| Ahr | |
|---|---|
| Daten | |
| Lage | Eifel, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen |
| Länge | 89 km |
| Quelle | im Ahrgebirge, in Blankenheim |
| Quellhöhe | 520 m |
| Mündung | bei Remagen-Kripp in den Rhein |
| Mittelstädte | Blankenheim, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen |
| Schiffbar | mit Kajak und Kanadier befahrbar |
Die Ahr (von althochdeutsch Aha für Wasser) ist ein linker, etwa 89 km langer Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Sie entspringt im Ahrgebirge auf einer Höhe von etwa 520 Meter über dem Meeresspiegel in Blankenheim im Rahmen einer gefassten Quelle im Keller eines Fachwerkhauses zu Füßen der Blankenheimer Burg in Nordrhein-Westfalen (50° 26' 17" N, 6° 38' 58" O). Nach wenigen Kilometern erreicht sie Rheinland-Pfalz. Über Antweiler, Schuld, Altenahr, Dernau und Bad Neuenahr-Ahrweiler in Richtung Nordosten fließend, mündet sie in der Nähe des Remagener Stadtteils Kripp, aber auf der Gemarkung Sinzig etwa 50 Meter über dem Meeresspiegel in den Rhein. Es handelt sich um eine der wenigen natürlichen Flussmündungen in den Rhein; die Ahrmündung steht unter Naturschutz.
Die Ahr als Hauptfluss und ihre Nebenbäche bilden das zentrale Gewässersystem des zur, im Volksmund so genannten, Osteifel gehörenden Ahrgebirges. Dieses Gewässersystem entwässert ein Niederschlagseinzugsgebiet von rund 900 Quadratkilometern.
Die Länge der Ahr beträgt etwa 89 Kilometer, davon rund 68 km in Rheinland-Pfalz. Sie hat ein Sohlgefälle von 0,4 Prozent im Unterlauf und von 0,4 bis 0,8 Prozent im Oberlauf.
Aus der Quelle strömen pro Minute ca. 700 l Wasser. Das Wasser der Ahr enthält viele stickstoffhaltige Verbindungen wie Ammonium und Nitrat.
Die wesentlichen Ahr-Zuflüsse sind (von der Mündung an flussaufwärts): Harbach (Ahr), Hellenbach, Bachemer Bach, Leimersdorfer Bach, Liersbach, Vischelbach, Sahrbach, Kesselinger Bach, Armuthsbach, Dreisbach (Ahr), Eichenbach (Ahr), Adenauer Bach, Trierbach, Ahbach und Schafbach.
Vereinzelte Siedlungen gab es im Ahrtal spätestens seit der Römerzeit, wie die Römervilla am Silberberg in Ahrweiler beweist. Wegen seiner ursprünglich ungünstigen Verkehrslage ist das Ahrtal – zumindest was Mittel- und Oberlauf betrifft – jedoch erst verhältnismäßig spät dichter besiedelt worden. Das änderte sich etwa ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Ausbau der Siedlungen, der Verkehrswege (Ahrtalbahn) und der landwirtschaftlichen Nutzflächen im Ahrtal führten dazu, dass das Flussbett immer mehr eingeengt wurde. Der Flusslauf wurde begradigt, seine Ufer wurden befestigt. Um Mühlen und Bewässerungssysteme gleichmäßig mit Wasser versorgen zu können, wurden in den Fluss Wehre gebaut. Künstliche Sohlschwellen sollten die Fließgeschwindigkeit verringern und dadurch Erosion verhindern.
Seit einigen Jahren werden Wehre und Sohlschwellen jedoch wieder zurückgebaut, mit dem Ziel, die Gewässerökologie zu verbessern. Im Rahmen des Förderprogramms „Lachs 2000“ wird seit einigen Jahren versucht, Lachs und Meerforelle wieder in der Ahr anzusiedeln.
Bekannt ist die Ahr durch die im Ahrtal ab der Gemeinde Altenahr flussabwärts angelegten Weinberge (Weinbaugebiet). Das Weinbaugebiet Ahr ist das größte geschlossene Rotweinanbaugebiet in Deutschland. Der Rotweinwanderweg führt durch die Südhänge des unteren Ahrtals.
2007 wird der Ahr-Radweg zwischen Remagen-Kripp und Blankenheim fertiggestellt. Er hat eine Länge von 77 Kilometern und folgt oberhalb von Dümpelfeld überwiegend der Trasse der stillgelegten Ahrtalbahn. Der Radweg ist gut ausgebaut und beschildert.
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