Die Antwort Zweiundvierzig ist das bekannteste und populärste Zitat aus der Romanreihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. „42“ ist in dieser Buchreihe die Antwort auf die vom Autor bewusst unklar gelassene Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Sie bringt zum Ausdruck, dass mit einer Antwort nichts anzufangen ist, wenn die entsprechende Frage nicht präzise gestellt war.
Inhaltsverzeichnis |
Der Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams avancierte innerhalb kurzer Zeit zu einem Klassiker der Science-Fiction-Literatur. Er zeichnet sich wie viele Werke Adams’ dadurch aus, dass er verschiedene Aspekte des Lebens parodiert, ins Groteske und Absurde verzerrt oder aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel betrachtet. Zumeist hält er mit den vordergründig phantastischen und kunterbunt wirkenden Geschichten der Menschheit mit ihren vermeintlich sinnvollen Motiven und vermeintlich gesicherten Ansichten einen Spiegel vor. Dieses wird besonders in einem Motiv zugespitzt, das ganz direkt die beständige Suche der Menschen nach dem Sinn des Seins karikiert.
In der Handlung des Romans wird der eigens dafür gebaute Computer Deep Thought (deutsch: „Tiefer Gedanke“, bzw. frei: "gründliches Nachdenken", aber auch eine Anspielung auf 'Deep Throat', den Titel eines skandalösen US-amerikanischen Pornofilms ist und den Decknamen von Mark Felt, der als stellvertretender Direktor des FBI die 'Watergate'-Affaire ins Rollen brachte, ohne sich selbst dabei zu erkennen zu geben) von Außerirdischen damit beauftragt, die Antwort auf die Frage aller Fragen, nämlich die „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ zu errechnen. Nach langer Rechenzeit von 7,5 Millionen Jahren erbringt er dann die Antwort, nämlich „Zweiundvierzig“. Diese Antwort ist natürlich unbefriedigend – im Text zusätzlich dadurch pointiert, dass Deep Thought gegenüber den gespannt wartenden, extra für diesen Moment auserwählten Außerirdischen die Antwort verzögert und vorausschickt, ihnen werde die Antwort nicht gefallen.
Der Computer weist darauf hin, dass die Frage niemals präzise gestellt wurde („I think the problem, to be quite honest with you, is that you've never actually known what the question is.“). Er schlägt ihnen deshalb vor, einen noch größeren, von ihm erdachten Computer zu bauen, der fähig ist, die Frage zur Antwort zu finden. Dieser Computer wird dann auch gebaut und dessen Programm zur Suche der Frage auf die Antwort gestartet. Wie sich im Romanverlauf herausstellt, ist dies der Planet Erde, der seine Aufgabe aber nie vollenden kann, weil er kurz vor Ablauf des Programms im Rahmen des Verkehrsprojekts einer Hyperraumumgehungsstraße von den Vogonen gesprengt wird.
Im Buch finden sich viele Hinweise auf vermeintliche Deutungen der Zahl. Im zweiten Teil („Das Restaurant am Ende des Universums“) gelingt es dem Protagonisten, Arthur Dent, als er auf der prähistorischen Erde gestrandet ist, mit Hilfe eines selbstgeschnitzten Scrabblespiels, aus dem er zufällig Buchstaben zieht, in Gemeinschaft einiger Frühmenschen die Frage zu legen – eine Anspielung auf ein plakatives Bild der Evolutionstheorie, bei dem das Resultat der Evolution mit dem Ergebnis verglichen wird, welches herauskommt, wenn 100 Affen auf einer Schreibmaschine schreiben. Paradoxerweise kommt beim Scrabble ein sinnvoller Satz heraus, welcher lautet: „Wieviel ist sechs multipliziert mit neun“. (Anmerkung: Die Formel „neun multipliziert mit sechs“ würde nur in einem 13er-Stellenwertsystem 42 ergeben: 4213 = 4·1310 + 2·110 = 5410 = 610·910 = 613·913).
Das vermeintliche Geheimnis um die Zahl zieht sich wie ein roter Faden auch durch die nachfolgenden Bände der Romanreihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ und gab Anlass zu vielfältigen Spekulationen um ihre Herkunft. Insbesondere in der Usenet- und Internetkultur wurde „42“ schnell zum geflügelten Wort, und ihre Erwähnung und Verwendung wurde sehr populär. Ebenso wie im Buch werden auch hier der Zahl immer wieder neue Bedeutungen und Mythen zugeschrieben, da im Buch keine vordergründige Auflösung geboten wird.
Die Entstehung der Zahl selbst klärte der Autor Douglas Adams in einem Usenet-Beitrag 1993 auf. Auf die Frage, warum die Antwort „42“ sei, schrieb er:[1]
Das Fehlen einer vordergründigen Erklärung und einer eindeutigen Frage zu „42“ stellt jedoch gerade den philosophischen Hintergrund und das Wesen des Wissens als solches heraus: Antworten sind ohne die dazugehörigen Fragen nutzlos. Echtes Wissen besteht somit immer aus Frage und Antwort, und Antworten generieren neue Fragen. [2] So stellte der österreichische Philosoph Ludwig Wittgenstein gegen Ende seines „Tractatus Logico-Philosophicus“ unter 6.5. fest: „Zu einer Antwort, die man nicht aussprechen kann, kann man auch die Frage nicht aussprechen.“
Zugleich spottet Adams mit dieser Episode über die Menschheit, die stets nach Antworten sucht, ohne sich wie im Fall der gern gestellten Sinnfragen Gedanken um die konkrete Fragestellung und den Sinn der Frage an sich zu machen.