| Armenisch Hajeren lesu | ||
|---|---|---|
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Gesprochen in |
Armenien, Russland, Frankreich, USA und 27 weiteren Ländern | |
| Sprecher | 6,7 Millionen | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache in | Armenien, Republik Bergkarabach (ostarmenisch) | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1: | hy | |
| ISO 639-2: | (B) arm | (T) hye |
| ISO 639-3 (SIL): | hye | |
Die armenische Sprache (armenisch Հայերէն լեզու/ Hajeren lesu) gehört zu den indogermanischen Sprachen. Unter diesen bildet das Armenische einen eigenen Zweig.
Man unterscheidet drei Sprachformen des Armenischen:
Die Gesamtzahl der Sprecher beträgt etwa 6,7 Millionen (Stand 1999), davon leben etwas mehr als 3 Millionen heute in Armenien.
Das Armenische hat im Wortschatz Ähnlichkeiten mit dem Griechischen (viele Parallelen bei etymologischen Wurzeln). Das Armenische enthält auch viele Lehnwörter aus iranischen Sprachen (Parthisch, Mittelpersisch, Persisch), dem Französischen, dem Latein und dem vor allem dem Russischen (insbesondere technische Begriffe und Wörter der Umgangssprache).
Inhaltsverzeichnis |
Armenisch wird mit einem eigenen Alphabet geschrieben (siehe Armenisches Alphabet), das im 5. Jahrhundert vom Mönch Mesrop Maschtoz entwickelt wurde. Es besteht aus 39 (ursprünglich 36) Buchstaben.
| Labiodental | Alveolar | Postalveolar | Palatal | Velar | Glottal | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| stimmhaft | v | z | ʒ | ʝ | ||
| stimmlos | f | s | ʃ | x | h |
Im Armenischen gibt es sieben bzw. sechs Vokale: a, i, Schwa, o, u und zwei e, zwischen denen im Neuarmenischen abgesehen von einer Präjotierung1 am Wortanfang kein Ausspracheunterschied besteht. Es ist nicht klar, inwiefern sie sich im Altarmenischen unterschieden, vermutlich gab es entweder ein offenes und ein geschlossenes oder ein langes und ein kurzes e. Verschlusslaute und Affrikaten sind stimmhafte, stimmlose oder stimmlos aspirierte. Im Armenischen gibt es keine Knacklaute. Deutschen Muttersprachlern kann es bei der Aussprache schwerfallen, sie nicht intuitiv mitzusprechen.
Es gibt im Altarmenischen 26 Konsonanten und sechs Affrikaten, die bis auf den stimmhaften velaren Nasal (ŋ) alle im armenischen Alphabet enthalten sind. Das f kommt nur in Fremdwörtern vor, bereitet den Armeniern aber keine Schwierigkeiten bei der Aussprache. Einige Dialekte des Armenischen besitzen Ejektive, was für indogermanische Sprachen atypisch ist und vermutlich auf den Einfluss der Umgebungssprachen zurückzuführen ist. Die Betonung liegt bei den allermeisten Wörtern auf der letzten Silbe. Die Phonologie des Armenischen wurde von den benachbarten kaukasischen Sprachen und vom Türkischen beeinflusst.
| Labial | Lamino-Dental | Velar | |
|---|---|---|---|
| stimmhaft | b | d | g |
| stimmlos | p | t | k |
| stimmlos aspiriert | pʰ | tʰ | kʰ |
| Alveolar | Palatal | |
|---|---|---|
| stimmhaft | d͡z | d͡ʒ |
| stimmlos | t͡s | t͡ʃ |
| stimmlos aspiriert | t͡sʰ | t͡ʃʰ |
Durch die Westarmenische Lautverschiebung sind stimmlose nicht-aspirierte Konsonanten aus dem Westarmenischen verschwunden. Typisch ist die stimmlos aspirierte Aussprache vormals stimmhafter nicht-aspirierter Laute und die stimmhafte nicht-aspirierte Aussprache vormals nicht-aspirierter stimmloser Laute. Das betrifft die folgenden Buchstaben:
1 Das bedeutet, dass vor dem Vokal ein j gesprochen wird.
Siehe auch Internationales Phonetisches Alphabet
Armenisch hat ein reiches Kasussystem (sieben Fälle), aber keine Genus-Unterscheidung. Die meisten alten synthetischen Verbformen wurden durch analytische Konstruktionen (mit Hilfsverb) ersetzt. Armenisch ist eine SPO-Sprache, das heißt die Wortstellung ist in der Regel Subjekt – Prädikat – Objekt, sie ist jedoch flexibel, z. B. um einen Satzteil besonders zu betonen. Den Konjunktiv gibt es nur für die Verbformen in Präsens und Präteritum. Seine Funktion ist jedoch anders als im Deutschen, man benutzt ihn prinzipiell nicht für die indirekte Rede. (Alternative Kategorien sind daher auch Optativ (Wunschform) und Desiderativ). Der unbestimmte Artikel ist im Ostarmenischen grammatisch nicht markiert; im Westarmenischen folgt dem Nomen ein "mə" (մը).
Rechtschreibreform der armenischen Sprache 1922-1924
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