| Adolf Würth GmbH & Co. KG | |
|---|---|
| Unternehmensform | GmbH & Co. KG |
| Gegründet | 1945 |
| Unternehmenssitz | Künzelsau |
| Schlüsselpersonen |
|
| Mitarbeiter | 4.674 (2006) |
| Umsatz | 967 Mio. € (2006) |
| Branche | |
| Geschäftsfelder | Befestigungs- und Montagetechnik |
| Webseite | http://www.wuerth.de |
Die Adolf Würth GmbH & Co. KG ist ein deutsches, weltweit operierendes Unternehmen im Bereich der Befestigungs- und Montagetechnik. Sie ist Teil der Würth-Gruppe.
Inhaltsverzeichnis |
Würth wurde von Adolf Würth 1946 in Künzelsau gegründet. Nach dem Tod von Adolf Würth übernahm der Sohn Reinhold Würth 1954 im Alter von 19 Jahren gemeinsam mit seiner Mutter Alma Würth die Firma, die zum damaligen Zeitpunkt ein Zweimannunternehmen war.
Seither entwickelte sich das Unternehmen zum weltweit führenden Handelskonzern mit dem Hauptgeschäftsanteil im Vertrieb von Befestigungs- und Montagematerial sowie Werkzeugen mit ca. 120.000 verschiedenen Produkten weiter. Zu seinen 2,5 Millionen Kunden zählen vornehmlich Betriebe aus der Bauwirtschaft, dem Holz- und metallverarbeitenden Handwerk sowie Kraftfahrzeug-Betriebe.
Die heutige Würth-Gruppe operiert weltweit und beschäftigt insgesamt über 60.000 Menschen (Stand 07/2007). Im Ranking "Top 500" der Zeitung "Die Welt" belegte die Würth-Gruppe 2005 Platz 92 und ist damit eines der größten nicht-börsennotierten Unternehmen Deutschlands.
Neben dem deutschen Mutterunternehmen Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau zählen weltweit ca. 370 Gesellschaften in 83 Ländern zum Konzern, die in zwei Linien unterteilt sind:
Generell ist das Unternehmen Würth auf den Vertrieb über Außendienstmitarbeiter spezialisiert. Daneben betreibt es in Deutschland und einigen anderen Ländern einen starken Ausbau des Niederlassungsnetzes.
In einem neuen Industriegebiet in Schwäbisch Hall weihte das Unternehmen am 27. Oktober 2006 seine Anlage ein zur Serienfertigung von Solarzellen ohne Silizium.[1]
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Der Erfolg der Würth-Gruppe beruht nicht nur auf der Spitzenqualität seiner Produkte, sondern auch auf einer ungewöhnlich hohen Motivation ihrer Mitarbeiter. Neben einem Grundgehalt können sich die Außendienstmitarbeiter durch ein differenziertes Prämiensystem Zulagen hinzuverdienen. Die Kehrseite des Firmenerfolgs liegt in einer relativ hohen Fluktuation der Außendienstmitarbeiter von neun Prozent jährlich.[2] Das Problem wurde von der Firmenleitung erkannt, was eine intensive Förderung der Arbeitsanreize zur Folge hatte.[3] Die Konzernfirmen und ausländischen Verkaufsgesellschaften sind weitgehend autonom in ihren Zielsetzungen, deren Durchführung sie allerdings transparent machen müssen. Das Vertrauen in die Kompetenz und Autonomie der Mitarbeiter kommt auch durch eine frühe Einführung der Gleitzeit ohne Zeiterfassungsgeräte zum Ausdruck und durch die vielen Angebote zu Weiterbildung und Freizeit. Auch auf die Qualität der Betriebsfeiern wird eine große Sorgfalt gelegt, da Würth auch hier seinem Grundsatz treu bleibt, dass nur ein hohes Engagement für seine Mitarbeiter auch ein entsprechendes Unternehmensergebnis zur Folge hat.
Würth ist weiterhin bei der architektonischen Umsetzung der ausländischen Filialen dazu übergegangen, seinen Mitarbeitern bei der Auswahl der Architekten und der Planung repräsentativer Verwaltungsgebäude eine freie Hand zu lassen. In der Unternehmenszentrale in Künzelsau können die Mitarbeiter ein firmeninternes Kunstmuseum besichtigen, dessen Ausstellungen drei bis vier Mal jährlich wechseln. Es ist weltweit die erste Kombination eines Firmengebäudes mit einer Kunstgalerie. Außerdem haben sie auch die Möglichkeit, alle Bilder, mit Ausnahme der höchsten Preiskategorie, aus der Würth-Sammlung in einer firmeneigenen Artothek für sechs Monate gegen ein Pfand auszuleihen.
Die Würth-Gruppe ist Eigentümer der gemeinnützigen Stiftung Würth, die sich insbesondere die Kulturförderung zur Aufgabe gemacht hat. Im Verwaltungsgebäude der Konzernzentrale in Künzelsau befindet sich das Museum Würth, im benachbarten Schwäbisch Hall die Kunsthalle Würth. Die Stiftung Würth vergibt zahlreiche Preise in verschiedenen künstlerischen Sparten. Daneben engagiert sich die Stiftung Würth in der Schul- und Hochschulförderung (Fachhochschule Bad Mergentheim, Freie Schule Anne-Sophie in Künzelsau). Würth ist weiterhin Veranstalter des Würth Open-Air Festivals, einem jährlich stattfindenden, mehrtägigen Musikfestival in Künzelsau.
Bis 2006 war Würth Co-Sponsor des spanischen Radsportteams Astana-Würth bzw. seiner Vorgängermannschaften. Nachdem das Team jedoch aufgrund des Dopingskandals um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes von der Teilnahme an der Tour de France 2006 ausgeschlossen worden war, beendete das Unternehmen dieses Engagement mit sofortiger Wirkung am 3. Juli 2006.
Im Jahr 2005 wurde die Künzelsauer Fachhochschule in Reinhold-Würth-Hochschule der Hochschule Heilbronn in Künzelsau umbenannt (RWH-Künzelsau).