| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Steiermark | |
| Politischer Bezirk: | Hartberg (HB) | |
| Fläche: | 31,84 km² | |
| Koordinaten: | 47° 10' N, 16° 1' O | |
| Höhe: | 291 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2085 (31. Dez. 2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | 65 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 8271, 8264 | |
| Vorwahlen: | 0 33 33 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 07 48 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bad Waltersdorf 2 8271 Bad Waltersdorf |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Josef Hauptmann (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2005) (15 Mitglieder) |
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Der Kurort Bad Waltersdorf ist eine Marktgemeinde im Bezirk Hartberg in der Steiermark
Inhaltsverzeichnis |
Bad Waltersdorf liegt auf halbem Weg zwischen den Bezirkshauptstädten Hartberg und Fürstenfeld inmitten des oststeirischen Hügellandes im Safental unweit der Grenze zum Burgenland.
Die Gemeinde Bad Waltersdorf setzt sich aus den Ortschaften Waltersdorf in Oststeiermark (890 EW), Leitersdorf bei Hartberg (468 EW), Wagerberg (423 EW), Hohenbrugg (171 EW) und Lichtenwald (71 EW) zusammen (Einwohnerzahlen der Volkszählung 2001). Die Katastralgemeinden sind Waltersdorf, Leitersdorf, Wagerberg und Hohenbrugg.
| Ebersdorf | Sebersdorf | Limbach bei Neudau |
| Großhart | ![]() |
Neudau |
| Hainersdorf | Bad Blumau |
Die nebenstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahl Bad Waltersdorfs basierend auf den Daten der Volkszählung.[1]
| Bevölkerungs- entwicklung |
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|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1869 | 1794 |
| 1880 | 1952 |
| 1890 | 2004 |
| 1900 | 1957 |
| 1910 | 1989 |
| 1923 | 1865 |
| 1934 | 1923 |
| 1939 | 1796 |
| 1951 | 1912 |
| 1961 | 1874 |
| 1971 | 1871 |
| 1981 | 1920 |
| 1991 | 1986 |
| 2001 | 2023 |
| 2005 | 2085 |
Die historische Entwicklung Bad Waltersdorfs ist stark durch seine Lage in der Nähe der Grenze bestimmt.
Das Ortsgebiet wurde schon zur Römerzeit besiedelt; einige der zahlreichen Funde aus dieser Zeit sind im kleinen Römermuseum bei der Pfarrkirche ausgestellt. Diese Besiedelung verschwand im Zuge der Völkerwanderung. Ab dem 6. Jahrhundert siedelten die Slowenen im Ostalpenraum (Karantanien); um Bad Waltersdorf haben sie nur in den Flurnamen Spuren hinterlassen (so hat z.B. „Safen“ die Bedeutung „Froschbach“). Nachdem das Gebiet lange siedlungsleer war und immer wieder unter andere Herrschaft kam, begann erst um 1125 wieder die Besiedelung der Oststeiermark. Das Gebiet des heutigen Bad Waltersdorf war im Besitz des Hochfreien oder Edlen Walter von der Traisen (Nachkomme Aribos II.), der hier das Dorf gründete und sich in dessen Namen verewigte. 1170 wurde Waltersdorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte kam es oft zu Einfällen der Ungarn und der Türken, aber auch der Haiducken und Kuruzzen, wobei wiederholt ein Großteil des Ortes zerstört wurde, das letzte Mal 1704.
Bad Waltersdorf war schon immer der größte Ort zwischen den Städten Hartberg und Fürstenfeld, war Sitz einer Urpfarre und später eines Dekanats. Die Struktur Bad Waltersdorfs war von der Gründung an bis ins 19. Jahrhundert rein agrarisch, begann sich dann aber langsam zu wandeln. So entwickelten sich Gewerbe und Handel (z. B. durch bis zu 4 Märkte pro Jahr), was die wirtschaftliche Bedeutung erhöhte. Diese Entwicklung begründete die Erhebung zur Marktgemeinde 1928.
