| Aldi Nord / Aldi Süd | |
|---|---|
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| Unternehmensform | |
| Gründung | 1913 |
| Unternehmenssitz | Essen (Aldi-Nord) bzw. Mülheim an der Ruhr (Aldi-Süd) |
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Karl Albrecht (Aldi Süd), Theo Albrecht (Aldi Nord) |
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| Umsatz | 38,6 Mrd. EUR (2006)[1] |
| Branche | Lebensmitteleinzelhandel |
| Website | www.aldi.com |
Aldi ist der Kurzname der beiden weltweit operierenden deutschen Handelsunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd (eigene Schreibweise ALDI SÜD). Der Firmenname Aldi ist eine Abkürzung und steht für Albrecht-Discount.
Inhaltsverzeichnis |
Aldi geht auf ein 1913 gegründetes Lebensmittelgeschäft in Essen zurück. Es handelte sich um ein kleines Ladengeschäft von 35 m², das von der Mutter von Karl Albrecht und Theo Albrecht betrieben wurde. Nach dem Krieg übernahmen Karl und Theo den elterlichen Betrieb. Im Essener Ortsteil Schonnebeck eröffneten sie bald ein größeres Geschäft. Sie expandierten weiter und hatten es bis 1950 bereits zu einer kleinen Lebensmittelkette von 13 Geschäften herkömmlicher Prägung gebracht. 1960, im Jahr der Aufteilung in Aldi Nord und Aldi Süd, waren es bereits 300 Läden mit einem Umsatz von 90 Millionen DM. Aldi expandiert auch heute noch weltweit mit Erfolg.
Die Geschäftsidee der beiden Brüder Albrecht war es, den damals gesetzlich erlaubten Rabatt von 3 % von vornherein vom Preis abzuziehen. Außerdem wurde das gesamte Warensortiment rigoros zusammengestrichen. Es wurde an allem gespart, was teuer war oder unnötige Kosten verursachte: Aldi verzichtete auf aufwändige Dekoration und Ladenausstattung, strich teure Reklame und kostenintensive Frischwaren aus dem Programm. Nicht zuletzt sparte Aldi auch bei der Ladenmiete, indem die Verkaufsfläche der Läden verhältnismäßig klein gehalten wurde. Die dadurch gewonnene Kostenreduktion wurde an die Endverbraucher in Form niedrigerer Preise weitergegeben.
Die beiden Konzerne sind freundschaftlich verbunden und treten gelegentlich gemeinsam auf, z.B. mit gemeinsamen Handelsmarken oder gegenüber Lieferanten. Rechtlich, organisatorisch und seit 1966 auch finanziell sind beide Konzerne völlig unabhängig.
Zurzeit besteht Aldi Nord aus 35 rechtlich selbstständigen Regionalgesellschaften mit etwa 2.500 Filialen und Aldi Süd aus ca. 31 Gesellschaften mit ca. 1.600 Filialen in West- und Süddeutschland. Die Grenze zwischen Aldi Nord und Aldi Süd, auch Aldi-Äquator genannt, verläuft vom Niederrhein über Mülheim an der Ruhr, Wermelskirchen, Marburg, Siegen, Gießen nach Osten bis nördlich von Fulda. Die Neuen Bundesländer sind – bis auf eine Filiale im thüringischen Sonneberg, die aus Bayern beliefert wird – vollständig Aldi-Nord-Gebiet. Den Regionalgesellschaften, die als Kommanditgesellschaften geführt werden, steht jeweils ein Geschäftsführer vor, der die KG leitet. Dieser fungiert als Kommanditist und muss lediglich der Geschäftsleitung in Essen (Aldi-Nord), bzw. Mülheim an der Ruhr (Aldi-Süd) Rechenschaft ablegen. Die jeweiligen Regionalgesellschaften haben ihren Sitz zumeist außerhalb der größeren Ballungszentren, verfügen jedoch grundsätzlich über einen nahe gelegenen Autobahnanschluss, damit die Ware schnellstmöglich zu den Filialen transportiert werden kann. Aldi Nord hat ihre Zentren beispielsweise in Bargteheide, Barleben, Beucha, Beverstedt, Datteln, Essen, Greven, Hann. Münden, Hemmoor, Hesel, Herten, Horst, Hoyerswerda, Jarmen, Lehrte, Lingen, Minden, Nortorf, Radevormwald, Rinteln, Salzgitter, Scharbeutz, Schloß Holte, Schwelm, Werl und Weyhe. In Weyhe befindet sich auch die Kaffeerösterei von Aldi Nord.
Aldi tritt in Österreich unter dem Namen Hofer auf, wobei aber das gleiche Konzept und Logo wie bei Aldi-Süd durchgesetzt wird. Österreich gilt als „Probiermarkt“ für neue Marktversuche des Aldi-Konzerns, da Österreich ähnliche Kaufkraft und Kaufverhalten wie Deutschland bietet, es sich aber um ein kleineres, begrenztes Marktgebiet handelt. Beispiele, die in Österreich erprobt wurden:
Die Aldi-Gruppe betreibt rund 6.600 Filialen auf der ganzen Welt (Gesamtzahl schwankt je nach Quellenangabe). Jede Woche kommt im Schnitt eine Filiale irgendwo auf der Welt hinzu.
Aldi Nord ist zuständig für Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal und Dänemark. Aldi Süd kümmert sich um die Märkte in Österreich, Großbritannien, Irland, USA, Australien, Schweiz und Slowenien. Aktuell ist weiterhin die Erschließung der Schweiz und Sloweniens. In der Schweiz wurden im Oktober 2005 die ersten Filialen eröffnet. In Ungarn ist der Markteintritt 2006 und in Griechenland sowie Polen ab 2007 geplant.
Während Aldi Nord seine niederländischen und belgischen Tochtergesellschaften Combi und Lansa mittlerweile in Aldi umfirmiert hat, ist Aldi Süd um regional gefärbte Marktauftritte bemüht und tritt in Deutschland explizit als Aldi Süd, in der Schweiz als Aldi Suisse und in Österreich und Slowenien als Hofer auf.
| Land | Name | Aldi-Konzern | seit | Anzahl der Filialen (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Aldi | Nord | 1946 | 2.400 |
| Aldi Süd | Süd | 1946 | 1.610 | |
| Schweiz | Aldi Suisse | Süd | 27.10.2005 | 31 |
| Österreich | Hofer | Süd | 1968 | 369[2] |
| Belgien | Aldi | Nord | ca. 1973 | 380 |
| Niederlande | Aldi | Nord | ca. 1975 | 405 |
| Luxemburg | Aldi | Nord | ca. 1990 | 12 |
| Frankreich | Aldi | Nord | 1988 | 680 |
| Spanien | Aldi | Nord | 2002 | 130 |
| Portugal | Aldi | Nord | 29.6.2006 | 5 |
| Dänemark | Aldi | Nord | 1977 | 230 |
| Slowenien | Hofer | Süd | Dez. 2005 | 29 |
| Vereinigtes Königreich | Aldi | Süd | 1989 | 310 |
| Irland | Aldi | Süd | 1998 | 34 |
| USA | Aldi | Süd | 1976 | 818 |
| Australien | Aldi | Süd | Jan. 2001 | 140 |
Im Mannheimer Stadtteil Waldhof erprobte Aldi Süd ein neues Marktkonzept mit dem Namen Tausendundeine Gelegenheit. In dem am 4. April 2005 eröffneten Laden wurden nicht abgesetzte Schnäppchenprodukte (Aldi-Aktionsware) zu nochmals stark ermäßigten Preisen verkauft. Da das Konzept sich jedoch nicht bewährte, wurde der Laden am 30. Juni 2007 wieder geschlossen.
Umsätze und Erträge der Gruppe wurden bis zum Jahr 2000 nicht veröffentlicht. Ab dem Jahr 2001 werden die Zahlen zumindest für die Gesellschaften Nord im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Umsatz im Jahr 2003 wird für die Gruppe in Deutschland von Experten auf ca. 23,5 Mrd. € taxiert, die Umsatzrendite auf ca. 3 % bis 4 %. Aldi Nord und Süd befinden sich vollständig in Familienbesitz. Die Kapitalausstattung wird als sehr solide bezeichnet; es wird vermutet, dass Nord und Süd auf Bankenkredite und andere langfristige Verbindlichkeiten verzichten können. Soweit bekannt, ist Aldi Nord über seine Immobilientochter Eigentümer sämtlicher Logistikzentren. Der Filialbestand ist ebenfalls größtenteils Eigentum, gemietete Objekte werden verstärkt durch eigene Objekte im Zuge des Flächentausches und der Vergrößerung ersetzt. Aldi Süd ist ebenfalls Eigentümer fast aller Gebäude (Märkte, Logistikzentren) und Grundstücke, hat kürzlich aber auch Fremdkapital aufgenommen, um die weitere Immobilienexpansion finanzieren zu können. Damit verlässt zumindest Aldi Süd den bisherigen Weg der totalen Unabhängigkeit von Kreditgebern durch das Vermeiden von Fremdkapital. Die Finanzstrategie divergiert damit zwischen Nord und Süd.
