Arthur R. Jensen (* 24. August 1923) ist ein US-amerikanischer Psychologe.
Jensen wurde als Sohn einer jüdischen Polin und eines dänischen Vaters geboren. Er studierte an der University of California, Berkeley (B. A. 1945), am San Diego State University (M. A. 1952) und promovierte 1956 an der Columbia University.
Im Februar 1969 veröffentlichte er im Harvard Educational Review den bis heute kontrovers diskutierten Artikel „How Much Can We Boost I.Q. and Scholastic Achievement?“, in dem er argumentierte, dass der IQ-Unterschied zwischen Schwarzen und Weißen genetisch bedingt sei.
Die Veröffentlichung seines Aufsatzes zur genetischen Bedingtheit von Intelligenz hatte starke Proteste und Todesdrohungen zur Folge. Die Universitätsleitung von Berkeley, wo er lehrte, zeigte sich ebenfalls empört und untersagte ihm die weitere Verbreitung des Artikels. Jensen durfte auch nicht auf die zahlreichen Beschwerdebriefe antworten. Die Kontroverse drehte sich daher zum einen um Rassismus, zum anderen aber auch um die Freiheit der Wissenschaften.
Der Paläontologe Stephen Jay Gould griff 1981 Jensens These in seinem Werk „Der falsch vermessene Mensch“ (im Original „The Mismeasure of Man“) scharf an.