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Böschung

Sandböschung, Neigung maximal 35°.
Sandböschung, Neigung maximal 35°.

Eine Böschung ist eine geneigte, unbefestigte Seite eines künstlich erstellten Erdkörpers oder eine abfallende Fläche im Gelände, ein natürlicher oder künstlicher Geländesprung oder ein Absatz zwischen einer höher und einer tiefer gelegenen schwächer geneigten oder ebenen Fläche.

Eine Böschung ist durch die Böschungsneigung und den Höhenunterschied charakterisiert. Die Neigungen werden in Grad gegen die Horizontale oder als Steigungsverhältnis angegeben. Eine Böschung von 1:2 zum Beispiel bedeutet 1 m Höhenunterschied auf 2 m horizontaler Länge. Die mögliche Neigung einer Böschung hängt von den Eigenschaften des Materials ab.

Böschungen entstehen auf natürliche Weise durch geomorphologische Vorgänge (zum Beispiel Erosion, Bodenhebung, Sedimentation) oder bauliche Maßnahmen (zum Beispiel Dammschüttungen, Einschnitte, Baugruben). Eine natürliche Böschung ist auch als "Hang" bekannt.

Zu Böschungen gehören ihre Oberflächen, aber auch die darunter liegenden Erd- und Felsmassen, soweit sie rutschgefährdet sind.

Die Berechnung ihrer Standsicherheit ist eine Aufgabe des Bauingenieurs oder Geotechnikers.

Inhaltsverzeichnis

Böschungswinkel

Böschungswinkel eines Vulkankegels.
Böschungswinkel eines Vulkankegels.

Für die Stabilität der Böschung ist neben dem Bewuchs der Böschungswinkel maßgeblich verantwortlich. Eine natürliche Böschung aus rolligem Material hat die Böschungsneigung, die dem Winkel der inneren Reibung entspricht (dem Reibungswinkel). Auch eine künstliche Böschung kann höchstens diese Neigung haben. Eine höhere Steigung führt zum Böschungsbruch.

Bindiges Material, das feine Bestandteile wie Ton und Schluff enthält, hat zusätzlich eine Kohäsion, durch die das Material zusammengehalten wird. Dadurch kann die Böschung einen steileren Winkel haben. Gleiches gilt auch für feuchten Sand, wenn er zusammen gedrückt wird. Trocknet er aber aus, bricht die Böschung zusammen.

Beispiel

Schüttkegel aus grobem Sand mit rot markiertem Schüttwinkel von 32°.
Schüttkegel aus grobem Sand mit rot markiertem Schüttwinkel von 32°.

Der Böschungswinkel bei lockerer Schüttung, der sogenannte Schüttwinkel, liegt im Bereich von 25-45°, siehe Reibungswinkel.

Böschungswinkel von Geländefahrzeugen

Bei Geländefahrzeugen bezeichnet der Böschungswinkel die maximale Steigung, die aus der Ebene angefahren werden kann, ohne dass überhängende Karosserieteile den Grund berühren. Es wird zwischen dem vorderen und hinteren Böschungswinkel unterschieden. Voraussetzung für einen großen Böschungswinkel sind möglichst hoch liegende und kurze Karosserieüberhänge bzw. Anbauten (z. B. Winde, Stoßstange, Anhängerkupplung).

Weblinks

Quelle:
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