Aero Lloyd

Aero Lloyd
Bild:Aero lloyd-logo.gif
Airbus A321 der Aero Lloyd im März 2002 auf dem Flughafen Berlin-Tegel
Gründung: 1979
IATA-Code: YP
ICAO-Code: AEF
Rufzeichen: Aero Lloyd
Sitz: Oberursel
Heimatflughafen: Flughafen Frankfurt am Main
Flottenstärke: zuletzt 21
Ziele:

Aero Lloyd war eine deutsche Fluggesellschaft aus Oberursel.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits im Jahr 1923 tauchte eine Fluggesellschaft unter dem Namen Deutscher AERO LLOYD AG auf, die jedoch 1926 zur Deutschen Lufthansa fusionierte.

Die heutige Airline wurde 1979 als Charterfluggesellschaft durch drei Investoren, darunter unter anderem Christian Baron von Kaltenborn-Stachau, mit einem Anfangskapital von offiziell 300.000 DM beziehungsweise inoffiziell 2,2 Millionen DM und einem Firmensitz in Frankfurt am Main gegründet. Aero Lloyd bekam aber bereits im Juni 1980 die Genehmigung, auch Linienflüge durchführen zu dürfen. Doch bereits im November des selben Jahres hatte sich die Fluglinie fast in die Zahlungsunfähigkeit manövriert, die Mitarbeiter initiierten darauf eigenständig eine Interessensgemeinschaft, um den Flugbetrieb am 1. Februar 1981 wieder aufnehmen zu können. Doch der Betrieb stand unter keinem guten Stern, als am 15. November auch noch der Hauptgesellschafter bei Weyern ermordet aufgefunden wird, stellt die Fluggesellschaft ihren Flugbetrieb am 2. Dezember 1980 ein.

Doch bereits am 20. Dezember tritt die Gesellschaft, jetzt und bis 1982 unter der Führung von Christian Baron von Kaltenborn-Stachau, mit einer neuen Marke, ’’Aero Lloyd Flugreisen GmbH & Co Luftverkehrs KG’’, wieder in den Markt ein. 1990 wird der Firmensitz nach Oberursel im Taunus verlegt. In der Flotte fand man damals drei Sud Aviation Caravelle 10R, deren relativ geringe Größe mit 99 Passagieren ideal für die kleine Airline war. Im ersten Quartal 1982 erweiterte man die Flotte mit der geringfügig größeren Douglas DC-9-32. Ab April 1986 kamen MD-83 und ab März 1988 MD-87 zum Einsatz und diese Baureihe stellte für die nächsten Jahre das Hauptmuster der Aero Lloyd dar. Am 25. Juli 1988 teilte Aero Lloyd mit, dass man „die Genemigung für innerdeutsche Linienflüge erhalten“ habe[1]. Diese wurden dann am 31. Oktober des selben Jahres tatsächlich aufgenommen. 1991 wagte man den großen Schritt, ins Langstreckengeschäft einzusteigen und bestellte zwei McDonnell Douglas MD-11 und unterzeichnete zwei Optionen auf diesen Typen – die Flugzeuge wurden jedoch nie übernommen. Hingegen entschied man sich 1996 zu einem radikalen Flottenwechsel, unter anderem, da der US-amerikanische Flugzeughersteller McDonnell Douglas, bei dem man Stammkunde gewesen war, durch den Konkurrenten Boeing übernommen wurde, und wechselte zu Airbus, in dem man 16 Maschinen der A320-Familie orderte.

Am 16. Oktober 2003 meldete Aero Lloyd beim zuständigen Amtsgericht in Bad Homburg v. d. Höhe Insolvenz an und stellte den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung ein. Die Einleitung des Insolvenzverfahrens war nötig geworden, nachdem die Bayerische Landesbank als Mehrheitsgesellschafter, das vorgelegte Sanierungskonzept abgelehnt hatte. Im Rahmen der Insolvenz der Aero Lloyd übernahm Niki Lauda die Mehrheitsanteile an der Aero Lloyd Austria GmbH und gründet Ende November 2003 mit Niki Luftfahrt GmbH eine neue Billigfluggesellschaft.

Ziele

Trotz der Tatsache, dass die Fluggesellschaft ab 1980 auch Linienflüge durchführen durfte, lag doch immer ein besonderes Augenmerk auf den Bedarfsflügen. Durch die Flugzeugtypen bedingt konnten keine Langstreckenflüge durchgeführt werden.

Flotte

Airbus A321 der Aero Lloyd mit Werbung für Trigema
Airbus A321 der Aero Lloyd mit Werbung für Trigema

(Stand: 16. Oktober 2003)

Siehe auch


Quellen

  1. Aero Lloyd: Presse-Mitteilung Nr. 1
Quelle:
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