Das A-Netz war das erste Mobilfunksystem für Telefonie in der Bundesrepublik Deutschland. Es wurde von 1958 an von der Bundespost unter der Bezeichnung Öffentlicher beweglicher Landfunk (ÖbL) eingeführt und existierte bis 1977. Es handelte sich um ein analoges Netz, bei dem die Gespräche handvermittelt wurden. Wurde der Funkbereich einer Landfunkstelle verlassen, so brach das Gespräch ab und musste neu aufgebaut werden. (Vorläufer ab 1950: "Hafenfunk" in Bremen, Cuxhaven, Hamburg und Kiel; "Rheinfunkdienst" Düsseldorf und Mannheim; "Fahrzeugfunk" in Berlin (West).)
Das Volumen, das die ersten Geräte einnahmen, war beträchtlich. Man musste am Anfang ein Auto mit einem nicht allzu kleinen Kofferraum haben, um die notwendige Technik unterzubringen. Für die Personen, die sich schon damals ein Mobiltelefon leisten konnten (Wirtschaftsfunktionäre, Spitzenpolitiker), war es jedoch kein Problem, die Sendetechnik im Kofferraum großer Limousinen einbauen zu lassen. Im Fahrgastraum war nur ein kleines Bediengerät mit dem Hörer. Mit dem Siegeszug des Transistors Mitte der 60er Jahre schrumpften die Geräte aber auf Schuhkartonformat.
Technische Daten:
Das Netz wurde ständig weiter ausgebaut, bis 1968 ca. 80 % Flächendeckung (Westdeutschlands) erreicht wurde. Die Kapazitätsgrenze von knapp 11.000 Teilnehmern wurde 1971 erreicht. Um die Nachfrage zu drosseln wurde die monatliche Grundgebühr schlagartig von DM 65 (A2, A3 Netz DM 45 ) auf DM 270 angehoben.[1]
1972 wurde das B-Netz in Betrieb genommen, und die meisten Kunden stiegen darauf um. Als das A-Netz 1977 abgeschaltet wurde, hatte es noch 787 Teilnehmer.
Die Frequenzen wurden 1980, nach Abschaltung des A-Netzes, für ein erweitertes B-Netz, das B2-Netz, eingesetzt.