Bad Sauerbrunn

Wappen Karte
Wappen von Bad Sauerbrunn
Bad Sauerbrunn
Österreichkarte, Position von Bad Sauerbrunn hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Mattersburg (MA)
Fläche: 2,35 km²
Koordinaten: 47° 46' N, 16° 20' O
Höhe: 280 m ü. A.
Einwohner: 1954 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 831 Einwohner je km²
Postleitzahl: 7202
Vorwahlen: 0 26 25
Gemeindekennziffer: 1 06 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wiener Neustädter Straße 2
7202 Bad Sauerbrunn
Offizielle Website:
Politik
Bürgermeister: Gerhard Hutter (LIBS)
Gemeinderat: (2002)
(21 Mitglieder)
9 SPÖ, 8 LIBS, 3 ÖVP, 1 FPÖ

Der Kurort Bad Sauerbrunn ist eine Gemeinde im nördlichen Burgenland, nur etwa 7 km von Wiener Neustadt entfernt. Seine Gemeindequelle bringt einen Magnesium-Calcium-Natrium-Hydrogencarbonat-Sulfat-Säuerling zutage, der den höchsten Magnesiumgehalt Österreichs hat.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ort Sauerbrunn ist seit 1847 durch die Eisenbahn erschlossen und erhielt 1901 die Erlaubnis, den Titel Kurbad zu führen. Der Ort entwickelt sich bald zum beliebten Sommerwohnsitz der Wiener, Budapester und Soproner Gesellschaft. 1909 erlangt Sauerbrunn den Status einer Kleingemeinde, deren amtlicher Name Savanyúkút lautete. Da sich der Ort so günstig weiterentwickelt, wird 1911 die Kleingemeinde zur Großgemeinde mit eigenem Notariat und Matrikelamt umgestaltet.

Sauerbrunn gehört wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Deutschwestungarn, das nach Ende des ersten Weltkriegs nach zähen Verhandlungen in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen wird (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Da das neugegründetete Bundesland aber ohne die vorgesehene Landeshauptstadt Ödenburg an Österreich abgetreten wird, ist das Kurbad ab 1921 bis 1924 provisorischer Sitz der Landesregierung und -verwaltung.

Auch in Sauerbrunn wurden nach dem Anschluss die jüdischen Mitarbeiter enteignet, vertrieben oder in die Todeslager verbracht. Durch den 2. Weltkrieg kommt der Kurbetrieb völlig zum Erliegen. 1944, bis kurz vor Einmarsch sowjetischer Truppen, strahlt der Soldatensender Belgrad, bekannt durch sein Lied „Lili Marleen“, seine Sendungen aus der Hartigvilla als seiner letzten Station.

Der gezielte, wenn auch langwierige Ausbau der Tourismus- und Kureinrichtungen, die im 2. Weltkrieg völlig zerstört wurden, sowie die hohe Qualität der Heilquellen führen 1987 zur Berechtigung, den Ortsnamen „Bad Sauerbrunn“ zu tragen.

Politik

Bürgermeister ist Gerhard Hutter (LIBS - unabhängige Liste Bad Sauerbrunn), Vizebürgermeister Ernst Gruber (SPÖ) sowie Otmar Florian (LIBS).

Die Mandatsverteilung (21 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 9, ÖVP 3, FPÖ 1 und andere Listen (LIBS) 8 Mandate.

Wappen

In blauem Schild unter einem seitlich und oben an die Schildränder anstoßenden silbernen Viadukt eine silberne Brunnenschale mit zwei blauen Streifen, aus der eine silberne Fontäne aufsteigt, die von silberumrahmten blauen Perlen begleitet wird.

Abbildung siehe unter [1]

Städtepartnerschaften


Weblinks

Quelle:
Artikel Bad Sauerbrunn aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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