Als Anglizismus bezeichnet man einen Einfluss der englischen Sprache auf oder in andere Sprachen. Dieser Einfluss kann sich auf allen Ebenen der Sprache äußern, also in der Lautung, in der Formenlehre, der Syntax sowie im Wortschatz (Fremd- und Lehnwörter).
Zu den Anglizismen gehören Anglizismen im engeren Sinn, also Einflüsse, die vom britischen Englisch ausgegangen sind, und Amerikanismen.
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Bemerkenswert sind als Sonderfall Begriffe, die falsch verstanden werden können, wenn man sie nicht ins Deutsche übersetzt (z. B. weil der englische Begriff im Deutschen bereits eine abweichende Bedeutung hat): the design, bezogen auf ein technisches System (Maschine, Schiff, elektronische Schaltung, Programm) bedeutet „der Entwurf“ (durch einen Ingenieur) und nicht etwa „das Design“ (durch einen Designer) (vergleiche Falscher Freund). Auch bezeichnet to control meistens nicht „kontrollieren“, sondern „steuern/regeln“ bzw. „beherrschen“.
Deutschsprachigen Anglizismenkritikern zufolge nehme der Gebrauch sowohl von englischen Originalen als auch von Anglizismen zunehmend überhand und bedrohe die deutsche Sprache und das Kulturerbe. Besonders die Verwendung englischer Vokabeln an Stelle bereits etablierter deutscher Wörter (z. B. „Ticket“ statt der in folgender Liste genannten Begriffe) wird kritisiert.
Aufgrund ihres englischen Klanges am auffälligsten sind die angelsächsischen Lehnwörter und Pseudoanglizismen.
| Anglizismus | Bedeutungsäquivalente | Eindeutschungsvorschläge | |
| „Airbag“ | Luftsack | Prallkissen, (scherzhaft) Knalltüte | |
| „Barkeeper“ | Barmann, Gastwirt, (Schank-)Wirt | — | |
| „babysitten“ | Kinderbetreuung, Kinder betreuen | — | |
| „Bluff“ | Täuschung; Irreführung, Betrug, Komödienspiel | — | |
| „Bodyguard“ | Leibwache, Leibwächter (hier hat der Anglizismus das deutsche Wort besonders in der Presse fast ganz verdrängt); Personenschützer, Personenschutz | — | |
| „Boom“, „boomen“ | wachsen; in der makroökonomischen Fachterminologie beschreibt der (substantivierte) Boom (zu deutsch (Börsen-)Hoch) ein schnelles, inflationäres Wirtschaftswachstum, dem häufig der Zusammenbruch folgt (sog. boom and bust). Für den folgenden bust verwendet man zumeist den wirtschaftlichen Fachbegriff Talfahrt. | Boom and bust als weitergehende, allgemeine Metapher kann man allenfalls als Auf und Ab, bzw. Glück und Pech oder auch Wie gewonnen, so zerronnen! übersetzen. | |
| „Camping“ | Kampieren, Zelten | — | |
| „Casting“ | Besetzen; Vorsprechen, Vorspielen, Vorsingen, (selten) Probe | Musterung, Vorspielprobe | |
| „Catering“ | (Dienstleistung/Essen an sich) Verpflegung, Be-/Verköstigung, Versorgung; (wenn eine Firma gemeint ist) Essen auf Rädern | — | |
| etwas „checken“ | etwas kapieren, raffen, schnallen, spannen, verstehen; etwas (über)prüfen, kontrollieren, durchgehen, testen | — | |
| „clever“ | schlau, gewitzt, pfiffig, begabt, gescheit; gerissen, verschlagen; raffiniert, kunstvoll, listenreich | — | |
| „cool“ | unklar definierter jugendsprachlicher Begriff, laut DUDEN-Herkunftswörterbuch für eine Person, die als ruhig, überlegen, kaltschnäuzig bezeichnet werden soll; im Jazz meistens mit der Bedeutung sich nicht hinreißen lassen, ruhig agieren; ugs. im amerikanischen Sprachraum als allgemeines Positivum verwendet; früher: lässig | — | |
| „Clown“ | Kasper; Possenreißer, dummer August; Scherzkeks, Spaßvogel; Narr, Einfaltspinsel | — | |
| „Coach“ | (Übungs-)Leiter, Ausbilder, Lehrer, Repetitor | — | |
| „Comedian“ | Kabarettist, Komiker, Komödiant (im weiteren Sinne auch identisch mit Clown, siehe dort) | — | |
| „Container“ | Behälter, Kiste | — | |
| „Controlling“ | häufig fälschlicherweise mit Prüfen/Kontrollieren übersetzt; stammt aber von to control und bedeutet daher Steuern, Lenken | — | |
| „Couch“ | Sofa, Chaiselongue; Liege | Polsterbank | |
| „Countdown“ | Nullzählung, ungef. vergleichb. mit Ein-, Anzählen | Herunterzählen, Zeitherunterzählung, Nullzeit | |
| „Cover“ | Deckblatt, Titelblatt, Umschlagblatt, Hülle; Neuaufnahme (eines Musiktitels durch einen anderen Interpreten) | — | |
| „Dad“ | Vater, Vati, Papa, Papi | — | |
| „Directory“ | Ordner; Verzeichnis; im Englischen eigtl. für jegliche Art von Verzeichnissen, z. B. auch für Adress- und Telefonbücher. | — | |
| „DNA“ | DNS (Verwendung des englischen anstelle des deutschen Akronyms für Desoxyribonukleinsäure, obwohl auch im Deutschen weiterhin nichts von der ausgeschriebenen Form deoxyribonucleic acid zu hören oder zu lesen ist) | — | |
| „Dogfight“ | Hahnenkampf (als Luftkampf, bei dem die Gegner einander umkreisen) | Kurbelei, Karussell | |
| „Drink“ | Getränk | — | |
| „Dumping-Preis“ | Schleuderpreis; Ausverkauf | — | |
| „fit“ | in Form sein (nicht fit sein auch: aus der Übung sein) | — | |
| „Flashback“ | Rückblende; Erinnerung(sschnipsel) | — | |
| „Flyer“ | Flugblatt, Handzettel, Faltblatt, Informationsblatt | — | |
| „Flop“ | Reinfall, Misserfolg, Pleite, Erste drei öffentlichen Karten beim Poker (Texas Hold'Em) | — | |
| „Friendly Fire“ | (versehentliches) Beschießen der eigenen Truppe | Eigenbeschuss | |
| „Frisbee“ | Diskus | Wurfscheibe, Flugscheibe | |
| „Gentleman“ | Kavalier | — | |
| „Handout“ | s. Flyer | — | |
| „Hearing“ | Anhörung | — | |
| „Heckspoiler“ | Flügel | Luftleitblech | |
| „high“ | auf Drogen: unter Einfluss von, auf Droge sein, zugedröhnt, geschafft (ansonsten im Deutschen auch oft einfach mit Adjektiven, z. B.:) drauf sein, zu sein (nicht: (total) weg sein, das kommt wiederum von to be (all) gone, to be (totally) out of it, wobei it für body steht!); allgemein: aufgeputscht, euphorisch, berauscht, weggetreten | — | |
| „High-End-“ | Edelaustattung; ansonsten s. High-Tech | — | |
| „High-Tech“ | Hochleistungstechnik, Spitzentechnik; Hochleistungs- | — | |
| „Hobby“ | Steckenpferd, Leidenschaft, Vorliebe, Liebhaberei, Freizeitbeschäftigung | — | |
| „Homepage“ | — | Leitseite, Hausseite, Heimseite im Internet bzw. Weltnetz, | |
| „Hype“ | Rummel, Aufruhr, Reklamerummel, Spektakel, Hochjubeln, Gewese, Buhei; Modetorheit | — | |
| „Image“ | Ruf, Ansehen | — | |
| „In-Ear-Headphones“, „In-Ear-Monitoring“ | — | In-Ohr-Hörer bzw. Überprüfen mittels In-Ohr-Hörer | |
| „Internet“ | Die Gesamtheit verbundener Rechnernetze zum internationalen elektronischen Datenaustausch | Internetz oder Weltnetz | |
| „Jackpot“ | (Haupt-)Gewinn | — | |
| „Kid(s)“ | Kinder (der engl. Ausdruck ist im Deutschen zumeist nur im Plural gebräuchlich) | — | |