Die Verbundenheit der Bewohner mit der Kirche war auch während der Zeit des Nationalsozialismus so stark, dass es 1939 zu einer Demonstration von ca. 200 Menschen gegen die kirchenfeindlichen Maßnahmen des Gauleiters kam. Gegen Ende des zweiten Weltkriegs waren in Bad Waltersdorf innerdeutsche Flüchtlinge aus Deutschland und Jugoslawien einquartiert. Als die sich zurückziehende deutsche Armee in Bad Waltersdorf lagerte, kam es zu einem russischen Fliegerangriff, der erhebliche Schäden anrichtete. Zufälligerweise fiel die Kapitulation am 8. Mai 1945 mit dem Zeitpunkt zusammen, als die vorrückenden russischen Truppen Bad Waltersdorf erreichten. Am 1. August ersetzten die Engländer die russische Besatzung. Bei der Landtagswahl im November 1945 waren in den heute zu Bad Waltersdorf gehörenden Gemeinden insgesamt 97 Bewohner wegen Mitgliedschaft in der NSDAP nicht wahlberechtigt.
In der Nachkriegszeit wurde das Wegenetz ausgebaut, das damals noch kaum asphaltiert war; 1959 zog die Volksschule vom Gemeindehaus an den heutigen Standort. Mit 1. Jänner 1968 wurden die Ortsgemeinden Wagerberg, Leitersdorf und Hohenbrugg mit Waltersdorf zu einer Großgemeinde vereinigt. In den nächsten Jahren wurden die Hauptschule, der Kindergarten, das Freibad und andere Sportstätten eröffnet.
1975 begannen Bohrungen der Rohölaufschließungsgesellschaft, bei denen man aber nicht auf Öl, sondern in 1150 m Tiefe auf Thermalwasser stieß. Anfangs wurde die Thermalquelle zur Wärmeversorgung genutzt: 1981 wurde die erste geothermische Fernwärmeversorgungsanlage Österreichs eröffnet, mit der hauptsächlich die Schulen, das Freibad und ein Versuchsglashaus beheizt wurden. Mit der Eröffnung der Heiltherme 1984 begann der Tourismus stark zu wachsen; ein Trend, der bis in die Gegenwart anhält. 1987 wurde der Kurpark mit Teich und Spielplatz gestaltet. Durch einen Bescheid der Steiermärkischen Landesregierung vom 11. Oktober 1988 wurde die „Marktgemeinde Waltersdorf in der Oststeiermark“ in „Marktgemeinde Bad Waltersdorf“ umbenannt, womit Bad Waltersdorf offiziell zum Kurort wurde. Im selben Jahr erfolgte auch eine Ortsbildumgestaltung, bei der die alten Peitschenleuchten durch neue Laternen und im Ortszentrum der Asphaltbelag durch Natursteinplatten ersetzt wurden.
Seit dem 1. Juli 1967 darf die Gemeinde ein Wappen führen. Die heraldische Beschreibung lautet:
Das Löwenhaupt weißt auf die Funde aus der Römerzeit hin, da auf mehreren dieser Skulpturen ein Löwe dargestellt ist. Die Heidenkrone symbolisiert die vorchristliche Antike, während die Bischofsmütze den kirchlichen Stellenwert Bad Waltersdorfs als Urpfarre hevorhebt.[2]
Bad Waltersdorf war 2002 Sieger beim Steirischen Landesblumenschmuckbewerb und belegte mehrmals den zweiten und dritten Platz. 2003 erhielt es die Auszeichnung „Schönstes Dorf Europas“ mit einer Goldmedaille in der Kategorie Dörfer beim europäischen Wettbewerb Entente Florale.
Die Wirtschaft Bad Waltersdorfs ist stark durch Tourismus und Landwirtschaft geprägt.
Bad Waltersdorf gehört zu den größten Fremdenverkehrsgemeinden der Steiermark. Beschränkte sich der Tourismus vor der Eröffnung der Therme hauptsächlich auf Sommerfrische mit niedrigen Gästezahlen, so wuchsen danach das touristische Angebot und damit die Besucherzahlen stark an.