Bis Anfang der 1980er Jahre hatte Aldi den Ruf eines Arme-Leute-Ladens; Aldi-Produkte galten als qualitativ hinreichend solide, aber ohne soziales Image. Das haftet Aldi mittlerweile nicht mehr an: Aldi konnte mehrmals mit sehr guten Testergebnissen bei der Stiftung Warentest punkten.
Eine klare flache Organisationshierarchie und ebenso einfache klare Unternehmensgrundsätze bilden die Unternehmensphilosophie. Die teilweise günstigen Preise bei Aldi sind auf eine effiziente Struktur, basierend auf rigoroser Mitarbeiterführung (bei allerdings meist überdurchschnittlicher Bezahlung), straffer Logistik, eine starke Position gegenüber Lieferanten und spartanischer Darbietung der Waren zurückzuführen.
Die Grundidee ist, nur Produkte im Sortiment zu führen, die bei einem gewissen Mindestumsatz eine hohe Warenumschlagshäufigkeit aufweisen. Das Sortiment ist somit verhältnismäßig schmal und besteht aus rund 700 Artikeln, die vorwiegend für den Durchschnittskunden interessant sind. Aldi Nord verkauft erst seit 2004 loses Obst und Gemüse, das – anders als bei Aldi Süd – an der Kasse abgewogen wird. Mit Ferrero hat Aldi Süd – neben Haribo – nun weitere Produkte von Markenherstellern im Sortiment.
Sehr erfolgreich sind Nord und Süd im Kaffeegeschäft: Der gesamte Röstkaffee wird in eigenen Röstereien hergestellt, der von Aldi Nord wird in Weyhe produziert. Aldi hat auch den größten Weinabsatz in Deutschland und ist in vielen anderen Warengruppen ebenfalls Marktführer.
Der steigende Anteil der Non-Food-Waren zieht sich seit Anfang 1990er Jahre wie ein roter Faden durch die Firmengeschichte nicht nur von Aldi, sondern auch von anderen Lebensmittel-Discountern. Im Unterschied zu Lebensmitteln haben Non-Food-Waren den Charakter kurzzeitiger Aktionsangebote. Mitunter wird im Rahmen einer Themenwoche ein Sortiment artverwandter Artikel angeboten, z.B. ein breites Sortiment an Campingprodukten.
Während sich in der Frühzeit der Non-Food-Bereich eher auf Textilien und Haushaltsgegenstände beschränkte, erweiterte sich das Angebot im Laufe der 1990er Jahre immer mehr auf Unterhaltungselektronik. Einen Höhepunkt erreichte die Non-Food-Sparte durch den sogenannten Aldi-PC, einen in großen Zeitabständen für den Massenmarkt eigens von Aldi in Auftrag gegebenen Personal-Computer.
Der erste Aldi-PC wurde im Frühjahr 1998 auf den Markt gebracht, zur Zeit des beginnenden Internet-Booms. Auf die ersten Aldi-PCs gab es einen regelrechten Run, da der Bedarf an Consumer-PCs auf dem Markt nicht sofort von den bisher den PC-Markt dominierenden Handelsketten gedeckt werden konnte und der Aldi-PC dank enorm hoher Absatzzahlen preisgünstig verkauft werden konnte. Besonders angesprochen waren dabei in erster Linie Familien mit unterem und mittlerem Einkommen.
Der seit Jahren gleiche Handelspartner und Hersteller der allermeisten technischen Geräte, die es bei Aldi gibt, ist Medion. In den Aldi-Süd-Filialen werden Produkte der Firma Medion nahezu ausnahmslos (außer der PC und Bildschirme) unter der Pseudonym-Marke „Tevion“ angeboten.
