Apfeltrester

Apfeltrester bezeichnen die Pressrückstande bei der Herstellung von Apfelsaft. Sie besitzen einen hohen Zuckergehalt, einen tiefen pH-Wert und einen geringen Eiweißgehalt. Apfeltrester beginnen schon wenige Stunden nach dem Keltern zu gären.

Apfeltrester werden häufig als Raufutterersatz zur Fütterung von Milchkühen und anderen Nutztieren verwendet, da es ein ballaststoff- und rohfaserreiches Frischfutter ist. Außerdem sind sie feinkrümelig und damit gut silierbar. Infolge steigender Trocknungskosten und sinkender Getreidepreise ist jedoch der Absatz getrockneter Trester als Futtermittel in Zukunft nicht sicher.

Durch "Aussäen von Apfeltrester" kann auf einfache Art Wildobst selbst herangezogen werden. Dazu müssen frische Trester von vollreifen Äpfeln in ein Gartenbeet flach eingearbeitet und unkrautfrei gehalten werden. Auf diese Weise entstehen im darauffolgenden Frühjahr Sämlinge, die bei gutem Boden und ständiger Pflege bis zu einem Meter langen Trieben heranwachsen.

Apfeltrester werden auch teilweise zur Gewinnung von Pektin, einem gelierfördernden Stoff, genutzt.


Siehe auch: Trester (Pressrückstände)

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