Der Akkusativ (v. lat.: accusare = anklagen; falsche Übersetzung von griechisch αιτιατική, korrekt wäre "Effektiv" oder "Kausativ"), oder auch Wenfall, ist in Akkusativsprachen der Fall, der in der Grammatik das Patiens des transitiven Satzes markiert. Er wird in der deutschen Grammatik auch als der 4. Fall bezeichnet. Die Bezeichnung Akkusativ leitet sich vom lateinischen casus accusativus (die Anklage betreffender Fall - s. oben) ab.
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Der Akkusativ ist ein morphologischer Kasus, dessen Formen zum größten Teil (außer im Maskulin Singular) mit jenen des Nominativs zusammenfallen.
Beispiele:
Der Akkusativ kann durch die Rektion von Verben, Präpositionen und Adjektiven verlangt werden.
Präpositionen:
Einige Präpositionen können je nach Verwendung sowohl Akkusativ als auch Dativ verlangen. Wenn diese sogenannten Wechselpräpositionen statische Bedeutung haben, folgt Dativ, handelt es sich um einen Ortswechsel, folgt Akkusativ. Beispiel: Wo wohnt er? - Er wohnt in der Stadt (Dativ). Aber: Wohin geht er? Er geht in die Stadt (Akkusativ).
Verben
Adjektive
Der Gleichsetzungsakkusativ (auch prädikativer Akkusativ) tritt nur bei bestimmten Verben wie z.B. nennen, schelten, taufen etc. auf. Er steht ohne Präposition neben dem Akkusativobjekt und bezieht sich eng darauf.
Beispiel:
Der adverbiale Akkusativ (auch Adverbialakkusativ) bezeichnet eine Zeitdauer (1 und 2) oder Strecke (3 und 4) und kann nicht durch ein Pronomen ersetzt werden. Er wird nicht vom Verb verlangt und kann also auch bei Verben stehen, die keine Ergänzung im Akkusativ haben (2). Bei der Umwandlung eines Aktivsatzes (3) in einen Passivsatz (4) bleibt er erhalten.
Beispiele
Als absoluter Akkusativ werden Satzglieder im Akkusativ bezeichnet, die nicht durch das Prädikat (Verb oder Adjektiv mit sein) verlangt werden, wie zum Beispiel der adverbiale Akkusativ. Häufig wird der Begriff aber eingeschränkt verwendet, und bezeichnet nur solche Satzglieder, die nicht unter die Definition des adverbialen Akkusativs fallen und meistens als elliptische Konstruktionen gedeutet werden.
Beispiel:
Satz: "Den Großvater soll man grüßen.
Frage: "Wen oder was soll man grüßen?"
Antwort: "Den Großvater!"
Satz: "Maurizo soll man fragen, weil er es weiß!
Frage: "Wen oder was soll man fragen??
Antwort: "Den Maurizio, weil er es weiß!
Frage: "Wen oder was könnte man denn da fragen?"
Antwort: "Das Wiktionary!"
Im Englischen können Reste des Akkusativs bei den Pronomina gefunden werden, wie zum Beispiel him (zu he) und whom (zu who). Allerdings ist die Bezeichnung für das Englische nicht geeignet, da die Formen des Akkusativs mit jenen des Dativs zusammengefallen sind. Im Altenglischen wurde der Dativ him vom Akkusativ hine unterschieden. Für das moderne Englisch spricht man besser von Objektiv (engl.: "direct object").
Im Lateinischen steht der Akkusativ unter anderem bei einigen Präpositionen, z. B. bei apud, ad, contra. Er fungiert aber auch als Richtungskasus (Lativ). So heißt zum Beispiel "Romam ire" so viel wie "nach Rom gehen".
| Wiktionary: Akkusativ – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
Kasus: Nominativ | Genitiv | Dativ | Akkusativ Numerus: Singular | Plural | Singularetantum | Pluraletantum
Genus: Maskulinum | Femininum | Neutrum