Die Aldi-Gruppe ist der neuntgrößte Textilvermarkter in Deutschland; in diesem Segment setzt der Discounter - allgemein stagnierenden Verkaufszahlen im Textilbereich zum Trotze - über 1,1 Mrd. € pro Jahr um (2004).
Seit 2003/2004 bietet nun auch Aldi Süd in Deutschland Tabakwaren an. Aldi bietet in Deutschland seit Juli 2005 einen Online-Fotoservice, bei dem Papierabzüge von Digitalbildern nach Hause bestellt werden können.
Am 7. Dezember 2005 stieg Aldi nach guten Erfahrungen bei Hofer in Österreich auch in Deutschland ins Mobilfunkgeschäft ein. Sowohl Aldi Nord als auch Aldi Süd bieten den Kunden in Kooperation mit dem Netzbetreiber E-Plus einen günstigen Prepaid-Tarif unter dem Namen Aldi Talk an.
Seit Januar 2007 vermitteln Aldi Nord und Aldi Süd auch in Deutschland Pauschalreisen. Der ausführende Partner ist das Unternehmen „Berge & Meer“, eine TUI-Tochter.
Aldi besitzt keine offizielle PR-Abteilung und hat in der gesamten Unternehmensgeschichte zu keinem Zeitpunkt Geld für externe Marketingagenturen ausgegeben. Die wöchentlichen Anzeigen in den lokalen Zeitungen sehen seit Jahren gleich aus und weisen schlicht und ohne große Werbeslogans auf aktuelle Angebote hin. Die Zeitungsanzeigen lösten vorher regelmäßig erscheinende vierseitige Preislisten ab, die teilweise auch an die Haushalte verteilt wurden.
Allerdings sind Nord und Süd in den vergangenen Jahren bei der Anzeigengestaltung innovativer geworden. Die Zeitungsanzeigen wurden nicht nur größer (1/1 Seite), sondern auch farbig. Weiterhin wurde begonnen, in den Märkten Flugblätter mit den Angeboten der nächsten Woche auszulegen. Während Süd Themenwochen kreierte, bedingt durch zwei Aktionen pro Woche zu einem mehrseitigen Flyer zusammengefasst, beschränkt sich Nord auf ein schlichtes doppelseitiges Flugblatt. Aldi Nord lässt die Flyer ebenso wie die Zeitungsanzeigen von einer konzerneigenen Werbeagentur vorbereiten und schalten, die für den Konzern europaweit tätig ist.
Vor einigen Jahren versuchte sich Aldi Nord in Sachen Selbstvermarktung. Zu den Angeboten des Discounters gehörten neben Aldi-Markt-Bausätzen und LKW-Modellen sogar Strandlaken in den Aldi-Farben. Der Erfolg war aber eher zweifelhaft und entbehrte nicht einer gewissen Ironie. Dennoch werden die Modelle heute zu Sammlerpreisen gehandelt.
Aldi Suisse wirbt wöchentlich in größeren Tageszeitungen mit einem einseitigen farbigen Inserat. Daneben wird im Einzugsgebiet auch wöchentlich ein rund 16-seitiges Reklameheft, das fast ausschließlich für Non-Food-Produkte wirbt, verteilt.
Lange Zeit erfolgte die Abfertigung bei Aldi Nord durch Eingabe einer dreistelligen PLU-Nummer, während bei Aldi Süd die DM-Preise direkt eingegeben wurden. Allerdings wurde im Laufe der Zeit das Produktsortiment auch bei Aldi größer und bei der Euro-Bargeldeinführung änderten sich sämtliche Preise, so dass eine Umstellung des Kassensystems notwendig war. Aldi Süd stellte zur Euro-Bargeldeinführung endgültig komplett auf Scannerkassen um. Damit die Kassierer(innen) die Ware nicht drehen müssen und schneller „scannen“ können, läuft der Barcode bei allen von Aldi vertriebenen Produkten einmal komplett um die Verpackung. Aldi Nord folgte sukzessive etwas später. Tests mit der Bezahlung per EC-Karte erfolgten 2004 in Filialen von Aldi Nord. Ab April 2005 folgte die flächendeckende Einführung der Zahlung per EC-Karte bei Aldi Nord und Süd, die bis Ende Oktober 2005 abgeschlossen wurde. Die Umstellung wurde durch das amerikanische Dienstleistungsunternehmen NCR durchgeführt.
