Die Arbeiterklasse ist ein Begriff (heutzutage in erster Linie) des Marxismus, der dort häufig synonym mit Proletariat verwendet wird (näheres hierzu siehe im Artikel "Proletariat").
Einige Marxisten, wie der US-Marxist Hal Draper, fassen den Begriff jedoch weiter. Nach Hal Draper bildet das industrielle Proletariat den Kern der Arbeiterklasse, danach kommt das nicht-industrielle Proletariat, also die Lohnarbeiter im Bereich der Dienstleistungen (z. B. Ladenbesitzer) und der Landwirtschaft. Lohnarbeiter, die nicht zum Proletariat gehören, sind nach Draper Lohnarbeiter in den Bereichen, wo kein Mehrwert geschaffen wird, etwa im staatlichen Bereich.
Schließlich zählt Draper auch noch Arbeiter zur Arbeiterklasse, die nicht Lohnarbeiter sind. Dies wären z. B. mithelfende Familienangehörige in der Landwirtschaft, kleine selbständige Handwerker, Bauern, kleine Selbständige wie Ladenbesitzer und ähnliches (also das traditionelle Kleinbürgertum).
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Die heutige Bedeutung der Arbeiterklasse ist umstritten. Nimmt man die in der amtlichen Statistik als "Arbeitnehmer" (die "Arbeiter", "Angestellte" und "Beamte" umfasst, auch die angestellten Manager) bezeichneten Personen als statistische Ersatzgröße für den Umfang der Arbeiterklasse, dann ist mengenmäßig kein Schwinden der Arbeiterklasse zu beobachten. In der Abbildung ist der Anteil der Arbeitnehmer (ein Begriff, der schon im 19. Jahrhundert als Gegenstück zu "Arbeitgeber" geprägt wurde) an den Erwerbstätigen insgesamt dargestellt. Die Erwerbstätigen sind die "Arbeitnehmer" und die "Selbstständigen und die mithelfenden Familienangehörigen" (letzteres sind also nicht nur "Kapitalisten"). Statistisch ist diese Vorgehensweise allerdings nicht ganz richtig, weil hochbezahlte Manager als Arbeitnehmer zählen, während unter den Selbstständigen auch sog. "Kleinbürger" (etwa der sprichwörtliche Würstchenbudenbesitzer) statistisch erfasst werden.
| Wiktionary: Arbeiterklasse – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |