Aconcagua

Cerro Aconcagua
Der Cerro Aconcagua im Januar 2005

Der Cerro Aconcagua im Januar 2005

Höhe 6.962 m
Lage Mendoza, Argentinien, Südamerika
Gebirge Anden
Geographische Lage 32° 39' 12" S, 70° 0' 42" W
Erstbesteigung 1897 M. Zurbriggen
Besonderheiten Höchster Berg Südamerikas & Höchster Berg außerhalb von Asien

Der Aconcagua (mit komplettem Namen: Cerro Aconcagua) ist mit 6.962 m der höchste Berg Südamerikas und gleichzeitig der höchste Berg außerhalb Asiens.

Er befindet sich in den argentinischen Anden in der Provinz Mendoza nahe an der chilenischen Grenze. Er besitzt fünf Hanggletscher und bis zu zehn Kilometer lange Gletscher. Die Bedeutung des Namens ist unklar. Es wird vermutet, dass er sich von Arauca Aconca-Hue oder Ackon Cahuak (Quechua- Sprache) ableitet, was in etwa „steinerner Wächter“ bedeutet.

Die erste erwähnte Expedition wurde im Dezember 1896 vom Briten Edward Fitzgerald angeführt. Der Schweizer Matthias Zurbriggen erreichte am 14. Januar 1897 als erster den Gipfel, wenige Tage später folgten zwei weitere Expeditionsteilnehmer (Nicolas Lanti und Stuart Vines). Der erste Argentinier auf dem Gipfel war am 8. März 1934 der Soldat Nicolás Plantamura, die erste Frau die Französin Adriana Banca am 7. März 1940.

Die beste Zeit zum Ersteigen des Gipfels ist von November bis März. Am Fuß des Berges befinden sich zwei gut ausgerüstete Basislager, in denen während der Saison permanent Nationalpark-Führer stationiert sind. Vor der Besteigung muss in der Verwaltung des Aconcagua-Parks in Mendoza persönlich eine Erlaubnis gekauft werden.

Blick von Süden nahe dem Grenzpass Cristo Redentor auf den Aconcagua
Blick von Süden nahe dem Grenzpass Cristo Redentor auf den Aconcagua
Überflug des Aconcagua beim Landeanflug auf Santiago de Chile
Überflug des Aconcagua beim Landeanflug auf Santiago de Chile

Der Berg gilt unter Bergsteigern als von der Nordseite „leicht“ zu ersteigender Berg. Die normale Route vom Basislager „Plaza de Mulas“ aus ist ohne Verwendung von Klettertechniken zu bewältigen. Durch die extreme Höhe birgt die Besteigung dennoch erhebliche Gefahren. Da der atmosphärische Druck am Gipfel nur etwa 40 % des Drucks auf Meereshöhe beträgt, ist eine lange Akklimatisation unabdingbar. Meist werden drei Hochlager eingerichtet. Die Verwendung von Sauerstoffflaschen ist in diesen Höhen nicht üblich.

Die am zweithäufigsten benutzte und nächstschwere „falsche Polenroute“ führt vom Basislager „Plaza Argentina“ zum Beginn des nordöstlichen Glaciar de los Polacos („polnischer Gletscher“). Der Gletscher wird in seinem unteren flachen und spaltenfreien Teil überschritten, und nach Querung eines ca. 25 bis 30 Grad steilen Hangs bei ca. 6.400 m wird der vom Basislager „Plaza de Mulas“ kommende „Normalweg“ erreicht. Die sonnenabgewandte Südseite des Aconcagua ist deutlich schwerer, die Südwand Pared Sur gilt als die schwierigste Aufstiegsroute.

Siehe auch: Seven Summits

Literatur

  • Hartmut Franke: Abenteuer Aconcagua, Ein Thüringer auf dem höchsten Berg Amerikas und der Osterinsel, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 1996, ISBN 3-929000-73-3
  • Jim Ryan: Aconcagua – highest trek in the world, Verlag Cicerone, 2004, ISBN 1-85284-455-8
  • R.J. Secor: Aconcagua – a climbing guide, The Mountaineers Books, 1999, ISBN 0-89886-669-3

Weblinks

Commons
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