Abodriten

Dieser Artikel beschreibt dem Stammesverband der Obodriten/Abodriten. Das gleichnamige Adelsgeschlecht, siehe Obodriten (Adel)
Stammesgebiet der Abodriten Abodriti um das Jahr 1000
Stammesgebiet der Abodriten Abodriti um das Jahr 1000

Die Abodriten (auch Abotriten, Obotriten/Obodriten, Bodrizen) waren ein mittelalterlicher elbslawischer Stammesverband (einer Untergruppe der Westslawen) auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg und Holstein. Zeitweise ist Liubice (siehe auch: Lübeck), die an der Einmündung der Schwartau in die Trave gelegene Burgsiedlung (Alt-)Lübeck, der Sitz der meist aus dem Geschlecht der Nakoniden stammenden Herrscher der Obodriten.

Sie waren traditionell mit dem ebenfalls slawischen Stammesverband der Wilzen verfeindet. Der Zwist geht vermutlich auf Gebietsstreitigkeiten zurück. Aus dem Volk der Obotriten ging das bis 1918 herrschende mecklenburgische Fürstengeschlecht der Obodriten hervor.

Geschichte

Siehe auch

Literatur

  • Peter Donat: Die Mecklenburg vor 1000 Jahren. Zur historischen Situation in der Mecklenburg und bei den Obodriten während der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts. in: Wolf Karge u.a. (Hg.), Ein Jahrtausend Mecklenburg und Vorpommern. Biographie einer norddeutschen Region in Einzeldarstellungen, Rostock 1995, 10-15
  • Peter Donat: Archäologische Beiträge zur obodritischen Geschichte und Kultur im 12. Jahrhundert. in: Mecklenburgische Jahrbücher 113 (1998), 125-138
  • Michael Müller-Wille: Slawische Besiedlung im obodritischen Herrschaftsbereich. Neuere Beiträge der Archäologie, Onomastik, Dendrochronologie und Paläobotanik. in: P. Ettel u.a. (Hrsg.), Interdisziplinäre Beiträge zur Siedlungsarchäologie. Gedenkschrift für Walter Janssen, (=Studia honoraria 17), Rahden i.Westf. 2002, 243–253
  • Michael Müller-Wille: Zwischen Kieler Förde und Wismarbucht. Archäologie der Obodriten vom späten 7. bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts; in: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 83 (2002), 243-264
  • Robert Bohn: Geschichte Schleswig-Holsteins, München 2006 (Verlag C.H. Beck), ISBN 978-3-406-50891-2
Quelle:
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