| „Kidnapping“ | Entführung (von engl. to kidnap, ein Kind entführen). Eigentlich bezeichnet der englische Begriff eine Kindesentführung (englisch kid, vor allem im amerikanischen Englisch für Kind), es wird aber für jede Art von Entführung von Personen, Tieren oder Gegenständen verwendet. | — | |
| „Konvoi“ | Kolonne (englisch convoy) | — | |
| „Label“ | Plattenfirma; Marke; Aufdruck, Etikett, Signatur; Klassifizierung, Kategorie | — | |
| „Ladykiller“ | Frauenheld, Herzensbrecher, Schürzenjäger, Schwerenöter, Weiberheld | — | |
| „Layout“ | (Seiten-)Entwurf; Satz(muster); Druckvorlage; Druckraster; Aufmachung, Erscheinungsbild | — | |
| „Link“ | (Quer-)Verweis, Verknüpfung, Verbindung; vor allem zu anderen Internetseiten (Netzverweis) | — | |
| „live“ | Direktübertragung (Aufnahme Bild und/oder Ton bei zeitgleicher Sendung an die Zentrale, die die Produkte sofort in das Fernsehnetz einspeist), in der Musikindustrie auch für Konzertmitschnitte verwendet. | — | |
| „Look“ | Aussehen; Stil | — | |
| „Looping“ | Salto, Überschlag | Windung | |
| „Lotion“ | Salbe; Tinktur | — | |
| „Mainboard“ | Hauptplatine | — | |
| „Mainstream“ | Spießertum; Opportunismus; Gebrauchsware | — | |
| „Making-of“ | Dokumentation, Reportage (einer Film- oder Fernsehproduktion) | — | |
| „Make-up“ | Schminke; (als Berufsbezeichnung) Maske, Visagist(in) | — | |
| „Meeting“ | Treffen, Besprechung, Sitzung, Konferenz | — | |
| „Mix“ | Mischung, Kreuzung; (ver)mischen, (durch)mengen | — | |
| „Mobbing“ | anpöbeln, angreifen, über jemanden herfallen (am Arbeitsplatz, an Schulen) | ||
| „Model“ | Modell, Mannequin | Modevorführerin | |
| „Monster“ | Ungeheuer, Scheusal, Monstrum; Unhold; Missgeburt; Wüstling, Raufbold, Schläger(typ), gewalttätiger Mensch, Sadist | — | |
| „Mom“ | Mutter, Mutti, Mama, Mami | — | |
| „Motherboard“ | siehe Mainboard | — | |
| „nonstop“ | ununterbrochen, durchgehend, beständig, pausenlos; (bei Überlandflügen) ohne Zwischenaufenthalt | — | |
| „One-Night-Stand“ | in etwa vergl. m. Abenteuer, (kurze) Affäre; Seitensprung | Beischlaf ohne andauernde Liebesbeziehung | |
| „Outdoor“ | draußen, im Freien; manchmal sind auch Trimm-dich-Pfade gemeint | — | |
| „Outfit“ | Aufmachung, Kleidungsstil, Kleidung | — | |
| „Outing/outen“ | Bekenntnis, bekennen; (jemanden) verraten, bloßstellen | — | |
| „Outplacement“ | Ausplatzierung, Umsetzung | — | |
| „Party“ | Fete, Fest, Feier; wobei der Anglizismus auch den dafür in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts häufig gebrauchten ugs. Begriff Fete (von dem französischen Wort fête) ersetzt hat | — | |
| „Peak“ | Ausschlag, Spitze in einem Diagramm, z. B. bei der Gaschromatographie | — | |
| „Pepperoni“ | scharfe Paprikasorte | Pfefferone | |
| „Play-off“ | Aufstiegs-, Entscheidungs-, Meisterrunde | — | |
| „Power Napping“ | Mittagsschlaf (der vor allem im Büro praktiziert wird) | — | |
| „Public viewing“ | — | öffentliches (An-)Schauen (gemeinschaftliches Mitverfolgen vieler Zuschauer von direktübertragenen medialen Großereignissen wie z. B. Sportveranstaltungen auf Großbildleinwänden an öffentlichen Standorten wie Stadtplätzen, Straßenzügen, Flughäfen, Einkaufszentren, Gaststätten etc.) | |
| „Recycling“ | Wiederverwertung (selten auch Rezyklierung); Wiederverwendung | — | |
| „scannen“ | abtasten, einlesen; kopieren, duplizieren, vervielfältigen | — | |
