Bad Lauterberg im Harz

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Bad Lauterberg im Harz
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Bad Lauterberg im Harz hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osterode am Harz
Koordinaten: 51° 38′ N, 10° 28′ O
Höhe: 296 m ü. NN
Fläche: 41,54 km²
Einwohner: 11.684 (30. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 281 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37431
Vorwahl: 05524
Kfz-Kennzeichen: OHA
Gemeindeschlüssel: 03 1 56 002
Stadtgliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Ritscherstr. 6–8
37431 Bad Lauterberg im Harz
Webpräsenz:
Bürgermeister: Otto Matzenauer (parteilos)

Bad Lauterberg im Harz ist eine Stadt im Landkreis Osterode am Harz im Süden von Niedersachsen (Deutschland). Sie liegt an der Oder.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der ursprüngliche Name der Stadt war Lutterdorf in der Grafschaft Lutterberg. Später hieß die Bergbaustadt Lutterberg.

Der Silberbergbau war in Bad Lauterberg nie sehr ergiebig. Einzig der Kupferbergbau war von großer Bedeutung bis 1820. Bis zum Juni 2007 wurde in Bad Lauterberg noch Schwerspat in der Grube Wolkenhügel abgebaut.

Dr. Ernst H. B. Ritscher erkannte frühzeitig den Bedarf an Alternativen zum Bergbau und schuf 1839 eine Kaltwasserheilanstalt. Mit dem Sanitätsrat Dr. Josef Mayer aus München wurden 1926 die Kneippsche Therapie und später auch das Schrothkurverfahren eingeführt.

Der Tourismus wurde zur Haupteinnahmequelle. Die Zahl der Kurgäste stieg von anfangs zwölf auf aktuell weit über 100.000 pro Jahr, bei etwa 600.000 Übernachtungen im gleichen Zeitraum.

Durch die Gesundheitsreformen und den Rückgang der Kuranwendungen bieten einige Hotels nunmehr Wellness-Anwendungen an.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform wurden am 1. Juli 1972 die Orte Bad Lauterberg im Harz, Barbis, Bartolfelde und Osterhagen zur Einheitsgemeinde bzw. Stadt Bad Lauterberg zusammengeschlossen.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat setzt sich nach der Kommunalwahl vom 10. September 2006 zusammen aus:

Wirtschaft und Infrastruktur

Bad Lauterberg um 1900
Bad Lauterberg um 1900

Die größten Firmen der Stadt sind die Exide, welche Batterien für Flurförderfahrzeuge, Automobile und U-Boote herstellt, die Fünf-Sterne-Hotels Revita und Vital Resort Mühl, sowie der städtische Badebetrieb mit dem Vitamar-Hallenwellenbad, welches durch sein tropisches Klima im Guinness-Buch der Rekorde seinen Eintrag fand, da in diesem Hallenwellenbad Bananen wachsen. Ihren Schwerpunkt hat die örtliche Wirtschaft allerdings im Einzelhandel und in mittelständischen Betrieben. Das Musiklabel unterm durchschnitt aus Köln hatte im Ortsteil Barbis seinen Ursprung.

Die Deutsche Baryt-Industrie Dr. Rudolf Alberti GmbH & Co. KG stellt Schwerspat-Produkte für die Farben- und Lackindustrie, die Kunststoff- und Gummiindustrie sowie für moderne Fußbodenbeläge, Gläser, Bremsbeläge und als Schalldämmstoff her.

Verkehr

Durch das Stadtgebiet verläuft die Südharzstrecke GöttingenNordhausen. Am neuen Haltepunkt Bad Lauterberg im Harz-Barbis halten stündlich Regionalbahnen der DB Regio AG. Busse stellen den Anschluss zur Ortsmitte her. Der alte Bahnhof Bad Lauterberg, Zwischenbahnhof einer von Scharzfeld ausgehenden Stichstrecke nach Sankt Andreasberg der Odertalbahn, wird zur Zeit nicht von Reisezügen bedient.

Bad Lauterberg liegt an den Bundesstraßen B 27 (Blankenburg–Göttingen) und B 243 (Hildesheim–Nordhausen).

Persönlichkeiten

Denkmal für Hermann von Wissmann in Bad Lauterberg
Denkmal für Hermann von Wissmann in Bad Lauterberg

Bad Lauterberg

Söhne und Töchter der Stadt

  • Henricus Haltenhoff (1888–1956), Bürgermeister von Hannover, Frankfurt (Oder) und Cottbus
  • Bernd Langer (* 1960), früherer Angehöriger der autonomen Szene

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt oder gelebt haben

  • Joseph Müller (1894-1944), Priester und Märtyrer, 1931-1934 Seelsorger in der katholischen Pfarrgemeinde St. Benno, von den Nationalsozialisten 1944 hingerichtet
  • Hermann von Wissmann (1853-1905), deutscher Afrikaforscher und Gouverneur von Deutsch-Ostafrika

Weblinks

Commons
Commons: Bad Lauterberg – Bilder, Videos und Audiodateien
Quelle:
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