| Będzin | |||
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| Basisdaten | |||
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| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Schlesien | ||
| Landkreis: | Będzin | ||
| Fläche: | 37,2 km² | ||
| Geographische Lage: | 50° 19' N, 19° 08' O | ||
| Einwohner: | 58.662 (1. Jan. 2005) | ||
| Postleitzahl: | 42-500 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 32 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | SBE |
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| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Zweige: | Steinkohlenbergbau | ||
| Straße: | Kattowitz–Warschau Breslau–Krakau |
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| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Kattowitz | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Stadtpräsident: | Radosław Baran | ||
| Adresse: | ul. 11 Listopada 20 42-500 Będzin |
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| Webpräsenz: | www.bedzin.pl | ||
Będzin [ˈbɛɲʥin], (deutsch Bendzin, 1939–45 Bendsburg) ist eine Stadt an der Schwarzen Przemsa in Polen in der Woiwodschaft Schlesien.
Inhaltsverzeichnis |
Będzin liegt etwa 65 km nordwestlich von Krakau und 10 km nordöstlich von Kattowitz im nordöstlichen Teil des Oberschlesischen Industriegebiets. Będzin gehört historisch gesehen Kleinpolen an, nach der Verwaltungsreform in Polen 1999 wurde es jedoch Teil der Woiwodschaft Schlesien, in deren östlichem Teil es sich seitdem befindet. Um kleinpolnische Gebiete des Oberschlesischen Industriegebiets von schlesischen zu unterscheiden, wird die Gegend um Będzin auch als Zagłębie Dąbrowskie bezeichnet.
Das Stadtgebiet von Będzin besteht aus folgenden Stadtteilen:
Erste Ansiedlungen gab es an der Stelle des heutigen Będzin bereits im 9. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde auf einem Hügel eine Burg errichtet, in deren Schutz eine Siedlung entstand. Der Ort samt Burg wurde 1241 (evtl. auch erst 1259) von den Tataren zerstört. Spätestens im Jahr 1349 erhielt der Ort das Stadtrecht nach polnischem Recht. Am 5. August 1358 erhielt die Stadt von König Kasimir III. dem Großen das Stadtrecht nach Magdeburger Recht. Im selben Jahr begann der Bau einer steinernen Burg.
Infolge der Dritten Teilung Polens wurde Będzin Teil Preußens, die Burg und die Güter der Stadt wurden Eigentum der Hohenzollern. 1807 wurde der Ort Teil des Warschauer Fürstentums und 1815 durch die Bestimmungen des Wiener Kongresses Stadt im Königreich Polen.
Ende des 18. Jahrhunderts bzw. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde in der Gegend um Będzin Steinkohle entdeckt. Damit änderte sich das Bild der Stadt und wurde nun vom Bergbau geprägt. Die Zugverbindung Warschau–Wien bescherte dem Ort 1859 Anschluss an das Schienennetz. Es gibt zwei Haltestellen, Będzin und Nowy-Będzin. Um 1860 wurde die erste öffentliche Schule eingeweiht. Sieben Jahre später entstand der Powiat Będziński und Będzin wurde Kreisstadt.
Am 4. September 1939 wurde Będzin von der deutschen Wehrmacht besetzt, Sitz eines deutschen Landkreises und wenig später in Bendsburg umbenannt. Am 8. September 1939 wurden zahlreiche jüdische Bewohner der Stadt in die Große Stadtsynagoge getrieben, die dann in Brand gesteckt wurde. Dabei starben über 40 Menschen.
Von Juli bis August 1943 wurde das Ghetto des Ortes geräumt und die Bewohner wurden ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Am 27. Januar 1945 erreicht die Rote Armee den Ort.
1956 wurde der Wiederaufbau des Schlosses abgeschlossen.
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