Ave Maria (Gegrüßet seist Du, Maria) ist der lateinische Beginn eines Grundgebetes der katholischen Kirche zur Anrufung Marias, der Mutter Jesu. 'Ave' ist dabei ein in das Lateinische eingedrungenes semitisches Lehnwort und stammt ursprünglich wohl aus Karthago (phönizisch-punisch 'hawe' bedeutet 'lebe').
Die Anrufung besteht aus zwei Teilen:
Das Ave Maria gehört nach dem Vaterunser zu den meistgesprochenen Gebeten der Christenheit und ist mit diesem Bestandteil des Rosenkranz-Gebetes.
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Gegrüßet seist Du, Maria, voll der Gnade.
Der Herr ist mit Dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
Das Ave Maria ist von Komponisten aller Epochen vertont worden. Die berühmtesten Vertonungen stammen von Franz Schubert und Charles Gounod. Letzterer legte seine Melodie über die Musik zum 1. Präludium aus dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach, weshalb das Werk als "Ave Maria von Bach-Gounod" in die Musikgeschichte einging. Franz Schubert legte seiner Komposition zunächst einen anderen deutschen Text zugrunde. Doch kann sein Werk auch mit dem bekannten lateinischen Text gesungen werden. Weitere Vertonungen des lateinischen Ave Maria-Textes gibt es unter anderem von Heinrich Schütz (SWV 334), Felix Mendelssohn Bartholdy (op. 23 für 8-stimmigen Chor, Soli und Orgel), Anton Bruckner, Luigi Cherubini, Marcel Dupré, Antonín Dvořák, Sergei Rachmaninow (op. 31), Cesar Franck, Franz Liszt, Josef Rheinberger und Camille Saint-Saens. Andere Komponisten, wie zum Beispiel Giuseppe Verdi oder Richard Wagner, komponierten auch Musiken zu einem Ave Maria, doch verwendeten diese völlig andere Texte. Ein besonders populäres Ave Maria dieser Art hat der bekannte Romanschriftsteller Karl May vertont. Dieses romantische Werk wird heute von zahlreichen Chören gesungen. Eine neuere Vertonung des bekannten Textes für Chor stammt von Johannes Menskes, dessen Chöre das Werk auf einem Weihnachtsalbum veröffentlichten.
Daneben gibt es ein Stück von Giulio Caccini, das bis auf „Ave Maria“ auf Text verzichtet. Ferner existiert auch eine Version der Mittelalter-Rock-Band In Extremo; die englische Version des In-Extremo-Stückes stammt von Blind.
A) Historische Quellentexte:
| Wikisource: Ave Maria – Quellentexte |
B) Aktueller Gebetstext auf Deutsch und Latein für die Praxis: Kathpedia
Brockhaus-1911: Ave Maria · Avé-Lallemant · Ave · Ave imperator, morituri te salutant
Heiligenlexikon-1858: Gabriel ab Ave Maria (23)
Meyers-1905: Ave Marīa · Ave Maria · Ave-Maria-Brüder · Avé-Lallemant · Ave · Ave, Imperator, moritūri te salūtant
Pierer-1857: Ave Marīa · Ave Maria · Ave [2] · Ave [1]