| Aleksandrów Łódzki | |||
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| Basisdaten | |||
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| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Łódź | ||
| Landkreis: | Zgierz | ||
| Fläche: | 13,5 km² | ||
| Geographische Lage: | 51° 49' N, 19° 18' O | ||
| Höhe: | 206 m n.p.m | ||
| Einwohner: | 20.342 (31. Dez. 2004) | ||
| Postleitzahl: | 90-069 bis 95-070 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 42 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | EZG |
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| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Zweige: | Textilindustrie Handel |
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| Straße: | Łódź–Posen | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Łódź | ||
| Gemeinde | |||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | ||
| Fläche: | 116 km² | ||
| Einwohner: | 25.899 (2004) | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Bürgermeister: | Jacek Lipiński | ||
| Adresse: | pl. T. Kościuszki 2 95-070 Aleksandrów Łódzki |
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| Webpräsenz: | www.aleksandrow-lodzki.pl | ||
Aleksandrów Łódzki [alɛˈksandruf ˈwuʦci] in Polen ist eine Stadt in der Woiwodschaft Łódź.
Inhaltsverzeichnis |
Die erste Besiedlung durch Menschen in der Gegend des heutigen Aleksandrów Łódzki datiert auf das Jahr 6.500 vor unserer Zeit. Spuren eines Lagers wurden unweit des Dorfes Rąbień, einem Teil der Gemeinde Aleksandrów Łódzki, gefunden. Um 1816 gründete Rafał Bratoszewski, ein Mitglieder der Szlachta, südlich des Dorfes eine neue Siedlung, der Anfang der späteren Stadt. Er ließ einen Markt und einige Straßen anlegen. Das Stadtrecht erhielt diese Siedlung am 22. März 1822 mit dem Namen Aleksandrów, zu Ehren des russischen Zaren Alexander I., unter dessen Herrschaft das Gebiet damals stand. Zu dieser Zeit lebten 3.086 Menschen in der Stadt, die vorwiegend deutsche Weber evangelischen Glaubens waren. Daneben siedelten sich aber auch Polen, im Allgemeinen katholisch, und Juden an. 1824 wurde das Rathaus im klassizistischen Stil errichtet. Am 6. Dezember desselben Jahres starb der Gründer der Stadt Rafał Bratoszewski. Seine Beisetzung erfolgte in der Kirche Aleksandróws. 1825 wurde der Stadt eine besondere Ehre zuteil, als der Zar Alexander I. die Stadt besuchte. Drei Jahre später wurde eine steinerne evangelische Kirche errichtet, deren erster Pastor Fryderyk Jerzy Tuve wurde. Den Novemberaufstand von 1830/31 unterstützten die Einwohner mit ihrem Bürgermeister Gedeon Goedel durch die Produktion von Bandagen und Uniformen. Weiterhin sandten sie Handwerker und einen Arzt nach Warschau. Während des Januaraufstandes 1863/64 erreichten auch Truppen der Aufständischen, unter welchen auch Einwohner der Stadt waren, den Ort. Auf Grund einer russischen Verfügung verlor die Stadt, die eine Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs erlebte, am 1. Juni 1869 ihr Stadtrecht. Der Ort wurde der Gemeinde Brużyca Wielka angegliedert. 1888 wurde die erste mechanische Strumpffabrik des Ortes von Juliusz Paschke errichtet. In der folgenden Zeit entstand eine Vielzahl solcher Fabriken. 1903 wurden die Freiwillige Feuerwehr und der erste polnische Kulturverein für Gesang Lutnia gegründet. Sieben Jahre später wurde die elektrische Straßenbahnverbindung nach Łódź eingerichtet. Die Bevölkerungszahl nahm stetig zu und erreichte 1921 8.236 Einwohner, unter denen jeweils 1/3 Polen, Deutsche und Juden waren. 1924 erhielt Aleksandrów das Stadtrecht wieder verliehen und als Namensergänzung wurde jetzt Łódzki verwendet statt wie zuvor Łęczycki oder Fabryczny.
Am 7. September 1939 marschierte die Wehrmacht in die Stadt ein. Vom 9. November 1939 bis 1945 war Aleksandrów Teil des deutschen Reichsgaues Wartheland und gehörte zum neuen Landkreis Litzmannstadt. Mit der Deportation der Juden, welche einen großen Teil der Bevölkerung der Stadt stellten, in das Generalgouvernement wurde am 7. Dezember 1939 begonnen. Fast alle Juden wurden ermordet. Die deutsche Bezeichnung schwankte zunächst zwischen Alexanderhof und Alexandrow. Im Jahre 1943 wurde im Hinblick auf die textile Vergangenheit der Stadt der bis 1945 gültige Name Wirkheim festgesetzt. Die Synagoge wurde zerstört und polnische Schulen wurden geschlossen.
Am 17. Januar 1945 wurde Aleksandrów Łódzki von der Roten Armee befreit und war wieder Teil Polens. In den folgenden zwei Jahren der Nachkriegszeit wurden die Aleksandrówer Deutschen aus der Stadt vertrieben. Die Stadt selbst verlor dadurch einen weiteren Bestandteil seiner Bevölkerung und hatte erstmals in ihrer Geschichte eine ethnisch homogene Bevölkerung.
Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der entvölkerten Stadt. Vor allem die Strumpffabriken erlebten einen Aufschwung und wurden führend in Polen. Die Infrastruktur wurde 1951 bis 1953 mit dem örtlichen Flughafen ergänzt, der bis zum Brand 1961 in Betrieb war. Aber auch die kulturelle Situation verbesserte sich. Es wurden neue Schulen, Gymnasien, sowie ein Kulturhaus für die Jugend eröffnet und 1979 ein städtischer Heimatverein ins Leben gerufen. In den frühen 90er Jahren wurde die Straßenbahnverbindung nach Łódź geschlossen.
| Jahr | 1921 | 1939 | 1946 | 2004 |
| Einwohnerzahl | 8.236 | 13.424 | 6.926 | 20.342 |
Die Stadt hat 2.623 registrierte Unternehmen. 38% davon in der Textilindustrie, 24% im Handel, 5% Fahrzeugmechanik und Transport. Weitere Unternehmen sind im Baugewerbe, Elektromechanik und Schuhmacherei tätig.
In der Stadt gibt es eine moderne Sporthalle und ein modernes Schwimmbad namens Olimpijczyk. Im Schwimmbad gibt es ein Becken mit einer Grundfläche von 25 m x 12,5 m und einer Tiefe von 1,20 bis 1,80 m. Weiterhin bietet die Anlage ein Kinderbecken, eine große Außenrutsche, einen Whirlpool, Sauna und Solarium.
Zur Gemeinde mit weiteren 5.045 Einwohnern gehören die Ortschaften Bełdów, Bełdów Krzywa Wieś, Brużyca Wielka, Chrośno, Ciężków, Jastrzębie Górne, Kolonia Brużyca, Księstwo, Krzywiec, Mała Brużyczka, Nakielnica Karolew, Nowe Kransodęby, Nowy i Stary Adamów, Prawęcice, Rąbień, Rąbień AB, Ruda-Bugaj, Sanie, Słowak, Sobień, Stare Krasnodęby, Szatonia, Wola Grzymkowa und Zgniłe Błoto.