| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den gleichnamigen Ortsteil von Vaihingen an der Enz, siehe Vaihingen an der Enz.. |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Aurich | |
| Koordinaten: | 53° 28′ N, 7° 29′ O | |
| Höhe: | 4 m ü. NN | |
| Fläche: | 197,21 km² | |
| Einwohner: | 40.559 (30. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 206 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 26603 - 26607 | |
| Vorwahl: | 04941 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AUR | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 52 001 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Bgm-Hippen-Platz 1 26603 - 26607 Aurich |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Heinz-Werner Windhorst (parteilos) | |
Aurich (Plattdeutsch Auerk) ist Kreisstadt des Landkreises Aurich in Niedersachsen, in Ostfriesland. Seit 2004 ist Aurich berechtigt, zweisprachige Ortsschilder in Hochdeutsch und Plattdeutsch aufzustellen.
Inhaltsverzeichnis |
Aurich liegt inmitten der Ostfriesischen Halbinsel, die zwischen dem 7. und 8. Längen- und dem 53. und 54. Breitengrad liegt. Vermutlich erhielt die Stadt ihren Namen, weil sie - von ausgedehnten Moorlandschaften umgeben - in einem wasserreichen Gebiet (av-rik) liegt. Aurich hat eine Fläche von 197,25 km² bei einer Nord-Süd-Ausdehnung von 16 km und einer Ost-West-Ausdehnung von 19 km.
Das mittlere Ostfriesland war einst stärker von Mooren bedeckt, als es aktuelle Landkarten erahnen lassen. Zwischen den Niedermooren am Rand der Geest und den vor allem auf den Scheitellagen des Ostfriesischen Geestrückens befindlichen Hochmooren wurden sandige Geestdurchragungen der Grundmoräne für Siedlungsgründungen genutzt. Auf einer solchen, etwa drei bis neun Meter über dem Meeresspiegel, liegt die Stadt Aurich.
Geest, Moor, Marsch und Meer prägen den landschaftlichen Charakter Ostfrieslands. Die heute weitgehend entwässerte Moorlandschaft zeichnet sich durch eine Vielzahl von Kanälen aus. An den Ufern dieser Kanäle entstanden die für Ostfriesland typischen lang gestreckten Fehndörfer. Die ostfriesische Küstenlinie ist das Ergebnis eines jahrhundertelangen Prozesses von Fortschritten und Rückschlägen im Deichbau. Ein mittlerweile breiter Gürtel fruchtbarer Boden wurde durch Generationen von Marschbauern dem Meer abgerungen. So findet man im Landesinneren noch Reste alter Deiche, die früher die Küstenlinie darstellten.
Die Geschichte Aurichs lässt sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Ursprungssiedlung Aurechove wird erstmalig in einer friesischen Rechtsaufzeichnung aus dem Jahre 1276, dem Brokmerbrief erwähnt.
Sie lag um die Lambertikirche herum, die vom Grafen Moritz von Oldenburg gestiftet und dem Heiligen Lambertus, dem in Jahre 703 getöteten Bischof von Maastricht geweiht wurde. Ihr wuchtiger Kirchturm, der sich in heutiger Form seit 1662 zeigt, ist das Wahrzeichen der Stadt.
Um 1350 setzte sich in Ostfriesland eine von mehreren Häuptlings-Familien durch, die Cirksenas. Die Häuptlinge waren die lokale Variante des spätmittelalterlichen Rittertums und häuften ihren Reichtum mit rauen Sitten an. Im Ostfriesischen Wappen sind die Hoheitszeichen der Häuptlinge vereint. Der Aufstieg der Cirksenas zur Macht und später zu „Grafen Ostfrieslands“ begann mit den Interessen der Hamburger an der Region.
Die Hamburger hatten sich Anfang des 13. Jahrhunderts in Emden festgesetzt, erreichten jedoch nicht volle Macht über Ostfriesland. Als hilfreich erwiesen sich die Cirksenas, die den Hamburgern auch bei der Verfolgung von Klaus Störtebeker und seinen Piraten halfen. Als sich Hamburg 1433 aus Ostfriesland zurückzog, wurden die Brüder Edzard und Ulrich Cirksena dessen Verwalter. 1453 verpfändeten sie ihre Herrschaft über Ostfriesland für 10 000 lübische Mark an die Cirksenas. So entwickelte sich Aurich zum Mittelpunkt des nach ihm benannten Landes. Zusammen mit dem Brookmerland bildete Aurich eine selbständige Verwaltungseinheit.
Nachdem zu Beginn des 16. Jahrhunderts Ostfriesland in einem Feldzug in Schutt und Asche gelegt wurde, begann Graf Edzard I. aus dem Hause Cirksena im Jahre 1517 den vollständigen Wiederaufbau der Stadt. Der Grundriss dieser Neuanlage bestimmt noch heute den Stadtkern.
Im Jahre 1539 wurden alle Landesbehörden in Aurich zusammengezogen. Die Stadt wurde damit zur Hauptstadt der Grafschaft und des späteren Fürstentums Ostfriesland. Nach dem Aussterben der Fürstenfamilie im Jahre 1744 fiel Ostfriesland an das Königreich Preußen. Aurich blieb aber Sitz der Landesbehörden, erhielt eine Kriegs- und Domänenkammer und wurde Regierungshauptstadt der Preußischen Provinz Ostfriesland.
In der Napoleonischen Zeit (1807-1810 holländisch, 1810-1813 französisch) war es Sitz des Präfekten. Während der Zugehörigkeit zum Königreich Hannover (1815-1866) wurde Aurich Hauptstadt der Provinz Ostfriesland und 1866 auch Garnisonsstadt.
Über die unrühmliche Zeit des Dritten Reiches in Aurich wird nach wie vor wenig berichtet. Die Stadt war Sitz einer Marine-Nachrichten-Schule sowie Garnisonsort der Wehrmacht. Bis 1945 blieb es preußische Regierungshauptstadt und danach Hauptstadt des Regierungsbezirks Aurich des von den Alliierten neu geschaffenen Landes Niedersachsen. 1978 wurde der Regierungsbezirk Aurich aufgelöst und ging im Regierungsbezirk Weser-Ems mit Sitz in Oldenburg auf, welcher seinerseits Ende 2004 aufgelöst wurde.
Nach 1945 wurde die Stadt von vielen Flüchtlingen bevölkert. Zählte sie bei Kriegsausbruch 7089 Einwohner, waren es Ende 1945 bereits 10350 geworden.
Am 31. Mai 1965 wurden die Gemeinden Extum, Haxtum, Kirchdorf und Rahe zur Samtgemeinde Upstalsboom zusammengeschlossen. Der Name der Samtgemeinde begründete sich auf das hier befindliche Denkmal Upstalsboom. Am 1 Juli 1972 wurden im Rahmen einer niedersächsischen kommunalen Gebietsreform diese vier Ortsteile dem Stadtgebiet Aurichs zugeschlagen.
In silber und auf grünem Boden zeigt das Wappen der Stadt zwischen zwei grünen Bäumen einen gekrönten roten Schild und darin ein goldenes gotisches großes A. Die Farben der Stadt sind rot-gold. Das Dienstsiegel enthält das Wappen und die Umschrift „Stadt Aurich (Ostfriesland)“.
Stadtwappen sind meistens aus Siegeln hervorgegangen. Am 16. März 1539 wurden Aurich die Stadtrechte durch Graf Enno II. mit der Berechtigung verliehen, ein solches Siegel zu führen.
1736 wurde ein neues und größeres, repräsentativeres Siegel eingeführt. Wahrscheinlich ist zu dieser Zeit auch das erste Wappen entstanden. Genaue Zeitangaben sind nicht bekannt. Schon zu dieser Zeit war das goldene „A“ auf rotem Grund mit einer mittelalterlichen goldenen Königskrone verziert. Das Schild wurde von beiden Seiten mit Laubgebinde umgeben.
Auf einem grünen Rasen stehend, wurde es an beiden Seiten von je einem Baum in natürlichen Farben umrahmt. Stadtsiegel und Wappen orientieren sich an der schmuckfreudigen Rokokozeit (1675-1770). Nach „Meyers Brockhaus-Konversationslexikon“ erscheint das Wappen 1903 ohne Krone. Der Grund ist auch später in der kronenfeindlichen Tendenz zur Weimarer Republik zu suchen.
Nach dem Heraldiker Otto Hupp von der Bremer Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft zeigt sich das Wappen 1937 in den bekannten Farben. Die Krone ist wieder da, mächtig und üppig gegenüber der ersten Grafenkrone der Cirksena. Die Girlanden oder Laubgebinde sind weggelassen. Die Krone schwebt jedoch über dem Bild.
1955 befindet sich die Krone wieder auf dem Wappen. Mit der aufgesetzten Krone kam man zu dem ältesten Siegel und der alten Tradition zurück. Es präsentiert würdig die ostfriesische Hauptstadt und Regierungshauptstadt. Nach der Hauptsatzung der Stadt Aurich (Ostfriesland) vom 18. Oktober 1956 ist es das jetzige Wappen.
Das „A“ im Aurich-Wappen steht auf einer kleinen Anhöhe. Sie symbolisiert den Upstalsboom, der sich westlich von Aurich in der Nähe von Rahe befindet. Ursprünglich handelte es sich um einen Grabhügel aus der Bronzezeit. Im Mittelalter wurde es der Versammlungsplatz der Abgeordneten der 7 friesischen Seelande zwischen Fly und Weser, die sich zum Landfriedensbund zusammengeschlossen hatten.
Siegel der Stadt Aurich im Wandel der Zeit V.l.n.R.: Siegel 1530, 1736, 1900, 1937, 1955
Durch die Kommunalwahl in Niedersachsen am 10. September 2006 ergab sich, bei einer Wahlbeteiligung von 54,28 Prozent der Wahlberechtigten, folgende Sitzverteilung für den Rat der Stadt Aurich:
Mit einer Wahlbeteiligung von 57,18 Prozent erfolgte am 24. September 2006 eine Stichwahl für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Aurich. Zur Wahl standen die Amtsinhaberin Sigrid Griesel und ihr Herausforderer Heinz-Werner Windhorst, beide ehemalige SPD-Mitglieder und inzwischen parteilos. Griesel wurde von der Auricher CDU und der GAP unterstützt, Windhorst von der SPD, den Grünen sowie der Auricher Wählergemeinschaft (AWG).
Sigrid Griesel unterlag mit 44,7 Prozent ihrem Herausforderer Heinz-Werner Windhorst, der 55,29 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Windhorst hat das Amt des Bürgermeisters der Stadt Aurich am 1. November 2006 angetreten. Seit 2006 gilt in Niedersachsen für Bürgermeister eine Amtszeit von acht Jahren. Sie ist damit um drei Jahre länger als die der Mitglieder des Rates.
Im Niedersächsischen Landtag (Legislaturperiode bis 2008) ist derzeit ein Abgeordneter aus dem Wahlkreis 94 vertreten. Das Direktmandat gewann bei der Wahl 2003 der Christdemokrat Wolfgang Ontijd. Er ist seit 1990 Mitglied des Landtages und gab bereits im Januar 2007 bekannt, dass er bei der nächsten Landtagswahl nicht wieder kandidieren wird.
Der Bundestagswahlkreis Aurich/Emden umfasst die Stadt Emden und den Landkreis Aurich. Bei der Bundestagswahl im Herbst 2005 wurde der Sozialdemokrat Garrelt Duin direkt gewählt. Mit einem Zweitstimmen-Ergebnis von 55,9 Prozent gelang der SPD im Wahlkreis Aurich/Emden das beste Ergebnis in Deutschland. Außerdem wird der Wahlkreis von dem Bündnisgrünen Thilo Hoppe aus Aurich vertreten. Dieser zog bei der Wahl über die Landesliste in den Bundestag ein.
| Bevölkerung | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 40.124 | 40.278 | 40.362 | 40.567 | 40.440 | 40.439 | 40.594 |
| Männlich | 19.416 | 19.457 | 19.471 | 19.577 | 19.553 | 19.570 | 19.542 |
| Weiblich | 20.708 | 20.821 | 20.891 | 20.990 | 20.887 | 20.869 | 20.952 |
| Geboren | 466 | 419 | 425 | 422 | 377 | 392 | 375 |
| Gestorben | 411 | 390 | 427 | 445 | 426 | 414 | 400 |
Durch die Gemeindegebietsreform 1973 sind die ehemals selbständigen Gemeinden in die Stadt Aurich eingegliedert worden. Die neuen Ortsteile bildeten Ortsräte, in denen die örtlichen Belange vertreten werden.
Brockzetel | Dietrichsfeld | Egels | Extum | Georgsfeld | Haxtum | Kirchdorf | Langefeld | Middels | Pfalzdorf | Plaggenburg | Popens | Rahe | Sandhorst | Schirum | Spekendorf | Tannenhausen | Walle | Wallinghausen | Wiesens
| Ortsteil | Fläche in km² | Einwohner | Einw./ km² |
|---|---|---|---|
| Aurich | 5,83 | 12.194 | 2091,60 |
| Brockzetel | 19,25 | 402 | 20,68 |
| Dietrichsfeld | 11,31 | 770 | 68,79 |
| Egels | 4,43 | 1.878 | 418,28 |
| Extum | 4,17 | 1.728 | 413,67 |
| Georgsfeld | 6,56 | 564 | 86,89 |
| Haxtum | 2,20 | 1.844 | 829,09 |
| Kirchdorf | 4,77 | 1.377 | 290,78 |
| Langefeld | 4,79 | 457 | 93,95 |
| Middels | 23,01 | 1.248 | 54,15 |
| Pfalzdorf | 6,11 | 259 | 42,55 |
| Plaggenburg | 13,47 | 1.475 | 108,69 |
| Popens | 1,88 | 1.973 | 1045,21 |
| Rahe | 4,38 | 560 | 127,17 |
| Sandhorst | 10,77 | 3.994 | 374,56 |
| Schirum | 13,19 | 1.344 | 102,96 |
| Spekendorf | 13,37 | 484 | 36,80 |
| Tannenhausen | 16,92 | 1.845 | 110,17 |
| Walle | 8,26 | 2.550 | 310,77 |
| Wallinghausen | 5,81 | 3.384 | 583,48 |
| Wiesens | 16,73 | 1.444 | 86,73 |
Stand: 31. Dezember 2005
Bild: Die Auricher Ortsteile sollen stärker für den Tourismus erschlossen werden. Besonderes Augenmerk legt man auf den Bootstourismus. Hierbei spielt der Ems-Jade-Kanal, der quer durch die Stadt führt, eine besondere Rolle.
Mit folgenden Städten ist Aurich eine Städtepartnerschaft eingegangen:
| Appingedam in Niederlande seit September 1989 | |
| enge Zusammenarbeit in Form von Schüleraustauschen mit der polnischen Stadt Kepno |
Die Verbindungen zwischen Aurich und Appingedam gehen bis in das 13. Jahrhundert zurück. 1327 erhielt Appingedam offiziell die Selbstständigkeit in Gerichtsbarkeit und Verwaltung. Das Stadtrechtsprivileg, festgelegt im so genannten 'Buurbrief', ist vermutlich in Aurich beschlossen worden, dem Ort, wo einst die friesischen Länder zusammenkamen. Einmal im Jahr wird diese Partnerschaft mit Festen in den Städten gefeiert. Außerdem finden regelmäßig Schüleraustausche statt.
Aurich ist Sitz einer ganzen Reihe von Behörden.
Sehenswürdigkeiten in Aurich (v.l.n.r.) Mausoleum, Knodtsches Haus, Pingelhus, Kunstpavillon
Die 1810 erbaute Synagoge der jüdischen Gemeinde wurde am 9. November 1938 zerstört.
Siehe auch: Geschichte der Juden in Ostfriesland, Jüdische Gemeinde Aurich und Liste der ehemaligen ostfriesischen Synagogen.
Durch die besondere Küstenlage ist der Tourismus ein wichtiges Standbein der heimischen Wirtschaft. Rund 180 000 Übernachtungen verzeichnete Aurich im Jahr 2002.
Die Elektrotechnik und der Maschinenbau sind weitere Standbeine der Auricher Wirtschaft. Der Windenergie-Anlagenhersteller Enercon, der mit 15,8 % Prozent Weltmarktanteil (2004) Dritter der Branche hinter Vestas (Dänemark) und Gamesa (Spanien) ist, beschert der Region einerseits wichtige Arbeitsplätze und der Stadt zweistellige Millionenbeträge an Gewerbesteuereinnahmen, führt sie aber andererseits auch in eine nicht unkritische Abhängigkeit von einem einzelnen Unternehmen. Die Firma WIMA in Aurich ist auf dem Gebiet der Folienkondensatoren Weltmarktführer. Dies ist für Unternehmen im Elektronikbauteilesektor mit Standort Deutschland eine Rarität. Die Nahrungsmittelindustrie sowie der Stahl- und Metallbau sind ebenfalls in der Stadt vertreten.
Aurich gehört zu den wenigen Kommunen in Deutschland, welche deutlich Schulden abbauen. Die Gründe hierfür liegen in den, oben angesprochenen, hohen Gewerbesteuereinnahmen. Seit 2000 hat die Stadt gut die Hälfte ihrer Schulden zurückzahlen können.
Besondere Bedeutung haben Dienstleistungsunternehmen mit einem Anteil von rund 40 Prozent an der Bruttowertschöpfung. Weitere 35 Prozent entfallen auf das verarbeitende Gewerbe. Der Handel hat einen Anteil von 15 Prozent. Die restlichen 10 Prozent der Bruttowertschöpfung entfallen auf die Landwirtschaft.
Aurich gilt als wirtschaftlich strukturschwache Region. Die Arbeitslosigkeit liegt mit etwa 13 Prozent weit über dem Durchschnitt Niedersachsens und Westdeutschlands, ist aber auch höher als im benachbarten Leer. Teilweise wird dafür die unzureichende Verkehrsanbindung der Stadt verantwortlich gemacht.
Befürworter des Straßenausbaus fordern seit langem einen Abzweig zur A 31, Befürworter der Schiene fordern eine Reaktivierung der am 30. April 1996 stillgelegten Strecke Aurich-Abelitz - insbesondere für den Gütertransport. Die Reaktivierung und Modernisierung der Strecke wie der Bau eines Autobahnzubringers erfordert allerdings erhebliche Investitionen. Private Initiativen sammeln derzeit Geld, um den Ausbau des Autobahnzubringers zu beschleunigen. Die "Eisenbahngesellschaft Ostfriesland-Oldenburg" e.g.o.o. hat zum Januar 2003 die Infrastruktur der Bahnstrecke gekauft, um die Reaktivierung voranzutreiben. Siehe dazu auch Ostfriesische Küstenbahn.
Für den Bau des geforderten Zubringers A 31 müsste nach bisherigen Planungen jene seit 1996 ungenutzte Bahntrasse weichen. Aus diesem Grunde trägt die Diskussion Straße vs. Schiene bisweilen auch ideologisch verhärtete Züge. Befürworter wie Gegner der Straße oder der Schiene erklären jeweils, dass der fehlende Bahnanschluss beziehungsweise der fehlende A 31-Zubringer Investoren abschrecke. Als aber Enercon als mit Abstand größter Investor weitere Investitionen ausdrücklich von einer Reaktivierung der Eisenbahnstrecke abhängig machte und bereit war, 2 Millionen der benötigten 7,5 Millionen Euro selbst beizusteuern, stimmte auch das Land Niedersachsen zu - unter der Bedingung, dass sich "die Ostfriesen einig" seien. Inzwischen ist die Reaktivierung der Bahnstrecke Aurich-Abelitz beschlossen worden. Im Frühjahr 2008 rollen die ersten Güterzüge wieder.
Über den 1880-1888 erbauten Ems-Jade-Kanal ist Aurich mit Emden und Wilhelmshaven verbunden. Dieser Kanal mit einer Gesamtlänge von 72,3 Kilometern hat inzwischen jedoch fast ausschließlich Bedeutung für die Sportschifffahrt. Nur gelegentlich werden zwischen dem Emder Hafen und Aurich noch Baustoffe transportiert.
Die Verkehrsgemeinschaft Landkreis Aurich hat in Aurich ihren Sitz.
In Aurich sind die Ostfriesischen Nachrichten ansässig, eine eigenständige Tageszeitung für den Altkreis Aurich. Außerdem liegt die Stadt im Verbreitungsgebiet der Ostfriesen-Zeitung und ist Sitz der Bezirksredaktion für Aurich und Wittmund. Daneben ist in Aurich eines der drei Studios des Bürgerrundfunksenders Radio Ostfriesland beheimatet.
Im Ortsteil Popens betreibt der Norddeutsche Rundfunk eine Sendeanlage für UKW und TV. Als Antennenträger kommt ein 227 Meter hoher abgespannter Stahlrohrmast zum Einsatz, der damit das höchste Bauwerk Ostfrieslands ist.
Folgende bekannte Persönlichkeiten stammen aus Aurich:
Folgende Persönlichkeiten sind nicht in Aurich geboren, haben aber dort gewirkt:
| Commons: Aurich – Bilder, Videos und Audiodateien |
| Wiktionary: Aurich – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
Aurich | Baltrum | Berumbur | Dornum | Großefehn | Großheide | Hage | Hagermarsch | Halbemond | Hinte | Ihlow | Juist | Krummhörn | Leezdorf | Lütetsburg | Marienhafe | Norden | Norderney | Osteel | Rechtsupweg | Südbrookmerland | Upgant-Schott | Wiesmoor | Wirdum