| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Rhein-Lahn-Kreis | |
| Verbandsgemeinde: | Bad Ems | |
| Koordinaten: | 50° 20′ N, 7° 43′ O | |
| Höhe: | 80 m ü. NN | |
| Fläche: | 15,36 km² | |
| Einwohner: | 9452 (30. Juni 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 615 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56130 | |
| Vorwahl: | 02603 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EMS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 41 006 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Bleichstraße 1 56130 Bad Ems |
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| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeister: | Ottmar Canz (CDU) | |
Bad Ems ist die Kreisstadt des Rhein-Lahn-Kreises und ein bekannter Badeort an der unteren Lahn.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt auf beiden Seiten der Lahn, der natürlichen Grenze zwischen Taunus und Westerwald, Teilen des Rheinischen Schiefergebirges. Stadt und Gemarkung liegen außerdem im Naturpark Nassau.
880 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt Ems im Jahre 1324 Stadtrechte, durfte sich dann aber erst ab 1863 wieder „Stadt Ems“ nennen. Seit 1913 heißt die Stadt „Bad Ems“.
Im 17./18. Jahrhundert galt die Stadt als einer der berühmtesten Badeorte Deutschlands. Seine Glanzzeit erlebte der Ort im 19. Jahrhundert als „Weltbad“ und Sommerresidenz zahlreicher europäischer Monarchen und Künstler, u.a. Kaiser Wilhelm I., die Zaren Nikolaus I. und Alexander II. von Russland, Richard Wagner, Wassili Wereschtschagin, Fjodor Michailowitsch Dostojewski etc.
Im römischen Zeitraum besaß Bad Ems im heutigen Innenstadtbereich ein Limeskastell, von dem allerdings nichts mehr erhalten ist. Dagegen finden sich in den Wäldern um die Stadt herum noch sehr deutliche Spuren der ehemaligen römischen Grenzanlage.
Im Mainzer Haus auf der damals kurmainzischen, linken, Lahnseite tagte 1786 der Emser Kongreß der geistlichen Kurfürsten und verabschiedete die sog. Punktation.
Die Veröffentlichung der Emser Depesche, einer scharfen Zurückweisung der Forderung des französischen Gesandten an den preußischen König Wilhelm I. nach einer Garantie, dass das Haus Hohenzollern für alle Zeiten auf eine Kandidatur für den spanischen Thron verzichte, trug zum Ausbruch des deutsch-französischen Krieges von 1870/ 71 bei, der zur Gründung des Deutschen Reiches führte. Des weiteren wurde in Bad Ems im Jahre 1876 von Zar Alexander II im Haus Vier Türme der Emser Erlass unterzeichnet. Der Erlass verbot den Gebrauch der ukrainischen Sprache unter Strafe. Heute erinnert ein Mahnmal an besagter Stätte an das historische Ereignis.
Im 19. und 20. Jahrhundert war der heutige Kurort auch durch einen bedeutenden Erzbergbau geprägt. Der Schwerpunkt der Förderung lag auf den Metallen Blei, Silber, Zink und Kupfer. Seit römischer Zeit bis in das Mittelalter hinein gab es schon eine Erzgewinnung im Tagebau, von dem heute noch zahlreiche Pingen am Blöskopf zeugen. Im Laufe der Zeit ging man zum Untertageabbau mit Stollen und Schächten über. Erstmals urkundlich erwähnt ist der Bergbau in einer Urkunde aus dem Jahr 1158, der bis in das 18. Jahrhundert hinein mit großen Unterbrechungen fortgeführt wurde. Das Zeitalter der Industrialisierung führte zu einem umfangreichen Ausbau des Betriebes, der ab 1871 als Emser Blei- und Silberwerk AG firmierte. 1909 wurde das Unternehmen von der späteren Stolberger Zink AG übernommen und bis zum kriegsbedingten Ende 1945 als Bergwerk weitergeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es nicht mehr zu einer Wiederaufnahme der Förderung. Bis 1959 wurden in der Zentralaufbereitung Silberau noch Haldenbestände sowie Fremderz geschieden. Das Bergwerk ist bekannt unter der Sammelbezeichnung „Mercur“, dem folgende Einzelgruben angehörten: Malberg, Bergmannstrost (Lindenbach), Neuhoffnung, Fahnenberg, Pfingstwiese (von dort stammen die „Emser Tönnchen“), Betriebspunkt Tollgraben. Zum Unternehmen gehörte u. a. auch die Arzbacher Grube Silberkaute sowie die Braubacher Grube Rosenberg mit dem Betriebspunkt Königsstiel.
