| Strukturformel | ||
|---|---|---|
![]() |
||
| Allgemeines | ||
| Name | Anthrachinon | |
| Andere Namen | 9,10-Dihydro-anthracen-9,10-dion | |
| Summenformel | C14H8O2 | |
| CAS-Nummer | 84-65-1 | |
| Kurzbeschreibung | gelbe Nadeln | |
| Eigenschaften | ||
| Molare Masse | 208,22 g·mol−1 | |
| Aggregatzustand | fest | |
| Dichte | ? | |
| Schmelzpunkt | 286 °C | |
| Siedepunkt | 379,8 °C | |
| Dampfdruck | ? | |
| Löslichkeit |
gut in Ether, Nitrobenzen, Anilin und Benzen, unlöslich in Wasser und Alkohol |
|
| Sicherheitshinweise | ||
| Gefahrstoffkennzeichnung | ||
|
|
||
| R- und S-Sätze | R: 40 | |
| S: 36/37 | ||
| Weitere Sicherheitshinweise | ||
| MAK | ? | |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||
Anthrachinon ist ein vom Anthracen abgeleitetes Chinon. Es wurde erstmalig 1836 von Antoine Laurent de Lavoisier durch Oxidation von Anthracen hergestellt.
Inhaltsverzeichnis |
Anthrachinon kristallisiert in hellgelben Nadeln mit einem Schmelzpunkt von 286 °C und einem Siedepunkt von 379,8 °C. Es ist in Wasser und in Alkohol unlöslich, dagegen in Ether und Benzol löslich. Anders als die meisten Chinone ist Anthrachinon nicht wasserdampfflüchtig. Gegenüber Oxidationsmitteln ist Anthrachinon recht unempfindlich, durch Reduktionsmittel jedoch leicht in Anthrahydrochinon überführbar. Diese Reduktionsfähigkeit bildet die Grundlage für die Verknüpfung von Anthrachinonfarbstoffen.
Anthrachinon lässt sich durch die Oxidation von Anthracen mit Salpetersäure oder Chromsäure herstellen. Günstiger ist jedoch die Reaktion von Benzen und Phthalsäureanhydrid nach Friedel-Crafts.
Anthrachinon ist ein wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen, zum Beispiel Alizarin. Es dient auch bei der technischen Herstellung von Wasserstoffperoxid nach dem Anthrachinon-Verfahren als Katalysator. Des Weiteren wird es als Vogelabschreckmittel verwendet.