Der Arktische Rat (englisch Arctic Council) ist ein zwischenstaatliches Forum, das zum Interessenausgleich zwischen den arktischen Anrainerstaaten und den eingeborenen Völkern im Jahr 1996 gegründet wurde. Der Klimaschutz und die Sicherheit in der Region sollten gefördert werden. Er ist ein Zusammenschluss der Anrainer der Arktis-Region, der dem Schutz der Umwelt und der Ureinwohner der Region dient. Er koordiniert Forschungsprojekte und Entwicklungsvorhaben, z.B. im Verkehrsbereich und beim Abbau von Bodenschätzen.
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Der Arktische Rat wurde 1996 gegründet, ihm gehören an
Den Ureinwohnern der Arktis ist dabei ein explizites Mitspracherecht eingeräumt worden. Es sind dies die Inuit aus den Polarregionen Grönlands, Kanadas, Alaskas und Russlands sowie die Samen Norwegens, Schwedens, Finnlands und Russlands und die indigenen Völker des russischen Nordens. Der Sitz des Rates befindet sich momentan in Moskau.
Zudem sind sechs internationale Organisationen, die die indigenen Völker der Arktis vertreten, ständiges Mitglied des arktischen Rates: Aleut International Association, Arctic Athabaskan Council, Gwich'in Council International, Russian Association of Indigenous Peoples of the North und Saami Council.
Nicht-Arktische Staaten sind als Beobachter (Observer) zugelassen. Zu diesen Beobachtern gehört auch die Bundesrepublik Deutschland.
Ende der 80er eröffneten sich durch die neue politische Weltlage Perspektiven für eine Kooperation. 1991 wurde die Arctic Environmental Protection Strategy (AEPS) ins Leben gerufen. 1996 wurde mit einer „Erklärung von Ottawa“ durch die Außenminister der Arctic Council gegründet.
Im November 2004 wurde die Studie „Arctic Climate Impact Assessment“ (Acia) in Washington präsentiert. Die mehr als 300 Forscher aus den Ländern des Arctic Councils publizierten alarmierendes.
Die Temperaturen steigen demnach in der Arktis fast doppelt so stark wie in den meisten anderen Erdregionen. Ursache: Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan.
Gegen Ende des Jahrhunderts wird der Nordpol nach den Erwartungen der Wissenschaftler eisfrei sein. Die Fläche von um rund 990.000 Quadratkilometer Eis sei in den letzten 30 Jahren bereits abgeschmolzen. Ein Gebiet so groß wie Frankreich und Spanien.
Das Abschmelzen des Eises setze einen Teufelskreis in Gang, da die Sonnenstrahlen immer weniger reflektiert würden und daher die Erwärmung immer schneller voran schreitet.
In 50 Jahren ist die Durchschnittssommertemperatur in Alaska und Sibirien um zwei bis drei Grad Celsius gestiegen. Im Winter waren es rund drei bis vier Grad Celsius.
Die Forscher rechnen mit einem Anstieg der Durchschnittstemperaturen der Arktis in den nächsten hundert Jahren im Schnitt auf dem Festland um etwa vier bis sieben Grad Celsius. Über dem Meer wird mit sieben bis zehn Grad Celsius kalkuliert.
In den letzten 100 Jahren sei der Meeresspiegel um 10 bis 20 Zentimeter, in den letzten 20 Jahren um 20 cm gestiegen. Im diesem Jahrhundert könnten es noch mal 50 bis 90 cm sein, so Schätzungen der Forscher. Sollten die Temperaturen über die nächsten Jahrhunderte um drei bis sechs Grad Celsius anziehen, werde der Eissockel in Grönland wohl komplett schmelzen und der Wasserspiegel um fast sieben Meter steigen.
Die Wissenschaftler stützen ihre Berechnungen auf die Annahme, dass es zu keiner radikalen Veränderung des globalen Kohlendioxidausstoßes kommt. Einige Schäden seien írreversibel, da es mindestens Jahrzehnte dauere die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung in den Griff zu bekommen. Andere Schäden könnten laut der Studie aber signifikant reduziert werden.
Ursprünglich sollte die Studie Ende Oktober öffentlich diskutiert werden. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Bericht nicht vor den US-Wahlen bekannt werden sollte. Deshalb sei auf Druck der Bush Regierung die Präsentation der Studie auf den 9. November verschoben worden. Das isländische Außenministerium äußerte gegenüber der taz, dass nur terminliche Gründe zu der Verschiebung geführt hätten. Die Präsentation sollte möglichst zeitnah an ein Treffen der Minister des Arktischen Rats gelegt werden.
Bereits 2001 prognostizierte das UN-Klimaforschergremium IPCC, dass der Klimawandel in den Polgebieten zu den schwersten und schnellsten in allen Erdregionen gehören wird.
Die USA und Australien sind die einzigen Industriestaaten, die das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz noch nicht unterzeichnet haben.