeois, erster Präsident des Völkerbundrates und Friedensnobelpreisträger
- 1927: Arthur Achleitner, deutscher Schriftsteller
- 1930: Ilja Repin, russischer Maler
- 1937: Raymond Ewry, Teilnehmer der zweiten olympischen Sommerspiele 1900 in Paris
- 1941: Friedrich Engel, deutscher Mathematiker
- 1942: Ida Dehmel, deutsche Lyrikerin und Frauenrechtlerin
- 1944: Wilhelm Leuschner, deutscher Politiker und Widerstandskämpfer
- 1950: Duarte Leite Pereira da Silva, portugiesischer Historiker, Journalist, Diplomat und Politiker, Finanzminister und Regierungschef
- 1953: Ernst Reuter, deutscher SPD-Politiker, 1948–1953 Regierender Bürgermeister von Berlin
- 1959: Matthäus Herrmann, deutscher SPD-Politiker, MdB 1949–1953
- 1968: Paul Radmilovic, britischer Wasserballer und Schwimmer
- 1971: Walter Bartram, deutscher CDU-Politiker, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein 1950–1951
- 1973: Wystan Hugh Auden, englischer Schriftsteller
- 1977: Hans Habe, deutscher Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor
- 1977: Alexander Nikolajewitsch Tscherepnin, russischer Komponist
- 1979: Francisco Macías Nguema, erster Präsident von Äquatorialguinea
- 1982: Franz Seume, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1986: Helmut Qualtinger, österreichischer Schauspieler, Schriftsteller, Kabarettist und Rezitator
- 1987: Henry Ford II, Präsident der Ford Motor Company
- 1995: Gerd Bucerius, deutscher Verleger und Politiker
- 1997: Roy Lichtenstein, US-amerikanischer Lehrer und Künstler der Pop-Art
- 1999: Johannes Gross, deutscher Publizist, Korrespondent, Chefredakteur und Herausgeber
- 2002: Hans-Georg Stümke, Historiker und Publizist, Mitbegründer der deutschen Schwulenbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg
- 2004: Alberto Camenzind, schweizerischer Architekt
- 2004: Antje Weisgerber, deutsche Schauspielerin
- 2004: August Lang, deutscher CSU-Politiker, Minister in Bayern
- 2004: Christer Pettersson, Hauptverdächtiger im Mordfall Olof Palme
- 2004: Heinz Wallberg, deutscher Dirigent
- 2004: Richard Sainct, dreimaliger Gewinner der Rallye Paris-Dakar auf dem Motorrad
- 2004: Thure von Uexküll, deutscher Arzt
- 2005: Rolf Winter, deutscher Journalist
- 2006: Jan Werner Danielsen, norwegischer Sänger
- 2006: Louis-Albert Kardinal Vachon, emeritierter Erzbischof von Quebec
Feier- und Gedenktage
Links
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