Die 1984 gegründete und seither immer wieder ausgebaute Heiltherme Bad Waltersdorf hat ihren Schwerpunkt im Wellness-Bereich. Sie wurde mit Bescheid vom 29. April 1982 der Steiermärkischen Landesregierung nach dem Steierm. Heilvorkommen- und Kurortgesetz als Heilvorkommen zur unterstützenden Behandlung bei degenerativen Veränderungen, vor allem im Rahmen des rheumatischen Formenkreises (entzündlicher, degenerativer und Weichteilrheumatismus) anerkannt.
In Bad Waltersdorf gibt es Hotels aller Kategorien, mit Schwerpunkt im Vier-Sterne-Bereich.
Zu den Sportanlagen in Bad Waltersdorf gehören
Jährlich findet ein Hobby-Beachvolleyballturnier statt, das zu den größten der Steiermark gehört. Ebenso jährlich wird ein Volkslauf ausgerichtet, der Radio Steiermark-Lauf (vormals Apfelsterzlauf).[4]
1999 fand die Heißluftballon-Weltmeisterschaft in Bad Waltersdorf statt.[5]
Die Süd Autobahn (A 2) führt durch das Gemeindegebiet und kann in der Nachbargemeinde Sebersdorf über die Anschlussstelle Sebersdorf / Bad Waltersdorf (126) in ca. 2 km erreicht werden. Die durch das benachbarte Burgenland führende Stegersbacher Straße (B 57a) ist ca. 8 km entfernt.
Im Ort gibt es eine Haltestelle der Thermenbahn, die über die Wechselbahn und die Aspangbahn eine Zugverbindung nach Wien herstellt. Hier verkehren im Zweistundentakt Regionalzüge nach Hartberg und Fehring.
Der Flughafen Graz ist ca. 60 km entfernt.
Im Sozialzentrum ist eine Dienststelle des Roten Kreuzes und der Hauskrankenpflege untergebracht.
In Bad Waltersdorf gibt es folgende Schulen:
Bad Waltersdorf | Blaindorf | Buch-Geiseldorf | Dechantskirchen | Dienersdorf | Ebersdorf | Eichberg | Friedberg | Grafendorf bei Hartberg | Greinbach | Großhart | Hartberg | Hartberg Umgebung | Hartl | Hofkirchen bei Hartberg | Kaibing | Kaindorf | Lafnitz | Limbach bei Neudau | Mönichwald | Neudau | Pinggau | Pöllau | Pöllauberg | Puchegg | Rabenwald | Riegersberg | Rohr bei Hartberg | Rohrbach an der Lafnitz | Saifen-Boden | Sankt Jakob im Walde | Sankt Johann bei Herberstein | Sankt Johann in der Haide | Sankt Lorenzen am Wechsel | Sankt Magdalena am Lemberg | Schachen bei Vorau | Schäffern | Schlag bei Thalberg | Schönegg bei Pöllau | Sebersdorf | Siegersdorf bei Herberstein | Sonnhofen | Stambach | Stubenberg | Tiefenbach bei Kaindorf | Vorau | Vornholz | Waldbach | Wenigzell | Wörth an der Lafnitz |
Adelung-1793: Marien-Bad, das · Bad, das
Brockhaus-1911: Römisch-irisches Bad · Pneumatisches Bad · Türkisches Bad · Russisches Bad · König-Otto-Bad · Elektrisches Bad · Bad · Irisch-römisches Bad · Elektrostatisches Bad
DamenConvLex-1834: Leuker Bad · Landecker Bad
Herder-1854: Waltersdorf · Russisches Bad · Bad
Lueger-1904: Bad [2] · Bad [1]
Meyers-1905: Waltersdorf · Russisches Bad · Römisches Bad · König Otto-Bad · Türkisches Bad · Sankt Olafs-Bad · Sankt Achaz-Bad · Karlsthaler Bad · Bad [2] · Bad [1] · Animalisches Bad · Elektrisches Bad · Kanitzer Bad · Irisch-römisches Bad · Herzog Ludolfs-Bad
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