Adelheid Schulz (* 31. März 1955 in Lörrach) war ein Mitglied der Rote Armee Fraktion.
Im Juli 1977 mietete Schulz unter falschem Namen eine Hochhauswohnung in Nähe des Anwesens von Jürgen Ponto. Die Villa des Vorstandssprechers der Dresdner Bank AG wurde von dort aus observiert.
Bei der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer im Herbst 1977 spielte Schulz ebenfalls eine tragende Rolle.
Am 1. November 1978 lieferte sie sich auf der Nieuwstraat im Niederländischen Grenzort Kerkrade, zusammen mit einer weiteren Person, eine Schießerei mit vier niederländischen Zollbeamten. Bei dem Schusswechsel werden die beiden Beamten Dionysius de Jong (19) und Johannes Goemans (24) getötet.
Zusammen mit Brigitte Mohnhaupt wurde Schulz am 11. November 1982 in einem Waldstück bei Heusenstamm (Landkreis Offenbach) verhaftet. Drei Jahre später wurde sie, unter anderem wegen Mordes an Buback und Schleyer, zu dreimal lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt. 1994 folgte eine weitere Mordanklage im Zusammenhang mit der Schießerei an der niederländischen Grenze, die sich nun durch Aussagen der in der ehemaligen DDR enttarnten RAF-Terroristen mit Schulz in Verbindung bringen ließ.
Nach 16 Jahren Haft wurde Adelheid Schulz, mit Rücksicht auf ihren schlechten Gesundheitszustand, im Oktober 1998 vorläufig aus der Haft entlassen und schließlich am 26. Februar 2002 durch Bundespräsident Johannes Rau begnadigt.
Brockhaus-1809: Johann Albrecht Peter Schulz
Brockhaus-1911: Schulz [3] · Schulz [4] · Schulz [2] · Schulz · Schulz von Bülow
Herder-1854: Schulz [2] · Schulz [1]
Lueger-1904: Schulz' Röhrenapparat
Meyers-1905: Schulz von Milo · Schulz
Pagel-1901: Schulz, Hugo Paul Friedrich
Pataky-1898: Schulz, Frau Jeannette · Schulz, Frl. Gabriele · Dirnböck-Schulz, Frau Jenny · Schulz, Elise M. H.
Pierer-1857: Schulz von Strasznitzki · Schulz-Bodmer · Schulz · Schulz von Bülau