darin: Sandtner-Orgel aus dem Jahre 1995 (III/42)
Politisches und anderes freches Kabarett findet man ganzjährig im kleinen Kellertheater (ca. 99 Plätze) in der Wilhelmsallee 10. Bekannt sind die lange CasaBlanca Kabarettnacht und der Kabarettpreis Emser Pastillchen für zwei Stimmbänder. Künstlerische Leitung: Hans F. Jörnhs.
Die Heilquellen des Staatsbades Bad Ems sind vorwiegend fluoridhaltige Natrium-Hydrogenkarbonat-Thermalsäuerlinge. Es werden Wassertemperaturen von bis zu 57 °C erreicht. Das Heilwasser wird für Trink- und Badekuren sowie zur Herstellung der Emser Pastillen genutzt.
Spezialführungen bietet Annegret Werner-Scholz an.
Quelle „Walk of Fame“ in der neuen Fussgängerzone Bad Ems
Die Verbandsgemeinde Bad Ems besteht aus der Stadt Bad Ems und den Ortsgemeinden Arzbach, Becheln, Dausenau, Fachbach, Frücht, Kemmenau, Miellen und Nievern und zählt rund 18.000 Einwohner.
Die Stadt ist Sitz des Statistischen Landesamts Rheinland-Pfalz, des Landesbetriebs für Daten und Information, bis Ende der 1960er Jahre Sitz des Oberbergamts für Rheinland-Pfalz, der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises sowie zahlreicher mittlerer Kommunalbehörden.
Bad Ems ist die Heimatstadt des Bundestagsabgeordneten Josef Philip Winkler (Bündnis 90/Die Grünen).
Der Stadtrat besteht aus 24 Stadtratsmitglieder.
| CDU | SPD | FWG | Grüne | FDP | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 20041 | 12 | 6 | 3 | 2 | 1 | 24 |
1 Ergebnis der Kommunalwahlen vom 13. Juni 2004. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,6 %.
Bad Ems hat eine vielseitige, wenngleich bedingt durch Ausrichtung auf den Kurbetrieb im Vergleich mit ähnlichen Orten begrenzte Industrie (u. a. Medizin- und Elektrotechnik, Fremdenverkehr). Bis März 1945 war in Bad Ems der Erz-Bergbau ein wichtiger Arbeitgeber, die Zentralaufbereitung Silberau war darüberhinaus bis 1959 in Betrieb. Architektonische Zeugnisse findet man heute noch in der Stadt verteilt.
seit November 2006 führt ein 1,6 km langer Tunnel als Umgehungsstraße Fachbach /Bad Ems durch den Malberg (Malbergtunnel) und entlastet die Innenstadt von Bad Ems. Bad Ems ist sowohl über die Straße, die Schiene und auf dem Wasserweg erreichbar:
Die durch die Stadt verlaufende B 260 (auch „Bäderstraße“ genannt) folgt dem Lauf der Lahn von der Mündung bei Lahnstein und verlässt diese bei Nassau um letztlich nach Wiesbaden zu führen. Überregional gelangt man nach Bad Ems über die Autobahnen A 3 (Abfahrt Montabaur) oder A 61 (Abfahrt Koblenz/Waldesch).
Bad Ems liegt an der Kursbuchstrecke (KBS) 625, der Lahntalbahn. Zu- und Ausstiegsmöglichkeiten sind der Bahnhof Bad Ems mit der kleinsten Bahnhofshalle Deutschlands und der Haltepunkt Bad Ems West. Eisenbahnfotografen finden interessante Motive. Die Fernverkehranbindung ist nicht sehr gut. Ein Umsteigen per Bus aus Montabaur kann hilfreich sein.
Die Stadt erstreckt sich an der Lahn von Kilometer 123 (Campingplatz Bad Ems) bis 127 (Schleusenkanal). Es gibt diverse Anlegemöglichkeiten, Krananlage, Bootstankstelle und einen Yachthafen.
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