| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
![]() |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Kärnten | |
| Politischer Bezirk: | Villach-Land (VL) | |
| Fläche: | 67,4 km² | |
| Koordinaten: | 46° 33' N, 13° 42' O | |
| Höhe: | 578 m ü. A. | |
| Einwohner: | 6824 (31. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 101 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 9601 | |
| Vorwahlen: | 0 42 55 | |
| Gemeindekennziffer: | 2 07 02 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Gemeindeplatz 4 9601 Arnoldstein |
|
| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Erich Kessler (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2003) (27 Mitglieder) |
||
Arnoldstein (slow.: Podklošter, Unter dem Kloster) ist eine Marktgemeinde in Kärnten, Österreich.
Inhaltsverzeichnis |
Die Marktgemeinde Arnoldstein grenzt an die Karawanken und die Karnischen Alpen und bildet somit ein Dreiländereck zwischen Italien, Slowenien und Österreich.
Arnoldstein ist in die sechs Katastralgemeinden Arnoldstein (Podklošter), Hart (Ločilo), Maglern (Megvarje), Pöckau (Peče), Riegersdorf (Rikarja vas) und Seltschach (Sovče) gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 21 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl 2001):
|
|
|
| Villach | Bad Bleiberg | |
| Nötsch im Gailtal, Hohenthurn | ![]() |
Finkenstein am Faaker See |
| Tarvis | Kranjska Gora |
Das Gebiet von Arnoldstein war bereits in der Antike besiedelt, wovon heute noch die Römerstraße am linken Ufer der Gailitz kündet. Diese Heeresstraße zog sich von Aquileia nach Virunum.
Der Name beruht auf dem vermutlichen Gründer der Klosterburg, Arnold, der jedoch urkundlich nicht fassbar ist. Dieser errichtete auf einem Felsen über der Gailitz im 11. Jahrhundert die Burg, die dem Patriarchat Aquileia und ab 1014 dem Bistum Bamberg unterstand. Otto von Bamberg richtete hier 1106/07 das Benediktinerkloster ein, das bis 1783 bestand (siehe auch Stift Arnoldstein). Die Klosterburg ist heute als begehbare Ruine erschlossen. Im Parkmuseum der Landeshauptstadt Klagenfurt befindet sich heute ein antiker Grabstein, welcher Ritter Arnold mit seiner Frau Mathilde zeigt.
Unterhalb des Klosters entstand am Verkehrsweg nach Italien („schräger Durchgang“) ein Dorf, das 1376 erstmals urkundlich erwähnt und schon um das Jahr 1500 auch als Markt bezeichnet wurde, aber keine Selbstverwaltung mit privilegierterer Bürgerschicht besaß. Im Lauf des 16. Jahrhunderts sank es wieder zum Dorf ab.
Im 15. Jahrhundert errichteten die Fugger eine Bleihütte („Fuggerau“), 1797 entstand im benachbarten Gallizien eine Glättefabrik, die später Rostschutzfarbe und von 1814 bis 1975 Schrotkugeln herstellte. Arnoldstein wurde ab 1882 zum Industriestandort, als hier eine Bleihütte der Bleiberger Bergwerks-Union entstand.
Die Gemeinde Arnoldstein wurde 1850 gegründet und erhielt im Jahr 1930 das Recht zur Führung der Bezeichnung „Marktgemeinde“.
Laut Volkszählung 2001 hat Arnoldstein 6.832 Einwohner, davon besitzen 91,9 % die österreichische Staatsbürgerschaft, 2,9 % kommen aus Bosnien-Herzegowina und 1,5 % aus Deutschland.
76,3 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen, 9,8 % zur evangelischen Kirche und 3,5 % sind islamischen Glaubens. 7,6 % der Einwohner ist ohne religiöses Bekenntnis.
Der Gemeinderat besteht aus 27 Mitgliedern. Seit den Gemeinderatswahlen 2003 verteilen sich die Mandate wie folgt:
Bürgermeister ist Erich Kessler (SPÖ).
Das Wappen von Arnoldstein, das der Marktgemeinde am 30. April 1956 verliehen wurde, zeigt das Motiv des ältesten erhaltenen Siegels des Klosters, das an Urkunden von 1280 bis 1509 erhalten ist, auch wenn diese Darstellung nicht der – eigentlich eintürmigen – Kirchenfassade entspricht. Die Zinnen sollen an die Burg als Vorgängerbau des Klosters erinnern. Bei der Tingierung griff man auf die Farben des Bistums Bamberg zurück, unter dessen Herrschaft das Kloster bis 1759 stand. Die Fahne ist Gelb-Schwarz mit eingearbeitetem Wappen.
Afritz am See | Arnoldstein | Arriach | Bad Bleiberg | Feistritz an der Gail | Feld am See | Ferndorf | Finkenstein am Faaker See | Fresach | Hohenthurn | Nötsch im Gailtal | Paternion | Rosegg | Sankt Jakob im Rosental | Stockenboi | Treffen | Velden am Wörther See | Weißenstein | Wernberg