Von Aggregation spricht man, wenn einzelne Zellen Verbände bilden, ohne dass dabei ihre Individualität verlorengeht. Aggregation kann durch aktives Zusammenwandern von Einzelzellen oder durch passives Zusammenstoßen und Zusammenkleben von Zellen in Suspensionen erfolgen (Zelladhäsion). Beispiele finden sich bei Pilzen oder Bakterien, wo es auch zu Netzstrukturen oder Symbiose kommen kann.
In der Molekularbiologie sind Aggregationen Zusammenlagerungen von Proteinen in der Zelle. Diese bilden somit Aggregate. Proteinfaltung und Aggregation sind konkurrierende Prozesse.
In der Verhaltensforschung sind Aggregationen einfache Tiergesellschaften, die ohne soziale Bindung durch Umwelteinflüsse entstehen - etwa an Tränken. Auch artübergreifende, anonyme Verbände sind möglich, z.B. bei günstigen Schlafplätzen (Fledermäuse) oder an attraktiven Blüten (Insekten).