Adam-Mickiewicz-Universität Posen

Die Adam-Mickiewicz-Universität (polnisch: Uniwersytet im. Adama Mickiewicza) – kurz UAM, ist eine staatliche Universität in der polnischen Stadt Posen.

Inhaltsverzeichnis

Historie

Aula der UAM
Aula der UAM

Vorläufer der Adam-Mickiewicz-Universität Posen war das 1611 von König Sigismund III. Vasa gegründete Jesuitenkolleg Posen. 1903 erfolgte die Gründung einer königlich preußischen Akademie in Posen, die 1919 nach der Jagiellonen-Universität in Krakau und der Warschauer Universität in die dritte staatliche polnische Universität unter dem Namen Piastenuniversität umgestaltet wurde. Der erste Rektor wurde Heliodor Święcicki.

Auf Anordnung Hitlers vom Oktober 1939 wurde die Universität im Sommersemester 1941 als deutsche Reichsuniversität mit Fakultäten für Landwirtschaft, Philosophie und Naturwissenschaften für alle Semester sowie Medizin für vier Semester eröffnet. Später traten hinzu Jura, Staatswissenschaften und Veterinärmedizin. Die Hochschule in dieser Form bestand bis 1944/45. Da alle polnischen Hochschulen von der deutschen Zivilverwaltung geschlossen worden waren, entwickelte sich im Untergrund ein illegales Hochschulwesen. Ehemalige Beschäftigte der UAM schlossen sich zur "Universität der Westgebiete" (Uniwersytet Ziem Zachodnich) zusammen, die ihre Veranstaltungen vor allem in Warschauer Privatwohnungen abhielt.

Den jetzigen Namen Uniwersytet im. Adama Mickiewicza (UAM, Adam Mickiewicz-Universität) erhielt die UAM 1955.

Neuzeit

Universitätsbibliothek
Universitätsbibliothek
Jesuiten-Kolleg
Jesuiten-Kolleg

Derzeit hat die UAM 13 Fakultäten:

  • Fakultät für Biologie
  • Fakultät für Chemie
  • Fakultät für Polnische und klassische Philologie
  • Fakultät für Physik
  • Fakultät für Geowissenschaften
  • Fakultät für Historische Wissenschaften
  • Fakultät für Mathematik und Informatik
  • Fakultät für Sozialwissenschaften
  • Fakultät für Pädagogik
  • Fakultät für Neue Philologie
  • Fakultät für Recht und Verwaltung
  • Fakultät für Theologie

sowie die Pädagogisch-künstlerische Fakultät in Kalisz. Als Einrichtungen der UAM ohne Zugehörigkeit zu einer Fakultät gibt es: Fremdspracheninstitut, Europäisches Institut in Gniezno, Collegium Polonicum in Słubice und das Institut in Kościan. Die Universität hat folgende Außenstellen: Krotoszyn, Ostrów Wielkopolski, Pleszew, Pniewy, Śrem und Wągrowiec.

Der Rektor der UAM ist Prof. Dr. Stanisław Lorenz.

Die Stadt Posen beherbergt außer der UAM noch die

  • Medizinische Universität (Uniwersytet Medyczny im. Karola Marcinkowskiego w Poznaniu)
  • Technische Hochschule (Politechnika Poznańska)
  • Landwirtschaftsuniversität Posen (Akademia Rolnicza w Poznaniu)
  • Wirtschaftsuniversität Posen (Akademia Ekonomiczna w Poznaniu)
  • Sportuniversität Posen (Akademia Wychowania Fizycznego w Poznaniu)
  • Akademie der Feinen Künste Posen (Akademia Sztuk Pięknych w Poznaniu)
  • Musikakademie Posen (Akademia Muzyczna w Poznaniu)

Literatur

  • Königliche Akademie in Posen Festschrift zur Einweihung des Neubaus am 18. januar 1910
  • Die Königliche Akademie zu Posen 1903-1919 von Paul Ssymank, in: Deutsch-wissenschaftliche Zeitschrift im Wartheland, 1941 H. 3/4, S. 1 ff.
  • Die Rolle und Aufgaben einer nationalsozialistischen Universität in den sogen. östlichen Reichsgebieten am Beispiel der Reichsuniversität Posen 1941-1945, in: Informationen zur erziehungs- und bildungshistorischen Forschung 14, 1980, S. 225 ff.

Weblinks


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