Albertina (Wien)

Ein Junger Feldhase, Albrecht Dürer 1502 - Teil der Albertina-Sammlung
Ein Junger Feldhase, Albrecht Dürer 1502 - Teil der Albertina-Sammlung

Die Albertina ist ein Museum im Palais Erzherzog Albrecht im Stadtzentrum von Wien. Es beherbergt eine der größten und bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt mit einem Umfang von ungefähr 65 000 Zeichnungen und über 1 Million druckgrafischen Blättern. Der Rahmen der ausgestellten und archivierten Exponate reicht von der Spätgotik bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Der Name "Albertina" stammt von ihrem Begründer Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen.

Geschichte

Die grafische Sammlung wurde von Herzog Albert in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts in der Burg Pressburg angelegt, in der er in den Jahre 1765 bis 1781 als Gouverneur des Königreichs Ungarn wohnte.

Die Gründungsurkunde der Albertina stammt vom 4. Juli 1776. Dass das Datum mit der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten zusammenfällt ist reiner Zufall.

Seit der Übernahme des heutigen Palais Erzherzog Albrecht im Jahre 1795 befindet sich dort die Sammlung Albertina. Durch einen folgenden Umbau des Gebäudes wurde dieses an die neuen Bedürfnisse angepasst. Im Jahre 1822 wurde die bedeutende Sammlung erstmals der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Im Gegensatz zu anderen Sammlungen, die dem Adel vorbehalten war, war der Besuch daran geknüpft, dass der Besucher über eigene Schuhe verfügen muss. Damit war zwar noch immer ein Großteil ausgeschlossen, der Besucherkreis aber trotzdem merklich erweitert.

Nach dem Tode des Herzog Albert wurde die Sammlung, wie auch das Gebäude von seinem Erben Erzherzog Karl und später Erzherzog Albrecht sowie Erzherzog Friedrich übernommen. In dieser Zeit erfolgte ein weitere Ausbau der grafischen Sammlung.

Im Frühjahr 1919 gingen Gebäude und Sammlung von den Habsburgern in den Besitz der Republik Österreich über. 1920 wurde die Sammlung mit dem Bestand der Druckgrafiken der ehemaligen Kaiserlichen Hofbibliothek vereinigt. Zum damaligen Zeitpunkt wurden zwar alle privaten Besitztümer aus dem Palais von den ehemaligen Besitzern ausgeräumt. Die Sammlungen sind jedoch auf Grunde der Stiftungsurkunde an das Palais gebunden. Seit 1921 tragen Gebäude und Sammlung den Namen Albertina.

Von 1996 - 2003 war die Albertina für die Öffentlichkeit gesperrt und wurde komplett umgestaltet. Bereits im Jahr nach der Wiederöffnung hatte das Museum die meisten Besucher österreichweit. Heute können in der zugänglichen Sammlung unter anderem Werke von Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael, Peter Paul Rubens, Oskar Kokoschka, Rembrandt, Albrecht Dürer, Gustav Klimt und Egon Schiele begutachtet werden. Zusätzlich zu der permanenten Ausstellung werden immer wieder zeitlich befristete Ausstellung durchgeführt, wie 2006 über Pablo Picasso.

Siehe auch


Weblinks

Commons
Commons: Albertina Wien – Bilder, Videos und Audiodateien

Quelle:
Artikel Albertina (Wien) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Tipp: Zeno.org bei Google Maps
Empfehlungen
Milwaukee Art Museum, Albertina Wien Deutsches Historisches Museum Berlin (Hrsg.)
58,00 €

Milwaukee Art Museum, Albertina Wien Deutsches Historisches Museum Berlin (Hrsg.)
58,00 €

Feurstein, Michaela; Milchram, Gerhard
23,80 €



Glück, Alexander; LaSperanza, Marcello; Ryborz, Peter
34,90 €

Miklin, Richard
19,00 €

Römer, Christoph
18,40 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren