Assisi

Assisi
Comune
Lage der Gemeinde in Italien
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Perugia (PG)
Geographische Koordinaten: 43° 4′ 17″ N, 12° 36′ 47″ O
Höhe: 424 m s.l.m.
Fläche: 186 km²
Einwohner: 26.196 (31.12.04)
Bevölkerungsdichte: 131 Einw./km²
Postleitzahl: 06081
Vorwahl: 075
ISTAT-Nummer: 054001
Demonym: Assisiati oder Assisani
Schutzpatron: San Rufino
Website: http://www.comune.assisi.pg.it/

Assisi ist eine Stadt im mittelitalienischen Umbrien in der Nähe der Regionalhauptstadt Perugia. Berühmt ist Assisi heute hauptsächlich als Geburtsort des Hl. Franz von Assisi (auch Hl. Franziskus), des Gründers der Minderen Brüder (genannt: Franziskaner oder Minoriten) und der Hl. Klara, der Gründerin des Klarissenordens. Das mittelalterliche Stadtbild mit Stadtmauer und Festungsruine (Rocca maggiore) ist noch gut erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ort (lat. Asisium) wurde von den Römern terrassenförmig auf einem Felsrücken an der Westseite des Monte Subasio errichtet. Aus römischer Zeit finden sich heute noch die Stadtmauern, das Forum (i.e. Marktplatz Piazza del Comune), ein Theater, ein Amphitheater und der Tempel der Minerva, der später in die Kirche Santa Maria sopra Minerva umgebaut wurde.

Im Jahre 545 wurde der Ort größtenteils von den Ostgoten zerstört, er geriet später unter die Herrschaft der Lombarden und wurde danach den Grafen von Spoleto unterstellt.

Im Jahre 1181/1182 wurde der berühmteste Sohn der Stadt, der Hl. Franz von Assisi, hier geboren.

Im Jahre 1197, also drei Jahre nach seiner Geburt auf dem Marktplatz von Jesi, wurde der spätere Kaiser Friedrich II. in Assisi getauft.

Sehenswürdigkeiten

Touristen werden vor allem von den Kirchen San Francesco und Santa Chiara, den Grabstätten des Hl. Franziskus und der Hl. Klara angezogen. Damit ist Assisi ein bedeutender Pilgerort des Christentums. Sehenswert ist auch die franziskanische Einsiedelei Eremo delle Carceri. Auf dem Wege dorthin entspringt die Quelle Fontemaggio, die in römischer Zeit die Stadt mit Trinkwasser versorgt hat.

Die Doppelkirche San Francesco, mit deren Bau 1228 begonnen wurde (in drei Ebenen am westlichen Ende der Stadt errichtet), wurde am 26. September 1997 bei einem schweren Erdbeben stark beschädigt. Vier Menschen kamen hierbei ums Leben. Die bei dem Erdbeben zum Teil beschädigten wertvollen Fresken in der Ober- und Unterkirche (um 1300 begonnen), die unter anderem von Giotto und Cimabue stammen, wurden mittlerweile restauriert.

Die Basilika San Francesco gehört wie die anderen franziskanischen Pilgerstätten in Assisi seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Der neuere Teil Assisis liegt am Fuß des Berges um die Kathedrale Santa Maria degli Angeli herum, welche die kleine Portiunkula-Kapelle umschließt, in der Franziskus gestorben ist. Santa Maria degli Angeli ist die siebtgrößte Kirche der Welt. In dieser Kirche fand auch zwei Mal, 1986 und 2002, das Weltgebetstreffen vieler religiöser Führer statt.

Weitere sehenswerte Gebäude:

  • die Kathedrale San Rufino
  • das Santuario San Damiano (außerhalb der Stadtmauer)
  • die Kirche S. Maria sopra Minerva (an der zentralen Piazza del Comune gelegene Kirche; Fassade: römischer Portikus mit sechs Säulen)
  • die Palazzi Comunali
  • die Pinacoteca Comunale
  • das Oratorio di San Franceso Piccolino
  • Santa Maria Maggiore
  • die Chiesa San Pietro (13. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert renoviert). Rechteckige, typisch romaische Fassade mit drei Rosetten und drei Eingangsportalen.
  • Santa Maria di Rivotorto (2km unterhalb von Assisi; die 1854 erbaute Kirche wurde über einer - rekonstruierten - Hütte erbaut, in der sich Franziskus um 1208 oder 1209 mit engen Mitstreitern traf und mit ihnen die Ordensregeln festlegte)


Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Commons
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Quelle:
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