Anton-Saefkow-Platz

Der Anton-Saefkow-Platz ist ein Stadtplatz im Berliner Bezirk Lichtenberg im Ortsteil Fennpfuhl. Der Platz entstand Anfang der 1970er Jahre im Zuge des Baus der ersten Großwohnsiedlung der DDR. Die Geschichte des Platzes ist somit untrennbar mit dem Bau und der Geschichte des Wohngebietes am Fennpfuhl verbunden. Er ist kein Platz im klassischen Sinne, da er weder einen klar definierten Rand noch eine einfassende Bebauung besitzt.

Inhaltsverzeichnis

Name und Lage

Seit dem 2. April 1975 trägt der Platz den Namen Anton Saefkows, eines kommunistischen Widerstandskämpfers. Die umliegenden Straßen tragen ebenfalls die Namen von Widerstandskämpfern. Eingegrenzt wird der Platz in folgender Weise: im Norden von der Landsberger Allee, im Osten vom Weißenseer Weg, im Süden von der Karl-Lade-Straße und im Westen von der Franz-Jacob-Straße.

Geschichte und Bauten

Kaufhaus
Kaufhaus

Wie viele andere, bekanntere Wohngebiete ist auch der Anton-Saefkow-Platz von einem Kollektiv unter der Federführung des Chefarchitekten von Ost-Berlin, Hermann Henselmann entstanden. Der Platz ist eingefügt in eine parkähnliche Umgebung um den für das Wohngebiet namensgebenden Fennpfuhl mit gepflasterten Flächen und ist um- und bebaut mit Häusern in Plattenbau- und Stahlbeton-Skelettbauweise. Einzige Ausnahme bilden zwei alte Gebäude: Eine alte Fabrik aus Ziegelstein der Gebrüder Schlägel von 1889 und eine Fabrikanten-Villa aus den Jahren 1905–1906. In der Villa am Anton-Saefkow-Platz 7 ist heute das Standesamt des Bezirks Lichtenberg untergebracht. Im Zentrum des Anton-Saefkow-Platzes steht das ehemalige Centrum Warenhaus. Dem zuletzt durch die Kaufhof AG genutzten Haus droht der Leerstand durch den Umzug des Kaufhauses. Geplant ist ein kleines Einkaufszentrum. Durch den Umbau werden leider die original erhaltene Fassade und die umstehenden Lüftungsschächte, die wie Skulpturen geformt sind, verloren gehen.

Auf dem Platz befinden sich vier Brunnenanlagen. Einige sind bemerkenswert in ihrer Formensprache und ein gutes Beispiel für Kunst und sozialistischen Städtebau in der DDR.

Brunnen

Monumentalbrunnen

Monumentalbrunnen
Monumentalbrunnen

Auf einer großen gepflasterten Fläche neben dem Kaufhausbau befindet sich der 1985 nach einem Entwurf von Peter Schubring erbaute Monumentalbrunnen. Er wird im Volksmund, wohl wegen seiner wuchtigen Beton-Architektur, als „Panzerkreuzer“ bezeichnet. Allein die Plastik misst rund 6 Meter Höhe. Der Brunnen ist begehbar, sodass Kindern darin spielen können. Seit 2004 liegt er trocken. Trotz Anwohner-Protests soll der Brunnen verschwinden, da sich der Bezirk Lichtenberg finanziell nicht in der Lage sieht, die Anlage zu unterhalten. Aus einem Wettbewerb ging der Siegerentwurf im Protest der Bevölkerung unter. Es waren eine Moos-Bepflanzung und ein Sumpfbeet geplant.

Klinkerwand-Brunnen

Der 1984 nach einem Entwurf von Jürgen Karnopp erbaute Klinkerwand-Brunnen befindet sich an der Karl-Lade-Straße gegenüber der Rudolf-Seiffert-Straße 17. Er wird auch „Wasserwand“ genannt und besteht aus einer 20 Meter langen Wand und drei Wasserbecken. An dieser Wand aus dunkelrotem/braunem Keramik-Formstein läuft das Wasser herunter und über Stufen in ein Auffangbecken. Aus einigen der runden Keramik-Verzierungen schießt das Wasser im Bogen hervor.

Kugelbrunnen

Der sich am Hauseingang Anton-Saefkow-Platz 13 befindende Kugelbrunnen wurde 1984 nach einem Entwurf von Jürgen Karnopp erbaut. Es handelt sich um ein quadratisches, hochgelegenes Brunnenbecken mit einer talförmigen Mulde. Zwei einander gegenüberliegende Außenseiten sind mit Spaltklinkern gefliest. An den anderen zwei Außenseiten wird das Becken durch Betonplatten begrenzt. In der Mulde befinden sich Keramikkugeln unterschiedlicher Größe, zwischen denen kleine Fontänen sprudeln.

Findlingsbrunnen

Der Findlingsbrunnen wurde 1983 nach einem Entwurf von Lothar Scholz erbaut und befindet sich am Hauseingang Anton-Saefkow-Platz 14. Bei den Bauarbeiten für das Wohngebiet Fennpfuhl wurde ein 27 Tonnen schwerer Findling ausgegraben, den man für den Brunnen nutzte. Der Findling sitzt auf einem kleinen Beton-Hügel, in welchem sich kleine Mulden befinden. Aus dem Stein sprudelt das Wasser.

Weblinks

Quelle:
Artikel Anton-Saefkow-Platz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Empfehlungen
Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo
6,95 €

Platz, Claudia
8,90 €

Hrsg. v. Claudia Kraft u. Katrin Steffen
24,50 €

Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo
6,95 €

Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo
6,95 €

Mitarbeit: Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo
6,95 €

Mitarbeit: Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo
6,95 €

Mitarbeit: Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo
6,95 €

Fischer, Joachim / Makropoulos, Michael (Hgg.)
29,90 €

Mitarbeit: Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo
7,45 €

Köker, Anne / Lemcke, Christiane / Rohrmann, Lutz / Scherling, Theo
18,95 €

Mitarbeit: Lemcke, Christiane; Rohrmann, Lutz; Scherling, Theo
6,95 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren