| Bahnstrecke Köln–Duisburg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Kursbuchstrecke: | 415 (Fernbahn) 450.1, 450.6, 450.7 (S-Bahn) |
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| Streckennummer: | 2650 (Fernbahn) 2400, 2407, 2413, 2670 (S-Bahn) 2319, 2317 (Ortsgleise in DU) 2411 (Güterumfahrung D Hbf) |
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| Streckenlänge: | 64 km | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höchstgeschwindigkeit: | 200 km/h | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verlauf | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Köln–Duisburg ist eine der wichtigsten und am meisten befahrenen Eisenbahnstrecken in Deutschland. Sie ist die Hauptachse des Schienenpersonenfern- und -nahverkehrs zwischen Köln und dem Ruhrgebiet, u.a. befahren von InterCityExpress, InterCity, RegionalExpress, RegionalBahn und S-Bahn.
Sie ist der älteste Teil der von der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft gebauten Hauptstecke, nach der die Gesellschaft benannt wurde. Sie wurde in den Jahren 1845/46 eröffnet und seither mehrfach modernisiert und ausgebaut. Heute ist die Strecke drei- bis sechsgleisig und auf ganzer Länge elektrizifiziert.
Inhaltsverzeichnis |
Nachdem sie am 18. Dezember 1843 die preußische Konzession für ihre namensgebende Strecke erhalten hatte, begann die Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft im damaligen (Köln-)Deutz mit dem Bau des ersten Teilstücks nach Düsseldorf, das sie am 20. Dezember 1845 eröffnen konnte.
Nur wenige Wochen später am 9. Februar 1846 wurde bereits das zweite Teilstück nach Duisburg fertiggestellt, vorläufiger Endpunkt war der am Ort des heutigen Duisburger Hauptbahnhofes gebaute „Köln-Mindener Bahnhof“, dem ersten von später drei Bahnhöfen an gleicher Stelle.
Mit dem nächsten Teilstück über Oberhausen, Altenessen, Gelsenkirchen, Wanne, Herne und Dortmund nach Hamm hatte man sich bewusst gegen eine Streckenführung in der Nähe der damaligen Kohlegruben am nördlichen Ufer der Ruhr und für die kostengünstigere weil weniger hügelige und damit leichter zu verwirklichende Trasse entschieden. Trotzdem dauerte es noch weit über ein Jahr bis am 15. Mai 1847 auch dieses Teilstück in Betrieb gehen konnte.
Noch im gleichen Jahr, am 15. Oktober 1847, wurde das letzte Teilstück bis Minden und damit die gesamte, 263 Kilometer lange, eingleisige Strecke fertiggestellt. Am gleichen Tag eröffneten die Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen ihre Bahnstrecke Hannover–Minden.
Die zunächst am rechten Rheinufer beginnende Strecke wurde am 3. Oktober 1859 mit der Einweihung der neugebauten Dombrücke in den Centralbahnhof der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft rückwärtig verlängert.
Die Bahnstrecke Köln–Duisburg wurde seit ihrer Eröffnung gemäß ihrer stetig wachsenden Bedeutung immer weiter ausgebaut, modernisiert und auf ganzer Länge elektrizifiziert.
Für eine Hauptstrecke recht ungewöhnlich ist die häufig wechselnde Anzahl der Gleise zwischen drei und sechs:
Im Streckenabschnitt zwischen Köln Hauptbahnhof und Köln-Mülheim ist die Strecke sechsgleisig:
Zwischen Köln-Mülheim und Langenfeld ist die S-Bahn streckenweise nur eingleisig (insgesamt drei Gleise), erst ab Langenfeld sind beide Bahnen wieder zweigleisig (insgesamt vier Gleise). Der an der Fernbahn gelegene Bahnsteig in Düsseldorf-Benrath ist Halt des NRW-Express und des Rhein-Express. InterCity und InterCityExpress fahren allerdings mit extrem hoher Geschwindigkeiten bis zu 200 hm/h am Bahnsteig vorbei!
Vom Abstellbahnhof in Düsseldorf-Reisholz führen zwei zusätzliche Gleise rechts und links der S-Bahn zum Düsseldorfer Hauptbahnhof, in diesem Teilstück ist die Strecke somit sechsgleisig im gemischten Linien- und Richtungsbetrieb. Dabei übernimmt die S-Bahn-Strecke ab Oberbilk die Nummer der S-Bahnstrecke nach Eller (2413), während vorherige Nummer 2670 nun bis Düsseldorf-Unterrath die Ortsgleise ohne S-Bahn-Halt bezeichnet.
