| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu einem Ortsteil von Vöhrenbach siehe Urach (Vöhrenbach). |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Reutlingen | |
| Koordinaten: | 48° 30′ N, 9° 24′ O | |
| Höhe: | 463 m ü. NN | |
| Fläche: | 55,50 km² | |
| Einwohner: | 12.567 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 226 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 72562–72574 | |
| Vorwahlen: | 07125, 07381 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RT | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 15 078 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 8–9 72574 Bad Urach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Markus Ewald | |
Bad Urach ist eine Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb und staatlich anerkannter Luftkurort und Heilbad. Bekannt ist sie auch wegen des Uracher Wasserfalls und des alle zwei Jahre stattfindenden Schäferlaufs.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Bad Urach liegt am Rande der Schwäbischen Alb, im Tal der Erms.
In Bad Urach befindet sich die mit 61° C heißeste Thermalquelle Baden-Württembergs. Die hohe Wärme beruht auf einer Temperaturanomalie im Untergrund. 1970 wurde die Thermalquelle erschlossen. Sie dient dem Kur- und Heilbadbetrieb. Vor mehreren Millionen Jahren herrschte in der Region aktive Vulkantätigkeit vor. Die Überreste hiervon bilden mit über 350 dokumentierten Plätzen das Gebiet Schwäbischer Vulkan, auch Uracher Vulkangebiet genannt.
Diese Temperaturanomalie veranlasste außerdem fast ein Jahrzehnt lang die Verfolgung des Geothermie-Projekts „Hot-Dry-Rock Bad Urach“ mit den Zielsetzungen einer geothermischen Stromerzeugung sowie der Versorgung des Wohnraums eines Großteils der Stadt mit Erdwärme anstelle konventioneller Heizungssysteme. Die Vollendung des bis dahin sehr aussichtsreichen und aus aller Welt besuchten Projekts scheiterte 2004 an der Entscheidung des damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel, die notwendige Nachfinanzierung nicht Bad Urach zuzuwenden, sondern ein ähnliches Projekt bei Karlsruhe neu zu beginnen.
Bad Urach und der Ortsteil Seeburg liegen im Ermstal, die Ortsteile Hengen, Sirchingen und Wittlingen hingegen auf der Albhochfläche.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bad Urach, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Reutlingen
Hülben, Grabenstetten, Römerstein, Gutsbezirk Münsingen, Münsingen, St. Johann und Dettingen an der Erms.
Zur Stadt Bad Urach gehören die Stadtteile Hengen, Seeburg, Sirchingen und Wittlingen.
Reichhaltige Funde auf dem Runden Berg bei Bad Urach belegen, dass dieser Berg in der Spätantike/Frühmittelalter eine bedeutende alamannische Höhensiedlung und ein Machtzentrum der Alamannen war. Urach war Anfang des 12. Jahrhunderts Sitz eines von Egino I. gegründeten Grafengeschlechts. 1265 verkaufte Graf Heinrich von Fürstenberg die Burg und die meisten Besitzungen an Graf Ulrich von Württemberg.
Während der Teilung Württembergs von 1442 bis 1482 war Urach Residenzsitz des Grafen der Uracher Linie.
Von der Burg Hohenurach sind einige Ruinen aus dem 13. Jahrhundert erhalten, doch die im 16. Jahrhundert erbaute Festung Hohenurach wurde 1767 abgerissen.
Seit 1985 ist die Stadt ein staatlich anerkannter Luftkurort und ein Heilbad.
1991 fanden in Bad Urach die Heimattage Baden-Württemberg statt.
Wappen
![]() Sirchingen |
![]() Wittlingen |
![]() Hengen |
![]() Seeburg |
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Bei der Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Markus Ewald endet 2012.
Bad Urach besitzt einen spätmittelalterlichen Marktplatz mit Rathaus und Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die Amanduskirche, das heute als Museum genutzte Residenzschloss Schloss Urach der württembergischen Grafen sowie die im spätgotischen Stil erbaute Stiftskirche Sankt Amandus (Schutzpatrone: Sankt Maria, Sankt Andreas und Sankt Amandus von Maastricht, Bischof von Tongeren, "der Apostel Belgiens").In unmittelbarer Nähe liegen die Festungsruinen Hohenurach und Hohenwittlingen. Bad Urach ist Mitglied der Themenstraße Deutsche Fachwerkstraße.
Am Albtrauf liegt das 1930 erbaute Haus auf der Alb, ein ehemaliges Erholungsheim, das heute vom Land Baden-Württemberg als Tagungsstätte für politische Bildung genutzt wird.
Touristische Anziehungspunkte sind die Falkensteiner Höhle und der Uracher Wasserfall, der aus einem kalkhaltigen Quellgebiet gespeist wird und im Laufe der Zeit eine Spitze an den Hang der Schwäbischen Alb gebildet hat.
Das Jugendcafe Oase, früher als Teestube Oase bekannt, hat jeden Freitagabend (außer in den Ferien) ab 19.30 Uhr im Gemeinschaftshaus des Württembergischen Brüderbunds, Langestr. 25, geöffnet. Es werden geistliche Inputs, kleine Snaks, Tischbilliard, Tischfußball und eine einfach chillige Atmosphäre geboten. Ein paar mal im Jahr werden größere Events wie z.b. Konzerte oder Jugo's veranstaltet.
Einer Sage zufolge wurde die Brezel in Bad Urach erfunden:
Dergleichen Sagen finden sich jedoch auch an mehreren anderen Orten, etwa im nahegelegenen Altenriet, wo jedes Jahr ein Brezelmarkt gefeiert wird.
Die Bundesstraße B 28 führt durch die Stadt und verbindet sie im Westen mit Reutlingen und Tübingen und im Osten mit Ulm. Die B 465 führt von Bad Urach aus über die Schwäbische Alb nach Ehingen und Biberach.
Die Ermstalbahn verbindet Bad Urach über Metzingen, wo Anschluss an die Eisenbahnlinie Tübingen–Stuttgart besteht, direkt mit Reutlingen, Tübingen und Herrenberg.
Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 221. Für die Stadt selbst gilt der Stadttarif 21.
Bad Urach verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Tübingen und Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört. Ferner besitzt Bad Urach ein Finanzamt und mit der Ermstalklinik ein Krankenhaus. Auch ein Graf-Eberhard-Gymnasium sowie Realschule, Grund und Hauptschule und eine Hauswirtschaftliche Schule sind vorhanden.
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Bad Urach der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
| Commons: Bilder aus Bad Urach – Bilder, Videos und Audiodateien |
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Gutsbezirk Münsingen (gemeindefreies Gebiet)
Adelung-1793: Marien-Bad, das · Bad, das
Brockhaus-1911: Urach · Römisch-irisches Bad · Pneumatisches Bad · Türkisches Bad · Russisches Bad · Elektrisches Bad · Bad · Elektrostatisches Bad · König-Otto-Bad · Irisch-römisches Bad
DamenConvLex-1834: Leuker Bad · Landecker Bad
Herder-1854: Urach · Russisches Bad · Bad
Lueger-1904: Bad [2] · Bad [1]
Meyers-1905: Urach · Russisches Bad · Römisches Bad · König Otto-Bad · Türkisches Bad · Sankt Olafs-Bad · Sankt Achaz-Bad · Karlsthaler Bad · Bad [2] · Bad [1] · Animalisches Bad · Elektrisches Bad · Kanitzer Bad · Irisch-römisches Bad · Herzog Ludolfs-Bad
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