| „Service“ | Dienstleistung; Kundendienst; (Dienst-)Stellung, Beruf; Dienst, Hilfe, Unterstützung | — | |
| „Set“ | Satz, Sortiment, Garnitur, Reihe; Drehort; Kulissen; Drehstab | — | |
| „Shop“ | Laden, Geschäft; ...-Handel (etym. verwandt mit dem deutschen Schuppen; die volksetymologische Erklärung als Lehnwort deutscher Einwanderer nach Amerika ist falsch, da shop die ursprüngliche brit. Bezeichnung für den jüngeren amerik. store ist) | — | |
| „shoppen“ | einkaufen, einen Einkaufsbummel machen | — | |
| „Sketch“ | ungef. vergleichb. mit Klamauk, Possenspiel; Komödie (nicht jedoch Komödienspiel, denn das bedeutet im modernen Deutsch Täuschung, Betrug!) | komödiantische Darbietung | |
| „Smalltalk“ | Geplauder, (Kaffee-)Klatsch | — | |
| „Sorry“ | Entschuldigung, Verzeihung, Pardon, Tut mir leid | — | |
| „Sound“ | Klang, Ton; (Audio-/Ton-)Signal | — | |
| „Soundcheck“ | Tonprobe | Klangprobe, Klangtest, Klangüberprüfung, Tontest, Tonüberprüfung | |
| „Sponsor“ | Förderer, Geldgeber, Gönner; Mäzen(in) | — | |
| „Stalker“ | (meist durch Verba umschrieben) | (Trieb-)Verfolger, Nachsteller, Belästiger; Klette | |
| „Standing Ovations“ | (meist durch Verba umschrieben, etwa: das Publikum erhob sich (während des Beifalls) von den Sitzen) | Stehbeifall, stehende Ovationen, stehender Applaus | |
| „Stuntman“ | oft einfach Komparse, Statist, Double | Filmakrobat, Gefahrendarsteller | |
| „stylen“ | aufmachen, aufmotzen, aufdonnern, aufhübschen (auch: schön machen) | — | |
| „Tape“ | meist jegliches (Magnet-)Band; Kassette; (Paket-)Klebeband, Tesafilm | — | |
| „Ticket“ | (Eintritts-/Fahr)Karte, Billet; Flugschein; (in Spielen auch) Punkte(stand), verbleibende Punkte | — | |
| „Team“ | Mannschaft, Gruppe, Arbeitsgemeinschaft; selten Kollektiv (letzteres öfter abwertend für autoritäre (Massen-)Gesellschaft) | — | |
| „Tool“ | meist ist im Deutschen ein Hilfs- bzw. Dienstprogramm gemeint; ansonsten Werkzeug | — | |
| „Trash“ | Schund; Schrott, Müll | — | |
| „Trend“ | Entwicklung, Tendenz; Prozess; Mode, Zeitgeist | — | |
| „Trendsetter“ | Vorreiter; selten auch salopp für Meinungsführer | — | |
| „Westbank“ | Westjordanland | — |
| Anglizismus | Bedeutungsäquivalente | Eindeutschungsvorschläge |
| „Blackout“ | Filmriss; Aussetzer; den Faden verlieren, nicht weiter wissen (im Engl. eigtl. Stromausfall) | Denkloch |
| „Body bag“ | soll im Werbedeutsch soviel wie Rucksack oder Tragetasche bedeuten (im Engl. aber ausschließlich als Leichensack) | — |
| „Features“ | Besonderheiten, Herausragendes, Alleinstellungsmerkmale; Bonus, Zugabe(n); Einstellungen (im Engl. nicht exakt dasselbe, dort einfach neutraler (Erkennungs-)Merkmale, Eigenschaften; Funktionen bzw. im Singular auch Spielfilm und Feuilleton) | — |
| „Handy“ | Mobiltelefon (im Engl. wörtl. zumeist im Sinne von praktisch, seltener auch als handlich
Englische Begriffe für das Mobiltelefon sind mobile (phone) in Großbritannien und cell(ular phone) in den USA |
Funkfernsprecher bzw. Mobiltelefon |
| „Spleen“ | Verschrobenheit, Spinnerei, Tick, Macke, Marotte, Eigenheit, (veraltet) Grille(n) (im Engl. eigtl. wörtl. Milz) | — |
| „tunen“ | frisieren, aufmotzen, Leistung steigern (im Engl. einfach einstellen) | — |
