Die Arabische Halbinsel (arabisch: جزيرة العرب, DMG Dschazīrat al-cArab), auch Arabien, ist die größte Halbinsel der Welt und gehört geographisch zu Asien.
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Die Arabische Halbinsel wird begrenzt vom Golf von Akaba und dem Roten Meer im Westen und Südwesten, vom Arabischen Meer im Süden und Südosten sowie vom Persischen Golf im Nordosten. Im Norden gehen die Wüsten der Arabischen Halbinsel in die Syrische Wüste über. Die Arabische Halbinsel ist vor der Westantarktis und Vorderindien die größte Halbinsel der Erde und gehört zu Südwestasien. Zusammen mit mehreren angrenzenden Staaten bildet sie den Nahen Osten.
Tektonisch gesehen bildet diese Halbinsel die Arabische Platte. Geologisch gehört die Halbinsel zur alten afrikanischen Kontinentalmasse, auch wenn sie durch den Grabenbruch des Roten Meeres getrennt ist. Die Halbinsel ist mit der Großen Nefud im Norden und der Rub al-Chali im Süden fast vollständig ein Wüstengebiet.
Auf der Arabischen Halbinsel und auf den vorgelagerten Inseln liegen die heutigen Staaten Bahrain, Jemen, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate. Im Norden haben der Irak und Jordanien einen Anteil an der Halbinsel. Von diesen Staaten ist Saudi-Arabien, das heute umgangssprachlich oft mit der Bezeichnung Arabien gemeint ist, das bei weitem größte Land. An die Region grenzt außerdem Ägypten im Westen, Syrien, Libanon und Israel im Norden und im Osten der Iran.
Ein frühes Reich auf der in weiten Teilen unbewohnbaren Arabischen Halbinsel war im Süden das sagenumwobene Saba, das zeitweise ganz Südwestarabien beherrschte und Kolonien in Eritrea und Tansania besaß. Im 3. Jahrhundert v. Chr. gewann das Reich Himyar, das an der südwestlichen Spitze lag, die Vorherrschaft über Alt-Südarabien; es eroberte um 300 auch Hadramaut, das wegen des Weihrauch- und Myrrhe-Anbau seit alters her bedeutend war. Wohl unter dem Schutz der Sassaniden gelang es, zu Beginn des 6. Jahrhunderts dem Himyarkönig Yusuf Asar Yathar, ein Großreich im Süden der Halbinsel zu errichten; Nuwas nahm den jüdischen Glauben an. Nach einer Christenverfolgung durch Yusuf Asar Yathar unterwarf Abessinien mit oströmischer Unterstützung das himjarische Reich. Den Abessiniern folgten 572/75-628/30 die persischen Sassaniden, deren letzter jemenitischer Satrap 630 zum Islam übertrat.
In Innerarabien ist die Kinda-Föderation erwähnenswert. Im Norden bestand zunächst das Reich der Nabatäer, dann das Reich Palmyra, später auch die Reiche der Ghassaniden und Lachmiden, die am Ende ebenfalls von den Persern erobert wurden. Im Südosten stand Oman (zeitgleich mit Jemen) auch unter persischer Kontrolle; die Region Jamama spielte noch bis zum Tode Mohammeds eine eigene Rolle.
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