Anton Rée (* 9. November 1815 in Hamburg; † 13. Januar 1891 ebenda) war ein Hamburger Reformpädagoge.
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Der Sohn eines jüdischen Bankiers (welcher zeitweise Hofbankier des dänischen Königs war) wurde von Privatlehrern erzogen und studierte anschließend an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel Philosophie.
Anschließend arbeitete er über 50 Jahre als Lehrer und dann als Direktor an der Israelitischen Freischule, der späteren Stiftungsschule am Hopfenmarkt in der Hamburger Altstadt, welche auf seine Initiative hin in eine konfessionsübergreifende Grundschule umgewandelt wurde. Rées Bestreben war es, in Hamburg ein allen Kindern unabhängig von Religionszugehörigkeit und sozialer Herkunft offenes Grundschulwesen zu etablieren, was u.a. auf Grund der Aktivitäten Rées in Hamburg zur Einführung der allgemeinen Schulpflicht 1871 führte.
Nach Rées Tod wurde die Stiftungsschule in Anton-Rée-Schule umbenannt, ein Weg im Stadtteil Ohlsdorf erhielt den Namen Réesweg. Beide Benennung wurden in der Zeit des Nationalsozialismus 1933 beziehungsweise 1938 rückgängig gemacht, der ehemalige Réesweg trägt seit 1938 den Namen des Hamburger Senators und Kolonialpolitikers Justus Strandes.
Heute trägt eine Schule im Stadtteil Allermöhe und eine Straße im Stadtteil Hammberbrook Rées Namen.