| Anglizismus | Bedeutungsäquivalente | Eindeutschungsvorschläge |
| „etwas erinnern“ | im Deutschen wird nur die reflexive Konstruktion sich an etwas erinnern verwendet (von to remember something). Es ist jedoch zu beachten, dass die Kurzform des transitiven Verbs jemanden (an etwas) erinnern als jemanden erinnern (entspr. engl.: to remind someone) erlaubt ist. | — |
| jemanden „feuern“ | entlassen, rausschmeißen, rauswerfen, kündigen, auf die Straße setzen (von to fire sb.) | — |
| Graswurzel | zum Beispiel in Graswurzeldemokratie (direkte Übernahme aus dem Englischen: grass-roots democracy) im Sinne von Basisdemokratie | — |
| „in 2003“ | 2003, im Jahr(e) 2003 | — |
| etwas „kommunizieren“ | etwas mitteilen (von to communicate something); im heutigen Deutsch wird kommunizieren nur intransitiv verwendet; allerdings gab es im Deutschen des 18. Jahrhunderts auch die transitive Verwendung des Verbs communicieren. | |
| „nicht wirklich“ | eigentlich nicht oder schlicht: nicht (von not really) | — |
| „mein Punkt ist …“ | mir geht es um/darum, dass …; mein Argument ist …, meine Idee ist … (von to make a point) | — |
| „Sinn machen“ | Sinn ergeben, sinnvoll sein; (s)einen Sinn haben (von to make sense) | — |
Lehnbedeutungen beziehen sich auf Wörter, die im Deutschen schon eine Bedeutung hatten, bevor diese unter verstärkt angelsächsischem Einfluss nach dem Zweiten Weltkrieg oder noch später ihre Bedeutung zunehmend erweitert oder geändert haben.
| Anglizismus | alte Bedeutung | neue Bedeutung | ursprüngliches Vokabular für die neue Bedeutung |
| „Charakter“ | Persönlichkeit (als Ansammlung, Ganzheit seelisch-psychischer Merkmale und Eigenschaften) | erdachte, erfundene Person der fiktionalen Kunst (etwa in Literatur, Kino, Videospielhandlungen); Rolle (eines Schauspielers) | Figur; Rolle |
| „Dekade“ | Bis zur Übernahme der neuen Bedeutung bedeutete der ursprünglich griechische Begriff Dekade auch im Deutschen dasselbe wie in antiken Zeiten, nämlich den dritten Teil des griechischen Monats (= 10 Tage), vergleichbar etwa mit der jüngeren Woche (vierter Teil des Monats). | In der Bedeutung des deutschen Jahrzehnts übernommen. | Das gelehrte Fremdwort für diesen Zeitraum stellte im Deutschen bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg noch das lateinische Dezennium. |
| „Episode“ | einzelne, erinnerte Begebenheit, Anekdote | Wird zunehmend bei Serien, in der Kunst und in der Psychologie bzw. Vulgärpschyologie verwendet (Bedeutungen s. rechts). | Folge (einer Serie), Phase (im Schaffen eines Künstlers), Phase, Schub (Psychologie, Vulgärpsychologie) |
| etwas „realisieren“ | verwirklichen, in die Tat umsetzen; wahrmachen; wahr werden lassen | bemerken, mitkriegen; verstehen, kapieren; einsehen | (siehe neue Bedeutung) |
Anders als bei den exakten Lehnübersetzungen liegt bei Lehnübertragungen nur eine teilweise Identität mit dem ursprünglichen englischen Begriff vor. Dadurch sind sie auch am schwersten zu erkennen.
| Lehnübertragung | urspr. Anglizismus |
| „Datei“ | file (deutsche Form ein Kofferwort aus Kartei und Daten) |
| „Senkrechtstarter“ | shooting star |
| „Wolkenkratzer“ | sky scraper |
| Wiktionary: Anglizismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
| Wikibooks: Fruchtbringendes Wörterbuch – Lern- und Lehrmaterialien |