Anthropozentrisch bedeutet, dass der Mensch sich selbst als den Mittelpunkt der weltlichen Realität versteht. Es leitet sich vom griechischen άνθρωπος (anthropos = Mensch) und dem lateinischen centrum (= Mittelpunkt) ab. Der Anthropozentrismus hat eine weltanschauliche, eine ethische und eine religiöse Komponente als Schnittpunkt.
Ein im Zusammenhang mit dem Anthropozentrismus verwendetes Sprichwort ist "Der Mensch ist der Maßstab aller Dinge".
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Als Ethikmodell dem Anthropozentrismus gegenübergestellt ist der Physiozentrismus. Moralischer Wert wird darin nicht nur dem Menschen, sondern in verschiedenen Ausprägungen auch der weiteren Natur beigemessen.
Ausprägungen des Physiozentrismus sind, in vom Anthropozentrismus ausgehend absteigender Reihenfolge:
Kritikern eines anthropozentrischen Weltbildes kann man die These vom Anthropozentrismusparadox entgegenhalten.
Das Christentum ist christozentrisch, also theozentrisch und anthropozentrisch zugleich, d.h. es hat Jesus Christus als Zentrum, der zugleich Gott und Mensch ist[1].
Die negativen, fatalen Auswirkungen des Theozentrismus und des Anthropozentrismus auf menschliches und auf nichtmenschliches Leben (Tiere, Pflanzen) sowie auf die übrige unbelebte Natur können möglicherweise nur mit Hilfe einer rationalen, universellen, minimalen Ethik überwunden werden, die unteilbar ist und für alle gilt, unabhängig von Ort, Zeit, religiösen, kulturellen oder politischen Gegebenheiten. Dazu scheint die Menschheit in ihrer derzeitigen Verfassung und Entwicklungsstufe aber noch nicht reif genug zu sein.