Amphibolit

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Amphibolit

Amphibolit ist ein Gestein, das per Definition durch die metamorphe Umwandlung von Basalt (oder dessen Tiefenäquivalent Gabbro) unter Druck- und Temperaturbedingungen der Amphibolit-Fazies entstanden ist (T ≈ 550 °C - 700 °C, P ≈ 200 - 1200 MPa).

Amphibolit ss. besteht bis zu 50 % Vol. aus Vertretern der Amphibolgruppe (Hornblende), Plagioklas (15 - 40 %), Granat, Epidot, Biotit, Quarz oder Olivin und Erzen wie Magnetit und Pyrit. Die relativen und absoluten Mineralanteile hängen sowohl von der chemischen Zusammensetzung des Ausgangsgesteins, als auch vom Metamorphosegrad ab. So tritt in der unteren Amphibolitfazies (d. h. bei Temperaturen am unteren Ende des Spektrums) Epidot auf, während in der oberen Amphibolitfazies Granat und Clinopyroxen gebildet wird. Fälschlicherweise findet man die Bezeichnung „Amphibolit“ gelegentlich auch für amphibolreiche (mit einem Anteil von bis zu 30 % Vol. Amphibol) Gesteine, die nicht aus Basalt entstanden sind. Hierfür sollten jedoch alternative Bezeichnungen, z. B. Amphibol-Gneis, verwendet werden.

Die Farbe von Amphibolit variiert mit dem Mineralbestand. Häufig sind jedoch Töne von schwarz über grau bis dunkelgrün oder, bei hohem Plagioklasanteil, schwarz-weiß gemustert. Er wird vorwiegend für Bodenbeläge und Wandverkleidungen genutzt. In der Jungsteinzeit wurden daraus auch Dechselklingen hergestellt (Schuhleistenkeile). In Deutschland kommt es im Sächsischen Erzgebirge, Fichtelgebirge und im Schwarzwald vor.

Physikalische Eigenschaften

  • Rohdichte: 2,7 - 3,1 g/cm³
  • Wasseraufnahme: 0,1 - 0,4 Gew.-%
  • Druckfestigkeit: 170 - 280 N/mm²

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