Antonio Caldara

Antonio Caldara (* 1670 in Venedig; † 28. Dezember 1736 in Wien) war ein italienischer Cellist und Komponist. Er gehört zu den Komponisten des venezianischen Spätbarocks.

Er erhielt seine musikalische Ausbildung bei Giovanni Legrenzi in Venedig. Um 1716 wurde Caldara unter Johann Joseph Fux erster Vizekapellmeister am österreichischen Hof in Wien. Er machte sich mit über 3400 komponierten Werken, darunter mehr als 80 Opern, 43 Oratorien, 150 Messen, Serenaden, Kantaten und Sinfonias einen Namen, obwohl sich seine Musik mehr durch ihren großen Melodienreichtum als durch ihre Originalität auszeichnete.

Kaiser Karl VI. dirigierte damals einige Opern seines Vizekapellmeisters selbst. Die gut arrangierte Mischung von italienischen und deutsch-österreichischen Elementen brachte der Musik des Venezianers in Wien großen Erfolg.

Werke

  • Op.1: 12 Suonate a tre (Triosonaten). Venedig 1693 u.ö.
  • Op.2: 11 Suonate da camera a tre und eine Chaconne. Venedig 1699 u.ö.
  • Zahlreiche Sonate da camera a violino e violoncello (nur handschriftlich überliefert, vor 1710 komponiert)
  • Mehrere unveröffentlichte Solo und Triosonaten aus seiner Wiener Zeit.
  • 17 Cellosonaten und 1 Cellokonzert dem Grafen Schönborn gewidmet (1735)
  • Mehrere Konzertante Sinfonien
  • Sirita (Oper)
  • Attalanta ovvero la costanza in amor. (Oper; Text v. Nicolò Minato). Dt. v. Friedrich Christian Bressand u.d.T. Atalanta oder die verirrten Liebhaber, Braunschweig 1698
  • Weihnachtskantate für Solostimmen und Kammerorchester

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