| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Detmold | |
| Kreis: | Minden-Lübbecke | |
| Koordinaten: | 52° 12′ N, 8° 48′ O | |
| Höhe: | 45–269 m ü. NN | |
| Fläche: | 64,8 km² | |
| Einwohner: | 49.194 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 759 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 32545, 32547, 32549 | |
| Vorwahlen: | 05731, 05734 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MI | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 70 004 | |
| Stadtgliederung: | 8 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Ostkorso 8 32545 Bad Oeynhausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Klaus Mueller-Zahlmann (SPD) | |
| Lage der Stadt Bad Oeynhausen im Kreis Minden-Lübbecke | ||
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Bad Oeynhausen [ba:t'ø:n-hausen] ist eine Kurstadt am Südrand des Wiehengebirges im nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke.
Inhaltsverzeichnis |
Bad Oeynhausen liegt im äußersten Süden des Kreises Minden-Lübbecke.
Das Stadtgebiet gehört größtenteils zum Naturraum der Ravensberger Mulde. Prägend ist die Lage in der Niederung der Werre, der Fluss durchquert die Stadt in östlicher Richtung und mündet bei Rehme in die Weser, die die östliche Stadtgrenze bildet. Das Stadtzentrum, Lohe und Rehme sowie Oberbecksen und Babbenhausen liegen südlich, die restlichen Stadtteile nördlich der Werre. Beiderseits der Flussniederung schließt sich allmählich ansteigendes Hügelland an. Im Norden erstreckt sich die Stadt bis zum Kamm des Wiehengebirges, das die Stadt vom Kerngebiet des Kreises trennt.
Bad Oeynhausen ist Teil des Ballungsraumes im nördlichen Ostwestfalen-Lippe, der sich vom Kreis Gütersloh über Bielefeld und Herford bis Minden ausdehnt. Es ist mit dem Löhner Stadtteil Gohfeld vollständig zusammengewachsen, Versuche, die Gemeindegrenzen entsprechend anzupassen, scheiterten bislang. Enge Verbindungen vor allem im organisatorischen Bereich bestehen außerdem mit Vlotho.
Bad Oeynhausen grenzt im Osten (getrennt durch die Weser) an die Stadt Porta Westfalica, im Norden an die Stadt Minden sowie die Gemeinde Hille und im Nordwesten an die Gemeinde Hüllhorst. Im Westen und Süden schließen sich die Städte Löhne und Vlotho des Kreises Herford an.
Gemäß der Hauptsatzung der Stadt Bad Oeynhausen unterscheidet man folgende Stadtteile:
Im zu Bad Oeynhausen gehörenden Bergkirchen befand sich in vorchristlicher (sächsischer) Zeit am dortigen Übergang über das Wiehengebirge ein Höhen-Quellheiligtum, an dessen Stelle später, im 9. Jahrhundert eine Kirche erbaut wurde. Die heutige Kirche ist ein Nachfolgebau dieses Gebäudes. An der Kirche und an der unterhalb liegenden „Wittekindsquelle“, die seit 1938 versiegt ist, weisen Tafeln darauf hin. Wenige Meter von der Kirche entfernt steht noch heute ein Fachwerk-Gehöft aus dem 13. Jahrhundert.
Im Jahre 1745 wunderte sich Colon Sültemeyer über die salzige Kruste auf seinen Schweinen, nachdem sie sich im Morast gewälzt hatten. Nach Bekanntwerden dieses Fundes befahl König Friedrich II. den Bau einer Saline, welche den Namen „Königliche Saline Neusalzwerk“ bekam. An diesen Beginn der Stadtentwicklung erinnert heute der Sültemeyer-Brunnen („Schweinebrunnen“) im Zentrum Bad Oeynhausens.
In den Jahren ab 1830 bohrte der Berghauptmann Carl Freiherr von Oeynhausen (1795–1865) auf dem Gelände des heutigen Kurparks nach weiteren Salzvorkommen, stieß stattdessen aber 1845 auf eine Thermalsolequelle. Schnell wurde die Heilkraft dieser Quelle erkannt und die ersten Thermalbäder entstanden in dem Ort, welcher sich nun „Neusalzwerk bei Rehme“ nannte. 1848 gab König Friedrich Wilhelm IV. dem Ort den Namen „Königliches Bad Oeynhausen“, welcher nach Gründung der Stadt 1860 beibehalten wurde.
Mit der Eröffnung der Cöln-Mindener Eisenbahn 1849 erfolgte der Anschluss an die Eisenbahn.
