Ein Anspitzer, oft nur Spitzer genannt, ist ein mechanisches Gerät, mit dem man einen aus Mine und Holzmantel bestehenden Stift anspitzen kann. In der Regel sind dies Bleistifte und Buntstifte. Metallanspitzer bestehen aus den Metallen Magnesium (Gehäuse), Eisen (Klinge) und der Legierung Messing (Schraube).
Ursprünglich wurden die im 17. Jahrhundert erfundenen Bleistifte mit einem Messer gespitzt. Mit zunehmender Anzahl von Schreibstuben Anfang des 19. Jahrhunderts erhöhte sich auch der Bedarf an Stiften, wobei der Zeitbedarf zum Anspitzen dieser Stifte einen enormen wirtschaftlichen Verlust darstellte. In Anbetracht der aufkommenden Industrialisierung entstand der Bedarf eine Maschine zum Spitzen dieser Stifte zu erfinden. Die erste dieser Spitzmaschinen geht auf den Franzosen Bernard Lassimnonne zurück, die er im Jahr 1828 vorstellte. Im weiteren Verlauf des Jahrhunderts wurden dann auch die bis heute bekannten Spitzer mit eingelassenem Loch und kleinem Messer erfunden.
Hierbei gibt es zwei Sorten: Den kleinen offenen Spitzer (aus Kunststoff, Holz oder Metall) und denjenigen, der ein Behältnis, meist aus Plastik, für das Auffangen des Spitzabfalls als Anhang besitzt. Für dickere Buntstifte ist in letzterem meist ein zweites größeres Spitzloch eingelassen.
Während früher die Blei- und Buntstifte mit einem Messer angespitzt wurden, wird in einem Spitzer durch ein scharfes, am Gehäuse festgeschraubtes, bis zu zwei Zentimeter langes, schmales Messerchen, die Holzhaut des Stiftes fein und gleichmäßig abgeschabt. Dabei wird der Stift mit einer Hand gedreht und der Spitzer mit der anderen fest gehalten. Die Mine wird dabei gleichzeitig gespitzt. Kurz vor deren Bruch ist es allerdings ratsam, mit dem Spitzen zu enden. In Büros gibt es auch Spitzmaschinen mit Handkurbelbetrieb oder auch elektrisch angetriebene Stiftspitzer.
In Drogerien sind spezielle Spitzer für Schminkstifte erhältlich.
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Anspitzer mit Handkurbel |
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