Die Babylonier waren die Einwohner des antiken Staates Babylonien, der in Mesopotamien lag, dem Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris im syro-mesopotamischen Raum. Das Gebiet des heutigen Iraks war das Kernland dieses Reiches. Die Hauptstadt war Babylon im südlichen Teil gelegen.
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Detailiertere Ausführungen siehe: Babylonien - Altbabylonisches Reich
Um 1831 v. Chr. befreiten sich die aus Palästina eingedrungenen amoritischen Stämme von der Oberherrschaft Isins und begründeten das altbabylonische Reich. Der bekannteste babylonische Herrscher dieser Zeit war Hammurabi (1728 - 1686 v. Chr.), der den berühmten Codex Hammurabi, das älteste, bis heute erhaltene Gesetzbuch (besser gesagt: Gesetzpfeiler, denn er ließ die Gesetze auf eine Steinsäule einmeißeln). Es wurde in Keilschrift geschrieben, einer weiteren bedeutenden Errungenschaft dieses Volkes.
Das Bewässerungssystem wurde ausgebaut und der Pflug mit Saattrichter eingeführt, was zu großen Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft führte. Große Bedeutung hatten in dieser Zeit auch die Schuldsklaverei und der Wucher.
Hammurabis Sohn Schamschu-ilana (1685 - 1648 v. Chr.) konnte das Reich noch gegen Einfälle der Kassiten und Elamiter verteidigen. Nach seinem Tode verlor das Reich jedoch schnell an Bedeutung. Nachdem Babylon um 1530 v. Chr. von den Hethitern erobert wurde, besetzten die Könige des Meerlandes (Länder am Persischen Golf) das Land und begründeten die 2. Dynastie.
1450 v. Chr. wurde das Land von den Kassiten erobert, die bis 1160 v. Chr. herrschten. Nach deren Sturz entstand die 4. Dynastie, deren herausragendster Spross Nebukadnezar I. (1136 - 1113 v. Chr.) war. Er führte erfolgreich Krieg gegen die Assyrer und Elamiter. Nach seinem Tod geriet das Reich um 1100 v. Chr. unter assyrische Oberherrschaft. Die folgenden innenpolitischen Machtkämpfe führten zur Bedeutungslosigkeit der Königsgewalt.
Zu Beginn des 1. Jahrtausend v. Chr. wanderten chaldäische Stämme aus dem östlichen Arabien ein. Das Land wechselte mehrmals den Besitzer zwischen Elam und Assyrien, bevor es 732 v. Chr. endgültig unter assyrische Oberherrschaft geriet.
Siehe Hauptartikel: Neubabylonisches Reich
Im Jahre 626 v. Chr. wurde das Babylonische Reich, durch den Verfall des Assyrischen Reiches begünstigt, durch Nabopolassar (626 - 604 v. Chr.) neugegründet. Im Jahre 605 v. Chr. wurden die Überreste des assyrischen Heeres durch Nebukadnezar II. (604 - 562 v. Chr.) vernichtet. Er eroberte Syrien und Palästina und zerstörte 586 v. Chr. Jerusalem (worauf die in der Bibel beschriebene Babylonische Gefangenschaft folgte).
Das südliche Mesopotamien war zu dieser Zeit das zentrale Handelszentrum des Orients. Die herrschende Kaste im Staat war die Priesteraristokratie, welche nach dem Tode Nebukadnezars II. keinen starken Herrscher neben sich duldete.
Unter dem letztem König Nabonid (555 - 538 v. Chr.) kam es zum offenen Bruch mit der Priesterschaft. Dies nutzte der Perserkönig Kyros II. (558 -529 v. Chr.) und eroberte Babylonien. Die Priester öffnetem ihm 539 v. Chr. die Stadttore.
Der Begriff Chaldäer wird heute noch für die Angehörigen der chaldäischen Kirche verwendet.