Adam Friedrich Zürner (* 15. August 1679 in Marieney im Vogtland; † 18. Dezember 1742 in Dresden) war ein evangelischer Pfarrer und deutscher Kartograph.
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Er war seit 1705 Pfarrer im sächsischen Skassa und gab 1711 die Special-Landt-Charte von Großenhain heraus. Danach folgte in gleicher Weise eine Karte vom Amt Dresden.
Am 12. April 1713 erteilte ihm August der Starke den Auftrag, alle Ämter des Kurfürstentum Sachsen in gleicher Weise wie die beiden Karten der Ämter Großenhain und Dresden in Mappas geographicas zu bringen. Zürner sollte damit die bereits 1586 durch den Markscheider Matthias Öder unter Kurfürst Christian I. begonnene, jedoch aufgrund des Dreißigjährigen Krieges nicht abgeschlossene Vermessung des Kurfürstentums als zweite kursächsische Landesaufnahme zu Ende führen.
Zürner, mit dem Titel "Land- und Grenzkommissar" ausgestattet, konnte im Spätherbst 1718 seine "Neue Chursächsische Post-Charte" vorlegen. Um diesen Auftrag zu erledigen, konstruierte er einen geografischen Messwagen, mit dem sehr genaue Vermessungen durchgeführt werden konnten. Dies war eine Kutsche, in der ein Gestänge die Umdrehungen des Hinterrades auf ein Zählwerk übertrug. Mit seinen Meßwagen legte Zürner etwa 18 000 Meilen zurück. Im Ergebnis dieser Vermessung wurden die steinernen, so genannten kursächsischen Postmeilensäulen in den sächsischen Städten und entlang der Poststraßen errichtet. Die auf den Säulen angegebenen Stundenangaben entsprechen keineswegs - wie oft angenommen - der durchschnittlichen "Postkutschenfahrzeit", sondern sind Entfernungen. Eine Wegstunde entspricht rund 4,5 km, also derjenigen Strecke, die man in einer Zeitstunde zu Fuß zurücklegt.
Zürners Gehilfen waren u.a.: Johann August Richter, Paul Trenckmann, Johann Valerian Fischer.