Die folgende Bad- und Stadtentwicklung war außergewöhnlich und dauerte bis in die Zeiten des Zweiten Weltkriegs: Es entstand unter anderem der Kurpark nach Plänen von Peter Joseph Lenné, dem damals bekanntesten preußischen Gartenarchitekten; 1908 das Kurhaus (von 1980 bis 2002 war hier das Spielcasino beheimatet, heute finden sich hier – unter dem Namen Kaiserpalais – ein GOP-Varieté, ein Edelrestaurant und eine Diskothek). Rund um den Kurpark entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts Wohnhäuser des gehobenen Bürgertums. Eines der bekanntesten von ihnen, die Farne-Villa, musste 1969 einem Neubau weichen. Auch wurden weitere Thermalsolen erbohrt, darunter auch 1926 der Jordansprudel, welcher mit einer Schüttung von 6.000 l/Min die größte kohlensäurehaltige Thermalsolequelle der Welt und heute das Wahrzeichen der Stadt ist.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war in der Stadt das Hauptquartier der britischen Rheinarmee angesiedelt, ein großer Teil der Innenstadt war für das zivile Leben gesperrt, Anwohner und Geschäfte zwangsumgesiedelt. Erst nach Freigabe der Innenstadt durch die Briten 1954 konnte der Badebetrieb wieder aufgenommen werden.
Im Zuge der Gemeindereform 1973 schlossen sich die sieben umliegenden – bis dato selbstständigen – Gemeinden des Amtes Rehme mit der Stadt zu einer neuen Kommune zusammen.
Bad Oeynhausen als Kurort war bis zum Jahr 2004 das einzige Staatsbad des Landes Nordrhein-Westfalen. Anfang 2004 wurde das Staatsbad kommunalisiert, d.h. es ist nun in Trägerschaft der Stadt Bad Oeynhausen.
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¹ Volkszählungsergebnis
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Der Bahnhof Bad Oeynhausen liegt an den Bahnstrecken Hamm–Minden und Bad Bentheim–Minden. Er wird von den IC-Linien Münster–Osnabrück–Hannover–Berlin und Köln–Wuppertal–Magdeburg–Leipzig bedient.RE-Züge fahren im Stundentakt nach Hannover–Braunschweig und Bielefeld–Düsseldorf (Westfalen-Express), alle zwei Stunden nach Osnabrück–Rheine sowie im Halbstundentakt bis Minden. Behindertengerecht erreichbar ist nur Gleis 1, ein entsprechender Zugang zum Bahnsteig 2 fehlt.
Der Südbahnhof wird von der Weserbahn (Bünde–) Löhne–Hameln–Hildesheim bedient. Der Bahnsteig ist ohne Stufen behindertengerecht erreichbar. In Löhne besteht Anschluss am selben Bahnsteig von/nach Bielefeld (behindertengerecht, der Bahnhof Löhne ist allerdings nicht behindertengerecht).
Im Stadtgebiet fahren Stadt-, Regional- und Anrufbusse. Die Stadt gehört zum Verkehrsverbund OstWestfalenLippe (Der Sechser). In den Regionalzügen nach Niedersachsen gilt auch das Niedersachsen-Ticket.
Eine touristische Bimmelbahn („Wolkenschieber“) mit dem Startpunkt im Kurpark nahe der Wandelhalle verkehrt durch das Kurgebiet und die Parkanlagen.
An Bad Oeynhausen vorbei verläuft die A2. Die A30 ist im Stadtgebiet unterbrochen und beginnt erst am Stadtrand in Löhne wieder. Dies führt dazu, dass sämtlicher Verkehr der A30 auf einer Bundesstraße durch die Stadt geführt wird. Seit über 30 Jahren wird eine Umgehungsstraße (Autobahn) diskutiert, gegen den Bau dieser Nordumgehung bestehen Bürgerproteste. Als Alternative gibt es den Vorschlag einer Trog-/Tunnellösung entlang der Kanal-/Mindener Straße (Bürgerinitiative: „Notgemeinschaft Bad Oeynhausen / Löhne e.V.“).
Am 12. Januar 2007 hat die Bezirksregierung Detmold einen Planfeststellungsbeschluss für den letzten Abschnitt der A30 in Form der Nordumgehung erlassen. Baubeginn soll noch im Jahr 2007 sein, sobald das BVerwG einen etwaig von der gegen den Abschnitt kämpfende Bürgerinitiative gestellten Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Klage zurückgewiesen hat. So soll das neue Autobahnstück nach dieser Planung spätestens April 2010 für den Verkehr freigegeben werden.
Am Nordbahnhof gibt es eine Fahrradstation. Mehrere Fernradwege und lokale Radwege durchqueren Bad Oeynhausen: Mühlenroute, Weserradweg, Wellness-Radroute, Else-Werre-Radweg, Soleweg und weitere. Die Weser kann auf dem Radweg der Autobahnbrücke (A2) überquert werden. Eine bequeme Durchquerung des Wiehengebirges ist an der Wallücke (Gemeinde Hille) möglich, für die Gegenrichtung fehlt leider eine ähnlich leichte Möglichkeit. In der Innenstadt (Fußgängerzone) gibt es weitreichende Fahrradverbote.
Die Fähre Amanda verbindet Bad Oeynhausen-Rehme mit dem Freizeit- und Naherholungsgebiet Großer Weserbogen (Stadt Porta Westfalica). Sie setzt Fußgänger und Fahrradfahrer von März bis Oktober über die Weser. Traditionsgemäß wird die Fährsaison Karfreitag vom Landrat des Kreises Minden-Lübbecke und den Bürgermeistern der Städte Bad Oeynhausen und Porta Westfalica eröffnet.
Bad Oeynhausen beherbergt ein renommiertes Herz- und Diabeteszentrum, das den Ort über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gemacht hat und mittlerweile der Universitätsklinik Bochum zugeordnet ist.
Ferner weist Bad Oeynhausen verschiedene anerkannte Reha-Kliniken auf, die bekanntesten sind die Gollwitzer-Meier-Klinik (Herz- und Kreislauferkrankungen), die Auguste-Viktoria-Klinik (Orthopädie) sowie die Klinik Bad Oexen (Onkologie). Der größte Arbeitgeber Bad Oeynhausens ist die diakonische Stiftung Wittekindshof im Ortsteil Volmerdingsen mit ca 2000 Beschäftigten.
Daneben gibt es noch ein Krankenhaus der Regelversorgung in kommunaler Trägerschaft.
Der Jordansprudel ist das Wahrzeichen der Stadt Bad Oeynhausen. Er ist eine der größten kohlensäurehaltigen Thermalsolequellen der Welt. Früher konnten ihn die Gäste nur einmal im Jahr erleben, wenn er zur jährlichen Kurparkillumination „Parklichter“ aus seinem unterirdischen Gefängnis entlassen wurde und das Wasser aus rund 700 m Tiefe 50 m hoch in die Luft schoss. Dank des Sponsorings und neuer, ressourcenschonender Technik springt er nun ständig (außer in den Wintermonaten) und schießt zu jeder vollen Stunde in voller Höhe in die Luft.
Das Theater im Park (Kurpark) bietet Gastspielen auswärtiger Theater und Konzerte der Bielefelder Philharmoniker und der Nordwestdeutschen Philhormie an. Ebenfalls im Kurpark befindet sich das GOP-Varieté im Kaiserpalais. Dieses Gebäude wurde als Kurhaus in n neubarocken Formen erbaut. Vorheriger Nutzer war das Spielcasino Bad Oeynhausen, heutiger Name und Nutzung seit 2000.
Das Stadtfest „Innenstadtfete“, immer am Wochenende vor den Sommerferien. Das „Fest von Bürgern für Bürgern“ zieht seit über 30 Jahren regelmäßig 50000 Besucher aus der Stadt und dem Umland an.
Folgende Persönlichkeiten wurden in Bad Oeynhausen geboren:
Folgende Persönlichkeiten stammen gebürtig nicht aus Bad Oeynhausen, haben aber hier gewirkt:
Bad Oeynhausen | Espelkamp | Hille | Hüllhorst | Lübbecke | Minden | Petershagen | Porta Westfalica | Preußisch Oldendorf | Rahden | Stemwede
Bad Oeynhausen (Stadtzentrum) | Dehme | Eidinghausen | Lohe | Rehme | Volmerdingsen | Werste | Wulferdingsen
Adelung-1793: Marien-Bad, das · Bad, das
Brockhaus-1911: Oeynhausen · Pneumatisches Bad · Römisch-irisches Bad · Türkisches Bad · Russisches Bad · Elektrisches Bad · Bad · Elektrostatisches Bad · König-Otto-Bad · Irisch-römisches Bad
DamenConvLex-1834: Leuker Bad · Landecker Bad
Herder-1854: Russisches Bad · Bad
Lueger-1904: Bad [2] · Bad [1]
Meyers-1905: Oeynhausen · Römisches Bad · König Otto-Bad · Russisches Bad · Türkisches Bad · Sankt Olafs-Bad · Sankt Achaz-Bad · Karlsthaler Bad · Bad [2] · Bad [1] · Animalisches Bad · Elektrisches Bad · Kanitzer Bad · Irisch-römisches Bad · Herzog Ludolfs-Bad
Pataky-1898: Oeynhausen, Freifrau Wilhelmine von
Pierer-1857: Oeynhausen · Oeynhausen · Massener Bad · Neigeln, Bad · Kaltes Bad · Kamenzer Bad · Theusser Bad · Trocknes Bad · Tschermser Bad · Schönenbühler Bad · Bad Leuk · Bad [1] · Bad Gastein · Bad Axe · Bad der Wiedergeburt · Blasii Bad · Kaiser Franzens Bad · Beringer Bad · Bad [2] · Bad-Ems