Der Düsseldorfer Hauptbahnhof wird streng im Linienbetrieb betrieben, von Ost nach West halten
Ab dem Düsseldorfer Hauptbahnhof bis kurz vor den Fernbahnhof des Düsseldorfer Flughafens ist dieser Streckenabschnitt ebenfalls sechsgleisig, hier allerdings im reinen Linienbetrieb, es verlaufen von Ost nach West:
Kurz vor dem Fernbahnhof des Düsseldorfer Flughafens fädelt die S-Bahn-Strecke niveaugleich in die Regionalstrecke (2670) ein. Der Bahnhof selber hat vier Gleise an drei Bahnsteigen, dazu gibt es zwei Durchfahrgleise der Fernbahnstrecke. Nach dem Flughafen-Bahnhof ist die Strecke weiter viergleisig im reinen Linienbetrieb, dabei werden die Bahnsteigsgleise der S-Bahn-Halte von den RE mit bis zu 140 km/h durchfahren.
Unmittelbar südlich des Bahnhofs Duisburg-Großenbaum wird die S-Bahnstrecke viergleisig, insgesamt ist die Strecke damit wieder einmal sechsgleisig, wieder im gemischten Richtungs- und Linienbetrieb. Das Ortsgleis Richtung Süd wird dabei als (eingleisige) Strecke 2310 geführt, während das Ortsgleis Richtung Nord die Streckennummer 2317 trägt.
Der Bahnhof Duisburg-Großenbaum selber hat seit der Einführung der RE und des ITF stark an Bedeutung verloren. Hielten hier früher neben Nahverkehrs- und Eilzügen auch der eine oder andere D-Zug, so ist er heute zum reinen Durchgangshalt der S-Bahn degradiert worden, die noch vorhandene Wendeanlage wird nicht einmal für die S-Bahn genutzt.
Zwischen den Halten Duisburg-Buchholz und Schlenk kreuzt das südwärtige Gleis der Fernbahnstrecke niveaufrei die S-Bahngleise und fädelt sich zwischen Streckengleis 2310 und der S-Bahn-Strecke (2670) ein. Gleichzeitig endet das Streckengleis 2317 im S-Bahngleis, somit ist die Strecke ab hier bis zum Duisburger Hauptbahnhof nunmehr fünfgleisig.
Nördlich der Bahnstrecke Osterath–Dortmund Süd der ehemaligen Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft fädeln sich die zweigleisige Stichbahn zu dieser Strecke sowie die in diesem Bereich derzeit eingleisige Bahnstrecke Duisburg–Ratingen („Ratinger Weststrecke“) in das Gleisvorfeld des Duisburger Hauptbahnhofs ein. Aus den insgesamt acht Streckengleisen werden dort zwölf Bahnsteigsgleise (Gleis 7 in der Mitte des Bahnhofs ist ohne Bahnsteiganschluss), die im reinen Richtungsbetrieb angefahren werden - mit Ausnahme von Gleis 1, dieses wurde im Rahmen der Einrichtung der S-Bahn-Linie S 2 auch für Ausfahrten Richtung Norden (Oberhausen) umgebaut.
Um die Fahrtzeit der Fernverkehrszüge von Köln über Duisburg nach Dortmund zu verkürzen, wurden die Fernbahngleise in den 1980er Jahren für 200 km/h ausgebaut und mit Ausnahme des Bereichs des Düsseldorfer Hauptbahnhofs mit Linienzugbeeinflussung (LZB) ausgestattet.
Durch die Fahrtzeitverkürzung sind Züge von Köln nach Dortmund über Duisburg genauso schnell wie die über die kürzere, aber kurvenreichere Strecke via Wuppertal und Hagen. Dadurch ist es möglich, für jeweils zwei Fernverkehrszüge bahnsteiggleiche Korrespondenzanschlüsse in Köln und Dortmund herzustellen.
Auf gesamter Länge befahren wird die Strecke von drei ICE-Linien, drei InterCity-Linien (zumeist zweistündlich) und den RegionalExpress-Linien RE 1 „NRW-Express“ und RE 5 „Rhein-Express“ (beide stündlich).
Zwischen Düsseldorf und Duisburg fahren zusätzlich RE 3 „Rhein-Emscher-Express“, RE 6 „Westfalen-Express“ (beide stündlich) und RE 11 „Rhein-Hellweg-Express“ (zweistündlich). Die RegionalExpress-Linien sollen mittelfristig durch den Rhein-Ruhr-Express abgelöst werden.
Außerdem wird die Strecke auf längeren Abschnitten von den S-Bahn-Linien S1 (zwischen Düsseldorf Hbf und Duisburg Hbf), S6 (zwischen Köln Hbf und Düsseldorf-Derendorf) und S7 (zwischen Düsseldorf-Oberbilk und Düsseldorf-Unterrath) befahren, zumeist im 20-Minuten-Takt. In der Hauptverkehrszeit wird die S6 ab Langenfeld zum 10-Minuten-Takt verdichtet.
Von Köln bis Langenfeld liegt die Strecke im Gebiet des Verkehrsverbund Rhein-Sieg, von Langenfeld bis Duisburg im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Für Fahrten zwischen Köln und Düsseldorf kommt der Tarif des VRS zur Anwendung, weitere Fahrten über die Verbundgrenze fallen unter den NRW-Tarif.