| Amarna in Hieroglyphen | |||||
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Achet-Aton (3ḫ.t-Jtn) Horizont des Aton |
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Tell el-Amarna ist ein abgelegener Ort am Ostufer des Nil in Mittelägypten. Mit Amarna werden in der Forschung meist die in der Nähe befindlichen Ruinen der altägyptischen Stadt Achet-Aton bezeichnet.
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Der Ort wurde von Pharao Echnaton (Amenophis IV.) gegründet, der sich dem Einfluss der Amun-Priester in Theben entziehen wollte, um sein monotheistisches Weltbild des Aton verbreiten zu können.
Die Stadt wurde in dreijähriger Bauzeit als Achet-Aton gebaut und um 1365 v. Chr. bezogen.
Das Stadtgebiet wurden von in den Fels der Wüste geschlagene Stelen abgesteckt, die den König und Teile seiner Familie abbilden und von der Gründung der Stadt berichten. Neben den Stelen waren auch Statuen der Herrscherfamilie in den Fels gehauen. Im Zentrum der Stadt befanden sich die meisten öffentlichen Gebäude. Hier ist vor allem der Aton-Tempel zu nennen, dessen Mauern ein Gelände von 730 × 229 m einnahm. Bei einem kleineren Aton-Tempel handelt es sich evntuell um einen Tempel für den Atonkult, aber auch für den Kult des Herrschers. Im Zentrum der Stadt befanden sich auch Palastanlagen, die aus verschiedenen Höfen und Sälen bestanden. Von hier aus wurde das ganze Land regiert. So ist es nicht verwunderlich, dass man ein nahezu unversehrtes diplomatisches Archiv in Form von Keilschrift-Tontafeln auffand, die so genannten Amarnatafeln.
Die meisten Paläste waren einst reich mit Statuen, Malereien und Glas-und Fayencen, die in die Wand eingelegt wurden dekoriert. Nördlich und südlich des Stadtzentrumes befanden sich die eigentlichen Wohngebiete. Ganz im Süden stand eine als Maru-Aton bezeichnete Anlage unbekannter Funktion. Ganz im Norden fand sich ein weiteres Stadtteil. Hier konnten starke Mauern beobachtet werden, doch ist dieser Teil der Stadt schlecht erhalten. Es wurde vermutet, dass es sich hier um den eigentlichen Wohnpalast von Echnaton handelte. Eine Arbeitersiedlung, wohl zum Bau von Grabanlagen fand sich im Osten, ca. 2 km in der Wüste, von der eigentlichen Stadt entfernt.
Die Künstler von Amarna führten Malerei, Bildhauerei und Reliefkunst zu einer beispiellosen Blüte, mit äußerst lebendigen, teilweise auch karikierenden, Szenen aus dem täglichen Leben und einer menschlichen Darstellung auch des Königspaares Echnaton und Nofretete, die im Gegensatz zu der erstarrten abstrakten und typisierten archaischen Kunst Ägyptens stand. Die Kunst dieser Zeit wird deshalb auch als Amarnakunst bezeichnet.
In den östlichen Bergen entstand eine Nekropole für die Beamten Amarnas. Auch König Echnaton ließ sich dort seine königliche Gruft anlegen. In diesen Grabmälern sind eine Vielzahl von Wanddarstellungen erhaltengeblieben, die heute den Forschern einen tiefen Einblick in die Lebensgewohnheiten der Einwohner der damaligen Stadt Achet-Aton, Des Aton-Kultes, der pharaonischen Familie und der Art ihrer Regentschaft ermöglichen.
Die Stadt bestand nur für kurze Zeit. Nach dem Ende des Echnaton wurde sie wieder verlassen und der Hof kehrte nach Memphis zurück. Da die Stadt nie wieder im großen Umfang besiedelt wurde, ist sie eine der best erhaltenen altägyptischen Städte. Die Nachfolger ließen jedoch sehr viel von dem Werk des Echnaton zerstören, um die Erinnerung an den vom ägyptischen Volk und der Amun-Priesterschaft wenig geliebten Aton-Kult auszulöschen. Fragmente aus Achet-Aton wurden vor allem in dem auf dem anderen Flussufer liegenden Tempeln von Hermopolis gefunden, wo sie als Füllmaterial für andere Bauwerke dienten.
Erste systematische Ausgrabungen fanden von Flinders Petrie statt. Tell el-Amarna war eines der Forschungs- und Ausgrabungschwerpunkte der Deutschen Orient-Gesellschaft. Danach grub hier die Egypt Exploration Society und heute werden die Untersuchung von Barry Kemp (Cambridge, UK) weitergeleitet.
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