In der zweiten Jahreshälfte 2005 führte Aldi Nord als Rationalisierungsmaßnahme testweise Leergutautomaten ein. Aldi Süd übernahm dieses System im ersten Quartal 2006. Auch die neue Pfandregelung, die am 1. Mai 2006 in Kraft trat, zwang das Unternehmen zu diesem Schritt, da die so genannten „Insellösungen“ beendet wurden.
Nach ausgiebigen Tests hat sich Aldi Nord für ein Rücknahmesystem des Herstellers Wincor Nixdorf entschieden, während Aldi Süd eine Entwicklung des Herstellers Tomra Systems vorzog. Bei den Tomra-Automaten kommt, ebenso wie bei den Wincor Nixdorf-Geräten, ein neuartiges System zur Anwendung, bei dem die PET-Flaschen unmittelbar nach der Abgabe gepresst werden.
Seit 2006 bietet Aldi Süd in den an der Grenze zur Schweiz gelegenen Filialen ein System zur Rückerstattung der Mehrwertsteuerdifferenz für die dort überproportional stark vertretenen Schweizer Kunden an. Hierbei erfolgt jedoch keine Barauszahlung, sondern über eine eigens geschaffene „Aldi Süd Tax Free Karte“ eine bargeldlose Überweisung durch die Firma Global Refund. Sie gilt nur für Kunden über 18 Jahren, ab einem Mindesteinkauf von 40 € und erstattet nur 75 % der Mehrwertsteuer zurück (25 % werden zur Finanzierung des Systems einbehalten). Aldi sah sich dazu gezwungen, da der konkurrierende Einzelhandel in diesem Gebiet den Schweizer Kunden schon seit Jahren beinahe flächendeckend eine volle Rückerstattung anbietet und der Anteil dieser Kunden in den regionalen Filialen etwa 30 %, an manchen Wochentagen über 50 % beträgt.
Aldi befolgt bei den Ladenöffnungszeiten die in der Branche üblichen Gepflogenheiten. Manchmal werden Anpassungen vorgenommen. Aldi-Filialen in großen Einkaufszentren haben grundsätzlich so lange wie die anderen Läden im Zentrum geöffnet.
Im gesamten Lebensmitteleinzelhandel belegt ALDI derzeit in Deutschland den 5. Platz hinter den Unternehmen Edeka, Metro, Rewe sowie der Schwarz-Gruppe[3]. Mit einem Umsatz im Textilbereich von rund 1,095 Mrd. € (2005) liegt ALDI hier derzeit auf Platz 8 der größten Textileinzelhändler Deutschlands[4]. Im Bereich Gesundheitsprodukten außerhalb der Apotheke schafft es ALDI derzeit (2005) auf einen Marktanteil von rund 18 %[5]. Laut einer Forsa-Umfrage sind 95 % der Arbeiter, 88 % der Angestellten, 84 % der Beamten und 80 % der Selbstständigen Kunden bei Aldi.
Das Schwarzbuch Markenfirmen kreidet Aldi Süd an, dass eine gewerkschaftliche Organisierung weitgehend vermieden werde [6], so gebe es keinen Gesamtbetriebsrat. Weiterführend werden in dem Schwarzbuch Ausbeutung in der Rohstoffgewinnung und Umweltzerstörung als Kritik genannt. [7]
Aldi übt einen extremen Preisdruck auf seine Zulieferer aus; Aldi erwartet von seinen Lieferanten hingegen keine Zugeständnisse bei sinkenden Verkaufspreisen oder Werbekostenzuschüsse, Jubiläums-Rabatte oder Logistik-Optimierungsrabatte, wie in der Branche üblich. Weiter wird Aldi wegen seines unökologischen Angebots billiger Garnelen auf Kosten der Mangrovenwälder kritisiert [8]
Im Mai 2004 verkaufte Aldi in einer Sonderaktion Gartenmöbel aus indonesischem Meranti-Holz.[9] Aufgrund von Protesten von Umweltorganisationen und einzelnen Aktivisten, die Aldi aufforderten, sich nicht an der Zerstörung der letzten indonesischen Tropenwälder zu bereichern, lenkte Aldi ein und erklärte, in Zukunft nur noch Artikel aus Holz, das das FSC-Siegel trägt, vermarkten zu wollen.[10]
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