Balamir (auch Balamber) war angeblich ein König der Hunnen im 4. Jahrhundert.
Balamir soll mit seinen Reiterheeren über die Wolga vorgedrungen sein und das Reich der Alanen an Terek, Kuban und am unteren Don zerschlagen haben. Daraufhin griff er Ermanarichs Greutungenreich an und zwang es zu Heeresfolge und Tribut. Später soll er eine gotische Prinzessin geheiratet haben, nachdem er ihren Vater Vinitharius, der gegen ihn rebellierte, getötet hatte.
Die Historizität Balamirs, der von Jordanes erwähnt wird (unter anderem: Getica 24,130), ist umstritten (Lit.: vgl. Thompson, S. 62f.; siehe auch Heather, S. 114). Der Name ist dem gotischen Valamer (Valamir) angeglichen (Lit.: Maenchen-Helfen, S. 279), und sicherlich trugen die um 375 nach Westen vorstoßenden Hunnen noch keine gotischen Namen (dies war erst später der Fall). Möglich ist daher, dass die Goten ihre Niederlage in Südrussland nur mit einer Person assoziieren wollten.