| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Sigmaringen | |
| Koordinaten: | 48° 1′ N, 9° 30′ O | |
| Höhe: | 587 m ü. NN | |
| Fläche: | 97,34 km² | |
| Einwohner: | 17.713 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 182 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 88348 (alt: 7968) | |
| Vorwahl: | 07581 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SIG (alt: SLG) | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 37 100 | |
| Stadtgliederung: | 14 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Oberamteistraße 11 88348 (alt: 7968) Bad Saulgau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Johannes Häfele | |
Bad Saulgau liegt im Herzen Oberschwabens zwischen Donau und Bodensee. Seit 1990 trägt Saulgau die Bezeichnung Ort mit Heilquellen- und Kurbetrieb, seit 2000 trägt die Stadt das Prädikat Bad. Bad Saulgau liegt an der Schwäbischen Bäderstraße, der Mühlenstraße Oberschwaben sowie der Oberschwäbischen Barockstraße.
Inhaltsverzeichnis |
Bad Saulgau liegt zwischen Donau und Bodensee.
Bad Saulgau hat neben der Kernstadt 13 Teilorte:
Der Ort ist ein keltischer Siedlungsplatz, sein Name auf die Quellgöttin Sul zurückzuführen.
Die erste urkundliche Erwähnung, Sulaga, stammt aus dem Jahre 819. Saulgau wurde im Jahre 1239 von Kaiser Friedrich II. das Stadtrecht verliehen, das Marktrecht von König Rudolf I. im Jahre 1288. 1299 fiel Saulgau an das Haus Habsburg und gehörte somit bis 1806 zu Vorderösterreich.
Im Zuge der Neuordnung Europas durch Napoleon I. kam Saulgau 1806 an das Königreich Württemberg.
Zuerst Oberamtsstadt im Oberamt Saulgau, dann Kreisstadt, kam Saulgau im Zuge der Kreisreform im Jahre 1973 zum Landkreis Sigmaringen, dessen größte Stadt es heute ist.
Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
Das Wappen von Bad Saulgau zeigt in Silber auf grünem Dreiberg einen blau bewehrten und blau bezungten roten Löwen, der sich an einer aus dem Unterrand emporkommenden schwarzen Säule aufrichtet.
Bad Saulgau pflegt seit 1981 eine Partnerschaft mit Chalais en Charente in Frankreich und seit 2006 mit Himmelberg in Kärnten (Österreich). Außerdem bestehen Kontakte zum befreundeten Kōbe in Japan.
1947 auf Initiative der französischen Besatzungsmacht als „Centre Culturel“ gegründet, hat sich die „Fähre“ bald zu einer der ersten Ausstellungsadressen in Oberschwaben entwickelt. Mit Pierre Bonnard, Paul Sérusier und Jan Verkade waren hier erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland die „Nabis“ zu sehen. Früh zeigte sie auch mit Emil Nolde, Paul Klee und Otto Dix bedeutende Vertreter der Klassischen Moderne und öffnete sich später der Konkreten Malerei. Daneben war und ist die „Fähre“ immer auch Forum der regionalen Kunst geblieben.
Die ständige Sammlung „Kunst in Oberschwaben seit 1900“ bietet einen repräsentativen Querschnitt über die lebendige und eigenständige Kunst zwischen Donau und Bodensee im 20. Jahrhundert. Sie zeigt bedeutende Erneuerer der religiösen Kunst (Gebhard Fugel, Karl Caspar, Albert Burkart, Wilhelm Geyer) ebenso wie einflussreiche Vertreter der klassischen Moderne aus dem Südwesten (Gottfried Graf, Hans Purrmann, HAP Grieshaber, Otto Dix u.v.a.).
Seit 1961 prägen die Sankt Johannes Chorknaben das musikalische Bild in der Stadt und Kirche. Mittlerweile ist auch mit der Mädchenkantorei ein reiner Mädchenchor hinzugekommen.
Im Jahr 1977 wurde die schwefelhaltige Thermalquelle, die wärmste und ergiebigste in ganz Baden-Württemberg, erbohrt. Nach einem Provisorium wurde 1984 das Thermalbad, die Sonnenhof-Therme eröffnet. Bereits 1987 wurden über eine Million Badegäste im Thermalbad verzeichnet.
Das Schwarzachtal im Nordwesten wird auch als „Siebenmühlental“ bezeichnet: Es befanden sich dort die Wolfenmühle, Eselsmühle, Neumühle, Schaulesmühle, Franzenmühle, Lindenmühle und Dotschenmühle. Bis auf die Dotschenmühle, die Anfang der 1980er Jahre abgebrochen wurde, bestehen die Gebäude alle noch als Wohnplätze. In der „Wassermühle Franzenmühle“ aus dem 15. Jahrhundert wurde 1896 eine Francis-Turbine installiert, die auch heute noch Energie liefert.
Das seit dem 16. Jahrhundert in Saulgau nachgewiesene Bächtlefest (benannt nach seinem Ursprung in der Kinderfasnet am 2. Januar, dem Bächtelinstag) wird seit dem 19. Jahrhundert als Schüler- und Heimatfest im Sommer gefeiert. Hauptanziehungspunkte des an einem verlängerten Wochenende etwa zwei Wochen vor den Sommerferien gefeierten Festes sind der große Festzug am Montag mit rund 3000 Teilnehmern, mehrere musikalische und tänzerische Darbietungen, Schülervorführungen beim „Musischen Abend“, Schülerwettbewerbe, ein historischer Bauern- und Handwerkermarkt und ein Bierzelt.
Bad Saulgau ist auch eine Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Treibende Kraft ist die Doraus-Zunft Saulgau 1355 (Mitglied der VSAN), ihr in den Fasnetstagen allgegenwärtiger Narrenruf lautet „Doraus detnaus – bei d'r alta Lenda naus“. Eine Besonderheit der Saulgauer Fasnet ist das „Dorausschreien“, ein nach örtlicher Überlieferung aus dem 13. Jahrhundert stammender Bettelbrauch, bei dem die Stadtbewohner in Notzeiten Nahrung bei der Landbevölkerung erbaten. Die Narrenfigur „Dorausschreier“ bettelt mit einem an einer langen Stange befestigten, bodenlosen Korb nach Gaben. Weitere Narrenfiguren sind die „Riedhutzel“ genannten Hexen, die „Blumennärrle“, die elegant gekleideten Dämonen „Pelzteufel“, die „Spitzmäule“, die dem Bächtlefest-Brauchtum entlehnten „Zennenmacher“ und die in Bad Saulgau als Gruppe auftretenden „Büttel“.
Seit den 1980er Jahren haben sich in Saulgau – wie im gesamten Verbreitungsgebiet der Fasnet – zahlreiche weitere Narrenvereine gebildet. In einigen Fällen, wie etwa beim 1993 gegründeten Narrenverein Bolstern mit seiner seit 1910 nachgewiesenen „Zigeunergruppe“, werden ältere Fasnetsbräuche weitergeführt, meist jedoch neue Figuren und Veranstaltungen mit Bezug auf geschichtliche oder sagenhafte Überlieferungen ersonnen (in Bolstern die „Wagenhart-Teufel“).
Zu diesen neueren Vereinen gehören
Weitere jährliche Veranstaltungen in Bad Saulgau sind der regionale Familien-Umweltaktionstag „Happy Family Day“ Ende Juni („Oberschwabens größte Umweltmeile“) und das „Altstadtfest“ Ende August mit Musik und gastronomischen Angeboten.
Am Gumbiga Donnerstig (Weiberfastnacht) findet jedes Jahr das traditionelle „Sauschwanzessen“ statt. Alle Gaststätten bieten an diesem Abend gekochte Sauschwänze an, welche mit Brot verspeist werden.
Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 446. Für die Stadt selbst gilt der Stadttarif 46.
Bad Saulgau liegt an der Zollernalbbahn, welche von Tübingen über Balingen, Sigmaringen und Herbertingen nach Aulendorf führt.
Bedeutende Industrieunternehmen:
Bad Saulgau verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Ravensburg und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört.
Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Saulgau des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
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